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scheidung nach zwei jahre ehe, ohne angst um aufenthaltstatus?


12.11.2007 00:03 |
Preis: ***,00 € |

Ausländerrecht



Hallo,


Mein Bekannter ist verheiratet mit einer deutschen frau,nur lebt er nicht mit seiner Frau. Also er ist in einer anderen stadt, aber ist immer noch bei ihr in der wohnung angemeldet.

Anfang deren ehe, haben sie sich gestritten und er ist von seiner frau für 4 monaten bei der ausländer behörde abgemeldet worden sie haben sich danach wieder vertragen, jetzt ist er bei ihr wieder angemeldet.

er hat vor die scheidung einzureichen nur hat er angst das seine Frau ihn probleme macht und sie mit der scheidung nicht einverstandnen wird, bzw. nicht einwilligt und somit sich alles hinaus zieht. Seit dem er in deutschland ist arbeitet er nicht, er bezieht sozialhilfe, jetzt hat er vor zu arbeiten.

Wie sieht es mit der scheidung aus, sie haben im februar 2005 geheiratet und er ist aber erst im juni 2005 nach deutschland eingereist. Im sommer werden es 3 jahre wo sie verheiratet sind. Kann er jetzt einfach problemlos die scheidung einreichen ohne das er angst hat um seinen aufenthalt?

gibt es eine möglichkeit das man bevor das trennungsjahr vorbei ist, das man geschieden wird, ich habe von härtefällen gehört, dass wenn einige kriterien bestehen, es de möglichkeit gibt vor dem trennungsjahr geschieden werden kann unter anderem das wenn man eine andere beziehung führt, bei einigen wird es als Grund anerkannt, stimmt es?

stimmt es das es die sache gibt, dass wenn man zwei jahre ehe hinter sich hat, kann man problemlos die scheidung einreichen ohne das man aus deutschland ausgewiesen wird?

er hat in seiner heimat geheiratet und dort wenn er die scheidung einreicht, hat er sie in ein paar monaten, aber er ist dann noch nicht nach dem deutschen recht geschieden, würde es was bei der scheidung in deutschland helfen die scheidung beschleunigen wenn er die scheidung aus seiner heimat holt und sie seinem anwalt geben?

um ihren Rat würde ich mich freuen

Mit freundlichen grüßen
Sehr geehrte Fragestellerin,
sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Frage möchte ich wie folgt beantworten:

Ihr Bekannter erwirbt ein eigenständiges Aufenthaltsrecht in Deutschland, sobald er mit seiner Ehefrau zwei Jahre in ehelicher Lebensgemeinschaft gelebt hat. Wenn die Eheleute einmal getrennt gelebt haben, beginnt diese Zwei-Jahres-Frist wieder von neuem ab dem Zeitpunkt, ab dem sie ihr Zusammenleben wieder aufgenommen haben. Ihr Bekannter muss die für ihn geltende Zwei-Jahres-Frist also ab dem Zeitpunkt berechnen, zu dem er sich mit seiner Frau wieder vertragen hat und sie wieder zusammengelebt haben. Die Zeiträume davor sind irrelevant. Beachten Sie bitte, dass der bloße Umstand des Verheiratet-Seins nicht ausreicht, die eheliche Lebensgemeinschaft muss zwei Jahre ununterbrochen geführt worden sein. Sie schreiben, dass Ihr Bekannter bereits seit einiger Zeit nicht mehr mit seiner Frau zusammenlebt. Während dieser Zeit lief die Zwei-Jahres-Frist nicht weiter.

Ihr Bekannter wird, wenn er sich in Deutschland scheiden lassen will, das Trennungsjahr abwarten müssen. Es gibt zwar die Möglichkeit einer Härtefallscheidung, bei der das Trennungsjahr nicht abgewartet werden muss, jedoch ist diese nur zulässig, wenn einem Ehepartner nicht zugemutet werden kann, das Trennungsjahr einzuhalten, etwa wegen Straftaten (z.B. Gewalttätigkeiten), die der andere Ehegatte ihm gegenüber begangen hat. In Ihrem Fall deutet nichts darauf hin, dass ein solcher Härtefall gegeben ist. Das Führen einer anderen Beziehung reicht nicht aus, um einen Härtefall zu begründen.

Natürlich kann die Ehefrau versuchen, die Scheidung hinauszuzögern. Dieses Problem wird sich jedoch vermutlich nicht dadurch lösen lassen, dass Ihr Bekannter seine Scheidung in seinem Heimatland betreibt, denn diese Scheidung müsste in Deutschland noch anerkannt werden, was erfahrungsgemäß ebenfalls lange dauert und auch nicht frei von Möglichkeiten der Verzögerung ist.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen. Für eine Nachfrage stehe ich Ihnen gern zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Jana Laurentius
(Rechtsanwältin)

Nachfrage vom Fragesteller 13.11.2007 | 13:43

hallo,

normalerweise wären die zwei jahre im juni gewesen, doch da sie sich für 4 monate gestritten haben warne die zwei jahre ehe im oktober dieses jahr. hab ich sie da richtig verstanden, dass er jetzt seine scheidung einreichen kann ohne das er um seinen aufenthaltserlaubnis fürchtet?

Im August nächsten jahres läuft sein visum ab, was wäre bzw. wird sein visum verlängert auch wenn seine frau nicht mit ihm zur ausländerbhörde geht, weil er ja seine scheidung eingereicht hat, spielt es eine rolle ob sie mit ihm geht oder nicht?

wenn er erwerbstätig ist d.h er hat eine feste arbeitsstelle und somit ist er von hatzV weggekommen und kann sich alleine versorgen, würde er sein visum verlängert bekommen?

kann er also durch die scheiung die er einreichen will nicht aus deutschland augewiesen werden?

in seinem pass steht familienzusammenführung, was würde danach stehen?würde sein visum um 1jahr verlängert oder würde er auch mehr als ein jahr bekommen können?

könnte er einen niederlassungerlaubnis bekommen?würde es ihm zustehen?

vielen dank

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 14.11.2007 | 09:05

Ihr Bekannter hat ein eigenständiges Aufenthaltsrecht, wenn er mit seiner Frau zwei Jahre in ehelicher Lebensgemeinschaft zusammengelebt hat. Seine Aufenthaltserlaubnis wird dann, auch wenn er sich von seiner Frau trennt, in jedem Fall um zunächst ein Jahr verlängert (im Pass steht dann üblicherweise "Aufenthaltserlaubnis nach § 31 AufenthG). Wenn er nach diesem einen Jahr nachweist, dass er seinen Lebensunterhalt selbst durch Erwerbstätigkeit sichert und nicht auf staatliche Unterstützung angewiesen ist, wird die Aufenthaltserlaubnis weiter verlängert. Seine Frau muss dabei nicht mit Ihrem Bekannten zusammen zur Ausländerbehörde gehen.

Durch die Trennung und Scheidung nach zweijähriger ehelicher Lebensgemeinschaft wird Ihr Bekannter also sein Aufenthaltsrecht in Deutschland nicht verlieren, es sei denn, es stellt sich heraus, dass er tatsächlich keine zwei Jahre mit seiner Frau zusammengelebt hat.

Eine Niederlassungserlaubnis wird Ihr Bekannter zum jetzigen Zeitpunkt nicht erhalten können.

Mit freundlichen Grüßen
Jana Laurentius
(Rechtsanwältin)

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