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räumliche Trennung von Gewerbe und Praxis

| 9. Januar 2015 14:39 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Zusammenfassung:

Räumliche Mindestvoraussetzungen einer Fusspflegepraxis

Ich bin Podologin und habe eine Praxis mit Kassenzulassung. In den Rahmenverträgen mit den Krankenkassen steht, dass die Praxis in sich geschlossen sein muss und räumlich von Wohn -und Gewerbe getrennt sein soll. Was bedeutet räumlich getrennt? Seperaten Eingang, oder reicht eine in sich geschlossene Kabine etwas weiter weg von den anderen Behandlungskabienen. Ich möchte gerne kosmetische Fußpflegebehandlungen anbieten, finde aber leider keine Antworten auf die besagte räumliche Trennung.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Was bedeutet räumlich getrennt? Seperaten Eingang, oder reicht eine in sich geschlossene Kabine etwas weiter weg von den anderen Behandlungskabienen.

Die Praxis muss keinen separaten Eingang haben. Eine in sich geschlossene Kabine reicht aus.

Im Einzelnen:



Die Bedeutung der räumlichen Trennung erklärt sich aus dem Zweck der Regelung. Dazu folgendes:
§ 124 SGB V
Zulassung
….
(2) Zuzulassen ist, wer
…. über eine Praxisausstattung verfügt, die eine zweckmäßige und wirtschaftliche Leistungserbringung gewährleistet
Diese Norm wurde durch Gemeinsame Empfehlungen der Spitzenverbande der Krankenkassen gemaß § 124 Abs. 4 SGB V zur einheitlichen Anwendung der Zulassungsbedingungen nach § 124 Abs. 2 SGB V für Leistungserbringer von
Heilmittel der Podologischen Therapie, die als Dienstleistung an Versicherte abgegeben werden konkretisiert (http://www.arzthaftung-wegen-behandlungsfehler.de/medien/docs/Empfehlung_Spitzenverbaende.pdf ). Dort heißt es:

Die Praxis muss in sich abgeschlossen und von anderen Praxen sowie privaten
Wohn- und gewerblichen Bereichen räumlich getrennt sein.

Schon nach dem Wortlaut erschließt sich, dass die Praxis in der Wohnung bzw. Gewerberaum betrieben werden darf.

Die Praxis muss also keinen separaten Eingang haben.

Dass die Bekandlungskabine geschlossen sein muss ergibt sich bereits aus weiteren Anforderungen der oben besagten Gemeinsamen Empfehlungen der Spitzenverbande. Diese lauten:

2.2 Räumliche Mindestvoraussetzungen

2.2.1 Für eine podologische Praxis ist eine Nutzfläche von mindestens 25 qm nachzuweisen.

2.2.2 Die Praxis muss einen Behandlungstrakt mit mindestens einem Behandlungsraum
einer Kabine) umfassen. Die Größe des einzelnen Behandlungsraums (einer
Kabine) muss eine ordnungsgemäße Behandlung am Patienten gewährleisten;

sie darf 7 qm nicht unterschreiten. Der Behandlungsraum (die Kabine) muss
aus festen Wänden bestehen, so dass kein Einblick möglich ist.

2.2.3 Die räumlichen Mindestvoraussetzungen sind auf den Zugelassenen ausgerichtet.
Für jede zusätzliche gleichzeitig tätige Fachkraft ist ein weiterer Behandlungsraum
(Kabine) von mindestens 7 qm erforderlich.

2.2.4 Die Raumhöhe der Mindestnutzfläche muss durchgehend mindestens 2,40 m -
lichte Höhe - betragen. Alle Räume müssen ausreichend be- und entlüftbar sowie
angemessen beheizbar und beleuchtbar sein.

2.2.5 Trittsichere, fugenarme, leicht aufzuwischende und desinfizierbare Fußböden
im Behandlungstrakt

2.2.6 In den Behandlungsräumen glatte und bis zu einer Höhe von mindestens
1,80 m abwaschfeste Wände

2.2.7 Handwaschbecken für den Behandler mit fließend kaltem und warmem Wasser
sowie mit Hautdesinfektionsmittelspender im Behandlungstrakt

2.2.8 Schrank zur Aufbewahrung der erforderlichen Materialien.

2.2.9 Einmalhandschuhe und Mundschutz in ausreichender Zahl.

2.2.10 Sitzgelegenheit und eine ausreichende Kleiderablage in den Behandlungsräumen
(Kabinen)


Ergänzende Information hier
http://www.arzthaftung-wegen-behandlungsfehler.de/medien/docs/planungsrichtlinien.pdf





Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 9. Januar 2015 | 16:31

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ich habe jetzt gute Argumente gegenüber den Krankenkassen meine seit über 20 Jahren laufende Selbstständigkeit wie gehabt weiterzuführen.

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