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rückkehr nach elternzeit


22.08.2007 14:51 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht



sehr geehrte damen und herren,
es handelt sich bei mir um folgenden sachstand:
im september endet meine elternzeit. ich stellte bei meinem arbeitgeber(großbank)einen antrag auf einen teilzeitplatz mit 20 stunden pro woche. eine rückkehr in meine ursprüngliche einsatzfiliale war nicht möglich. laut betriebsvereinbarung steht mir ein gleichwertiger arbeitsplatz innerhalb meiner regionalfiliale zu( bank ist deutschlandweit in mehrere regionalfilialen aufgeteilt). der antrag auf teilzeit ist genehmigt wurden und mir wurde somit ein arbeitsplatz innerhalb
dieser region, ebenfalls wieder im bereich kundenberatung angeboten. bei der angebotenen filiale handelt es sich um eine
filiale die 68 km (eine strecke!) von meinem wohnort entfernt liegt. meine ursprüngliche einsatzfiliale (vor der elternzeit) lag 16 km (eine strecke) entfernt. weiterhin befindet sich die angebotene einsatzfiliale im bereich eines einkaufscenters und ist somit an die öffnungszeiten dieses einkaufscenters gebunden. da heisst: mo-fr. 8-20 uhr sa. 8-14 uhr. eine arbeit nur am vormittag ist nicht möglich. und so müsste ich auch am späten nachmittag , abend oder auch am wochenende arbeiten.bedingt durch die öffnungszeiten des kindergartens ist es mir unmöglich diese stelle anzunehmen.mein ehemann ist ebenfalls berufstätig
und viel unterwegs. so dass eine betreuung der kinder bzw. eine
rechtzeitige abholung der kinder vom kindergarten unmöglich wäre.
mein arbeitgeber hat mir empfohlen zu kündigen. eine abfindung
(16 jahre betriebszugehörigkeit!) steht mir nicht zu, da mir ja ein gleichwertiger arbeitsplatz in der region angeboten wurde. dies ist laut anfrage beim betriebsrat, die ich gestellt habe, auch so korrekt. meine frage lautet nun. gibt es für mich noch eine möglichkeit. ist die angebotene stelle von der entfernung bzw. den arbeitszeiten bei 2 kindern zumutbar. was kann ichvon meiner seite aus noch unternehmen und lohnt es sich gerichtlich gegen meinen arbeitgeben vorzugehen. diese praktik wird hier bei fast allen
rückkehrern aus der elternzeit so gehandhabt. danke für ihre antwort im voraus.

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Sehr geehrte Ratsuchende,

vorweg möchte ich Sie darauf hinweisen, dass diese Plattform nur dazu dienen soll, Ihnen einen ersten Eindruck der Rechtslage zu vermitteln. Die Leistungen im Rahmen einer persönlichen anwaltlichen Beratung/Vertretung können und sollen an dieser Stelle nicht ersetzt werden.

Durch Weglassen oder Hinzufügen von wesentlichen Tatsachen kann die Beurteilung Ihres Anliegens anders ausfallen. Es können nur die wesentlichen Aspekte des Falles geklärt werden.

Aufgrund Ihrer Angaben beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Zunächst einmal darf ich Sie dringend davor warnen, Ihren Arbeitsplatz selbst und freiwillig zu kündigen, bzw. einen Aufhebungsvertrag zu schließen. In diesem Fall würde eine mindestens 12- wöchige Sperrzeit der Bundesagentur für Arbeit erfolgen, in der Sie kein Arbeitslosengeld erhalten.

Nach Ablauf der Elternzeit haben Eltern einen Anspruch darauf, auf ihren alten oder einen gleichwertigen Arbeitsplatz zurückzukehren. Eine Schlechterstellung ist nicht zulässig. Im Wesentlichen müssen Arbeitszeit, Entgelt und Arbeitsort der Tätigkeit entsprechen, die vor der Elternzeit ausgeübt wurde. Das heißt auch, dass sich der neue Arbeitsplatz in einer vernünftigen Entfernung vom Wohnort befinden muss. Dasselbe gilt natürlich auch für die Arbeitszeit. Da es sich bei Ihrem Arbeitgeber um eine überregional tätige Bank handelt, sollte es durchaus möglich sein, einen Ihren Bedürfnissen entsprechenden Arbeitsplatz zu finden.

Sie sollten daher dringend mit dem Betriebsrat über die Ihnen zugemutete Entfernung des neuen Arbeitsplatzes sprechen und versuchen, zunächst auf dieser Ebene eine Annäherung zu Ihrem Arbeitgeber zu finden. Der Betriebsrat sollte als Vermittler in einem derartigen Gespräch tätig werden. Sie können sich auch jetzt schon von einem Rechtsanwalt vor Ort vertreten lassen, der in der anstehenden Verhandlung mit Ihrem Arbeitgeber Ihre Interessen vertritt. Dagegen ist ein gerichtliches Vorgehen in diesem Stadium unklug, da der Arbeitgeber nach Ablauf der Elternzeit selbst kündigen kann. Sie sollten vielmehr versuchen, ein gegenseitiges Einvernehmen zu finden.


Ich hoffe, Ihnen hiermit eine erste rechtliche Orientierung gegeben zu haben.


Ich verbleibe mit freundlichen Grüßen,

Mareike Preu
Rechtsanwältin


www.kanzlei-preu.de

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