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rückkehr in die pkv

| 10. August 2022 12:05 |
Preis: 70,00 € |

Sozialversicherungsrecht


Beantwortet von


sehr geehrte damen und herren

ich bin seit dem 01.06.2010 freiberuflich selbständig und privat krankenversichert. im laufe des jahres 2023 möchte ich zurück in die gesetzliche krankenversicherung (im märz 2024 werde ich 55 jahre alt).

ich möchte meinen 'kassensitz' als psychotherapeutin voraussichtlich zum 30.09.2023 abgeben, kann ich mich in diesem falle einfach ab dem 01.10.2023 in der gkv bei meinem ehemann familienversichern? d.h. reicht die abgabe des kassensitzes als nachweis, dass ich nicht mehr selbständig tätig bin, oder brauche ich nahtlos eine anstellung mit einem gehalt unterhalb der JAEG ?

gibt es einen bestimmten zeitraum, den ich familienversichert oder angestellt pflichtversichert sein muss, bevor ich mich wieder selbständig machen und dann freiwillig gesetzlich versichern kann?

vielen dank für ihre hilfe

Einsatz editiert am 11.08.2022 09:19:48

11. August 2022 | 09:52

Antwort

von


(318)
Grünberger Str. 54
10245 Berlin
Tel: 0302939920
Web: http://www.rechtsanwalt-braun.berlin
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Sehr geehrter Fragesteller,

aufgrund der übermittelten Information beantworte ich Ihre Frage wie folgt.

Wenn Sie die Selbstständigkeit beendet haben und keine, bzw. nur geringe Einnahmen haben, können Sie in die Familienversicherung Ihres Ehemannes wechseln, das monatliche Einkommen darf 1/7 der monatlichen Bezugsgröße (§ 18 SGB SGB IV ) nicht überschreiten, d.h. in 2022, nicht mehr als 470 € monatlich.

Damit Sie familienversichert werden, dürfen Sie keine hauptberufliche Selbstständigkeit ausüben, d.h. für Sie, Aufgabe Kassensitz, steuerliche Abmeldung beim Finanzamt und Vorlage der Dokumente bei der Krankenkasse. Bitte besprechen sie mit der Krankenkasse im Vorfeld, welche Belege eventuell zusätzlich notwendig sind.

Eine Angestelltentätigkeit unter der JAEG benötigen Sie für die Familienversicherung nicht (siehe vorgenannte Einkommensgrenze), die Angestelltentätigkeit würde zu einer eigenen Pflichtversicherung führen, wodurch Sie auch in der GKV aufgenommen werden.

Gemäß § 9 abs. 1 Nr. 1 SGB V können Sie in die freiwillige Versicherung wechslen, wenn Sie mindestens 12 Monate pflichtversichert waren, zu den anrechenbaren Pflichtversicherungen gehört die eigene Pflichtversicherung (bspw. angestellt unter der JAEG) und auch die Familienversicherung.


Ich hoffe, dass ich Ihre Frage beantwortet habe, bei eventuellen Nachfragen können Sie gerne die kostenlose Nachfrageoption benutzen.

Berücksichtigen Sie bitte, dass auch kleine Sachverhaltsänderungen zu einer gänzlich anderen rechtlichen Bewertung führen können.

Mit freundlichen Grüßen

Sebastian Braun
Rechtsanwalt


Rückfrage vom Fragesteller 15. August 2022 | 12:10

sehr geehrter herr braun,
ich habe noch die nachfrage, ob die 470 euro/monat, die ich einnehmen darf, wenn ich familienversichert bin, aus einer selbständigen tätigkeit stammen dürfen? d.h wenn ich die private krankenversicherung über den weg der abgabe meines kassensitzes (und damit aufgabe meiner selbständigen tätigkeit ) verlassen habe?
vielen dank und gruß

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 15. August 2022 | 17:11

Sehr geehrter Fragesteller,

Sie dürfen nicht hauptberuflich selbsständig sein, Sie sind nebenberuflich selbstständig, wenn Sie weniger als 20 Stunden in der Woche tätig sind, zudem darf Ihr Einkommen nicht höher als 1/7 der Bezugsgröße sein.

Mit freundlichen Grüßen

Sebastian Braun
Rechtsanwalt

Ergänzung vom Anwalt 11. August 2022 | 18:52

Sehr geehrter Fragesteller,

wenn Sie bei der gleichen gesetzlichen Krankenkasse bleiben, müssen Sie die Vorversicherungszeiten nicht erfüllen. Sie können dann nahtlos von der Familienversicherung in die freiwillige Versicherung wechseln, siehe § 188 Abs. 4 SGB V.

Mit freundlichen Grüßen

Sebastian Braun
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 15. August 2022 | 12:00

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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 15. August 2022
4,8/5,0

schnelle und ausführliche antwort, vielen dank


ANTWORT VON

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