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rechtzeitiger Widerruf (Beweise vorhanden) wurde nicht anerkannt

| 25.08.2011 11:06 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Sehr geehrte Dame,
sehr geehrter Herr,

ich hatte für wenige Tage über ein bekanntes Onlineportal einen Stromlieferungsvertrag mit einem ÖKOSTROM Anbieter abgeschlossen. Nur 6 Tage später widerrief ich den Vertrag über dieses Onlineportal (ich wurde daraum gebeten, nicht selbst zu widerrufen, da ich den Vertrag online über dieses Portal abschloss). Das Vermittlungsportal widerrief wunschgemäß; ich erhielt eine Nachricht per Mail, das die Kündigung an den ÖKOSTROMANBIETER rechtzeitig herausging. Trotzdem erhielt ich Begrüßungsschreiben. Meine vielen Versuche telefonisch und schriftlich, den Stromanbieter von dem nicht zustandegekommenen Vertrag zu überzeugen, misslang. Der hiesige Grundversorger teilte mir mit, dass ich nichts tun könne, da ich kein Vertragspartner sei. Ich bat das Vermittlungsportal um Hilfe. Dort nahm man erneut Kontakt auf. Dann erhielt ich über 4 Wochen später von dem ÖKOSTROMANBIETER eine Mail, dass der Widerruf rechtzeitig!!! eingegangen wäre, man aber erst jetzt dazu käme ihn zu bearbeiten. Wochen später teilte man mir mit, dass ich erst 2 Monate später aus dem Vertrag (welchen??) entlassen werden würde. Ich schrieb wieder und rief erneut an. Zum Teil wurde mir sogar telefonisch bestätigt, dass ich rechtzeitig widerrufen hätte. Den Namen habe ich natürlich notiert und auch sonst habe ich alles schriftlich. Fakt ist, dass ich gegen meinen Willen mit Strom beliefert wurde (zumindest mit diesem "Vertragspartner") und ich alles versucht habe, mich dagegen zu wehren. Ich erhielt eine Schlussrechnung. Auf meine widerholten Bitten, mir einen rechtsgültigen Vertrag zuzusenden, ging man natürlich nicht ein. Wieder Stellungnahme durch mich per Einschreiben/Rückschein.
In der schriftlichen Rückmeldung das übliche "bla bla" und das ich schließlich "Ware" = Strom erhalten hätte und dafür zahlen müsste. Meine Einwände und angeforderten Beweise (das der Vertrag rechtskräftig sei) wurden ignoriert. Aus einem gestrigen Telefonat erfuhr ich, dass man von dem ÖKOSTROM-Anbieter versucht hatte, vom Grundversorger die rückwirkende Rücknahme zu erhalten, was natürlich wegen der überschrittenen Frist nicht möglich sei. Ich müsste zahlen, dass stände in den (mir nicht zugegangenen) AGB´s. Zwischenzeitlich weis ich aus diversen Onlineportalen, dass der ÖKOSTROMAnbieter häufiger so "vorgeht" (Kündigungen, Widersprüche nicht bearbeitet bzwz. nicht akzeptiert) und das wohl teilweise schon Verbraucherzentralen und Anwälte eingeschaltet wurden.
Frage: Wie sind meine Aussichten einen möglichen Prozess zu gewinnen?

Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrte Ratsuchende,

Ihre Anfrage kann ich Ihnen anhand Ihrer Angaben und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt beantworten:

Zunächst einmal weise darauf hin, dass die Beantwortung Ihrer Frage ausschließlich auf Grundlage Ihrer Schilderung erfolgt. Die Antwort dient lediglich einer ersten rechtlichen Einschätzung, die eine persönliche und ausführliche Beratung durch einen Rechtsanwalt in der Regel nicht ersetzen kann.

Das Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben kann möglicherweise eine andere rechtliche Beurteilung zur Folge haben. Eine endgültige Einschätzung der Rechtslage ist nur nach umfassender Sachverhaltsermittlung möglich.

Die Erfolgsaussichten eines Gerichtsverfahrens gegen den Ökostromanbieter erscheinen sowohl in rechtlicher als auch in tatsächlicher Hinsicht sehr gut.

Nach Ihrer Schilderung haben Sie den Vertrag mit dem Ökostromanbieter rechtzeitig widerrufen, was ja sogar von dem Anbieter bestätigt wurde.

Folge des Widerrufs ist, dass kein Vertrag zwischen Ihnen und dem Stromanbieter zustande gekommen ist.

Dies bedeutet, die Aussage des Stromanbieters, dass Sie erst „2 Monate später aus dem Vertrag entlassen werden" ist rechtlich nicht haltbar.

Zwar ist es in der Regel so, dass das Widerrufsrecht erlischt, wenn Sie die Dienstleistung in Anspruch nehmen (hier: Strom beziehen); dies ist jedoch hier gerade nicht der Fall.

Sie haben (ohne Ihr eigenes Verschulden) nach Inanspruchnahme des Widerrufsrecht Strom bezogen und dies nur, weil Der Stromanbieter nicht in der Lage war, Ihre Widerruf zeitnah zu bearbeiten.

Insofern dürfte hier nach Ihrer Schilderung derzeit kein Zahlungsanspruch des Stromanbieters bestehen.

Da Sie dies nach Ihrer Darstellung auch alles durch den entsprechenden Schriftverkehr beweisen können, sind meiner Auffassung Ihrer Erfolgschancen auch in tatsächlicher Hinsicht hoch.

Sollten Sie tatsächlich durch den Stromanbieter verklagt werden empfehle ich Ihnen nichts desto trotz sich noch einmal einen Anwalt zu beauftragen oder zumindest sich noch einmal unter Vorlage der Klageschrift beraten zu lassen.

Nur wenn alle Vertragsunterlagen vorliegen und die Klageschrift bekannt ist, kann ein Kollege die endgültigen Erfolgsaussichten präzise beurteilen, wobei auch dort gilt, dass es immer wieder möglich ist, dass Gerichte eine völlig andere Entscheidung treffen, als erwartet wurde.

Ich hoffe, dass ich Ihnen mit meiner Antwort einen Einblick in die Rechtslage verschaffen konnte und verbleibe

Nachfrage vom Fragesteller 25.08.2011 | 12:43

Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt Bade,

Ihre Antwort beruhigt mich wieder. Vielen, vielen Dank! Ich bin mit Ihrer Antwort, die selbstverständlich auf meine Ihnen zur Verfügung gestellten Angaben beruht, sehr zufrieden!

Herzlichen Dank!!

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 25.08.2011 | 12:50

Sehr geehrte Ratsuchende,

es freut mich, dass ich Ihnen helfen und Sie beruhigen konnte.

Mit freundlichen Grüßen

Bade
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 25.08.2011 | 12:39

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Wie ausführlich war die Arbeit?

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Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 25.08.2011 5/5,0
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