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schenkung an Minderjährigen für Immobilie verwenden?

21.10.2009 10:57 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Hallo,
ich bin alleinerziehende Mutter eines 6 Monate alten Babys. Wegen des Kleinen suche ich eine größere Wohnung. Der Vater des Kindes würde sich an einer Immobilie beteiligen, in der sein Sohn gut aufwachsen kann.
Wie bekommen wir das hin ohne allzu viel Steuer zu zahlen?
Kann er seinem Sohn Geld schenken, das ich investieren darf?
Es wäre schon etwas mehr als der Freibetrag von 20.000 für mich. Welche andere Möglichkeiten gäbe es?
Und natürlich müsste trotz Eigenkapital noch einiges finanziert werden.
Gruß und schon Mal Danke für Antworten

Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Diese möchte ich auf der Grundlage Ihrer Angaben wie folgt beantworten:

In Ihrem Fall ist meines Erachtens der Kauf eines Grundstücks durch den Kindesvater und die anschließende Schenkung des Grundstücks durch den Kindesvater an Ihren gemeinsamen Sohn, die rechtlich einfachste,steuergünstige kommende Möglichkeit:

Bei einer Schenkung des Grundstücks vom Vater auf sein Kind gilt seit Beginn des Jahres 2009 der Steuerfreibetrag von 400.000,- Euro. Der Vater müsste seinem Kind das Grundstück schenken und das Kind müsste dann auch als Eigentümer des Grundstücks eingetragen werden, damit auch eine Verschiebung des Vermögens im steuerrechtlichen Sinn von dem Vater auf das Kind stattfindet.

Wenn der Vater des Kindes auch sorgeberechtigt ist, ist zu beachten, dass er dann sein Kind nicht nach §§ 107, 181 BGB bei der Übertragung des Grundstücks vertreten dürfte, sondern der Genehmigung des Vormundschaftsgerichtes bedürfte, wenn es sich um ein für das Kind nicht ausschließlich vorteilhaftes Rechtsgeschäft handeln würde, dies wäre z.B. der Fall, wenn ein vermietetes Grundstück an das Kind übertragen würde oder wenn das Kind eine persönliche Haftung übernehmen würde.
Als ausschließlich rechtlich vorteilhaft gelten aber z.B. Grundstücksübertragungen, bei denen sich der Schenker gleichzeitig ein Wohnungsrecht, die Mitbenutzung oder einen Nießbrauch vorbehält. Auch die Übertragung von mit Grundpfandrechten belasteten Grundstücken ist rechtlich vorteilhaft, solange das Kind nicht die persönliche Haftung übernehmen muss.
In einem solchen Fall könnte der Kindesvater also seinen minderjährigen Sohn ohne familiengerichtliche Genehmigung und ohne Ergänzungspfleger vertreten.

In dem Fall, dass der Vater des Kindes diesem Geld schenkt, würde zwar für die Schenkung des Geldes wieder der Steuerfreibetrag von 400.000,- Euro gelten. Wenn Sie aber dann eine Grundstück /eine Immobilie auf Ihren Namen erwerben würden, läge darin meines Erachtens eine nach § 1641 BGB verbotene Schenkung.

Wenn der Vater des Kindes diesem Geld schenken würde (hier gälte wieder der Freibetrag von 400.000,- Euro) und Sie wollten für das Kind eine Immobilie erwerben, so bedürfte dieses Rechtsgeschäft aber der Genehmigung des Vormundschaftsgerichts nach § 1822 Abs. 1 Nr. 5 BGB.


Sie und der Vater Ihres Kindes sollten sich allerdings noch einmal umfassend von einem Rechtsanwalt/ einer Rechtsanwältin vor Ort beraten lassen, wenn dann tatsächlich eine solche Schenkung eines Grundstücks vom Kindesvater an das Kind durchgeführt werden soll.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten Überblick gegeben zu haben und stehe Ihnen gerne weiterhin insbesondere im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion zur Verfügung.

Zum Abschluss möchte ich Sie noch hierauf hinweisen:

Bei der vorliegenden Antwort, welche ausschließlich auf Ihren Angaben beruht, handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhalts.
Diese Einschätzung kann eine umfassende Begutachtung nicht ersetzen.
Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.

Mit freundlichen Grüßen,

Rechtsanwältin Gesine Mönner





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