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richtiges Testament.


09.07.2007 17:40 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Karlheinz Roth



Ich bin M62 (Pensionär) und habe aus erster Ehe 2 Töchter.
Aus zweiter Ehe habe ich 1 Tochter. Also habe ich zusammen 3 Töchter.
Meine zweite Ehe wurde vor 15 J geschieden.
In diesen 15 Jahren habe ich mir eine Finca in Spanien gekauft. Sie ist nur auf mich eingetragen, und ohne Schulden.

Jetzt habe ich meine zweite Frau wieder, zum 2. Mal geheiratet.
Wir haben den gesetzlichen Güterstand. Die Finca habe ich mit in die Wieder-Ehe eingebracht.
Ich möchte ein gerechtes Testament verfassen. Da sollen letzendlich alle 3 Töchter gleich bedacht werden.
Gerecht wäre, die beiden Töchter aus erster Ehe, werden je zu 33 % bedacht. Dann meine Wieder-Ehefrau mit der 3.Tochter zusammen mit 33 %. Denn meine 3. Tochter ist ja nur bei ihrer Mutter, meiner zweiten Wieder-Ehefrau, erbberechtigt. Die 2 Töchter aus erster Ehe nicht. Meine Wieder-Ehefrau hat kein Vermögen. Geht das gesetzlich, oder wie muß das Testament gestaltet werden.

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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt beantworte.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen, so dass die Beratung innerhalb dieses Forums lediglich eine erste rechtliche Orientierung in der Sache darstellt und keinesfalls den Gang zu einem Kollegen vor Ort ersetzen kann.

Dies vorausgeschickt wird das Folgende ausgeführt:

Wenn Sie die gesetzliche Erbfolge ausschließen wollen, und die von Ihnen gewünschte Verteilung Ihres Vermögens wünschen, können Sie dies durch ein Testament oder auch durch einen Erbvertrag regeln.
Im Rahmen dieser Regelung sind Sie relativ frei in der Gestaltung (Teilungsanordnung bzw. Vermächtnis oder Allein- oder Mehrerbschaft).

Eine testamentarische Verfügung, wer Erbe werden soll, wenn eine eingesetzte Person im Todesfall nicht mehr vorhanden ist, ist in jedem Fall sinnvoll. Wollen Sie in diesem Fall einen Ersatzerben einsetzen oder soll eine Anwachsung bei den übrigen Erben erfolgen ?
Diese Fragen sind bei der Gestaltung ebenfalls zu berücksichtigen.

Darüber hinaus müssen Sie den Fall einer Erbausschlagung bedenken und sich Gedanken darüber machen, wem der ausgeschlagene Erbteil zufallen soll, den übrigen Erben oder einem Ersatzerben.

Es besteht ferner die Möglichkeit des Zugewinnausgleichs bei Erbausschlagung des überlebenden Ehegatten.
Der überlebende Ehegatte wird in diesem Fall mit seiner gesetzlichen Erbfolge und dem gesetzlichen Zugewinnanspruch berücksichtigt (§§ 1371 und 1931 BGB).

Durch die Einsetzung mehrerer Erben werden diese als Erbengemeinschaft automatisch Gesamthandseigentümer des Nachlasses. Jeder einzelne Erbe hat im Rahmen seiner Erbquote einen entsprechenden Anteil am Nachlass, nicht aber an einzelnen Vermögensgegenständen.

Einige von mehreren Erben können auf ein gemeinschaftliches Erbteil - wie von Ihnen bereits angedacht - angesetzt werden.

Bei der Erbengemeinschaft gilt zunächst, dass zuerst die Nachlassverbindlichkeiten zu begleichen sind. Das verbleibende Vermögen ist unter den Erben gemäß ihrem Erbanteil zu verteilen. Teilbar sind Grundstücke, Wohneigentum, Geldbeträge etc. Sofern eine Teilung nicht möglich ist, erfolgt die Auseinandersetzung durch Verkauf oder Teilung des Nachlasses.

Wegen der Vielzahl der Erben ist auch anzudenken, ob zur entsprechenden Verwaltung oder Teilung ein Verwalter (zB ein Testamentsvollstrecker) eingesetzt werden soll.

Zu bedenken ist ferner, dass sich Ihr Grundbesitz im Ausland befindet und hier das Prinzip der Belegenheit, also das Erbrecht von Spanien, gilt.

Insgesamt ist die Testamentsberatung auf dieser Plattform nicht der richtige Ort, um eine allumfassende und verbindliche Aussage zu erhalten, zumal Ihr Fall Bezug zum ausländischen Recht aufweist.
Vor diesem Hintergrund sollten Sie einen auf Erbrecht spezialisierten Kollegen mandatieren, der Ihnen einen Testamentsentwurf anfertigt oder Sie suchen einen Notar vor Ort auf.

Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache orientierend weiterhelfen konnte.
Für eine kostenlose Rückfrage stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Sollten Sie eine darüber hinausgehende Vertretung in Erwägung ziehen, empfehle ich Ihnen eine Kontaktaufnahme über die unten mitgeteilte E-Mail-Adresse. Einstweilen verbleibe ich

mit freundlichen Grüßen
K. Roth
- Rechtsanwalt -

Hamburg 2007
info@kanzlei-roth.de
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