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psychoterror durch arbeitgeber

06.05.2008 17:01 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

mein chef leidet an einer psychischen erkrankung. Dies war mir vor antritt meiner arbeitsstelle nicht bekannt. Er war deshalb bereits in behandlung, d.h. klinikaufenthalt mit anschließender ärztlicher behandlung und verordnung von medikamenten, die bis zum heutigen tag laut verordnung täglich einzunehmen sind.

seit etwa 4 wochen stellten meine kollegen und ich starke veränderungen der persönlichkeit meines chefs fest, d. h. unkontrollierte wutausbrüche, z. T. mit persönlichen beleidungen, bis hin zu wahnvorstellungen, stimmungswechsel, d. h. innerhalb kürzester zeit von freundlich bis aufbrausend. Es kam sogar zu Kündigungen, die nicht ordentlich und ohne erkennbaren grund erfolgten.

dieses unberechenbare verhalten führte bei mir innerhalb dieser zeit bei der bloßen anwesenheit des chefs zu panik- und angstzuständen, die sich durch herzrasen, schweissnasse zittrige hände, schlotternde knie und übelkeit äußerten.

heute ist die situation eskaliert. bei dienstbeginn musste ich vorstellig werden und wurde mit diversen vorwürfen konfrontiert, die sich auf die von mir am vorigen tag nach anordnung ausgeführten aufträge bezogen. für den betreffenden fall habe ich eine kopie der schriftlichen anweisungen des chefs. mein chef ließ keine erklärungen zu. er gab mir im laufe dieser diskussion an, eine weitere aufgabe auszuführen, die ich aber verweigerte, da ich nervlich am ende war. ohne weiter darüber nachzudenken habe ich vor zeugen erklärt, dass ich erst wieder zur arbeit kommen werde, wenn sich mein psychisch kranker chef in behandlung begibt, weil es unter den gegebenen umständen nicht möglich ist, dort zu arbeiten.

im anschluss daran bin ich zur vertretung meines hausarztes gefahren, habe ihm die situation geschildert und er hat mich für den rest der woche krank geschrieben. (diagnose: panik- und angstzustände).

der zustand meines chefs ist nicht nur uns angestellten bekannt, sondern auch dessen familie, steuerberater, lieferanten. d. h. jedem ist bewusst, dass diese krankheit behandelt werden muss, nicht nur zum schutz der mitarbeiter sondern auch zu seinem eigenen.

meine fragen lauten nun:

- mit welchen konsequenzen (Abmahnung, Kündigung,...? habe ich arbeitsrechtlich zu rechnen? Wenn ja, sind diese überhaupt zulässig?
- welche rechte habe ich als arbeitnehmer, mich in einer solchen situation zu wehren?
- muss ich als arbeitnehmer überhaupt solche zustände hinnehmen?
- was sollte ich tun, wenn ich nächste woche meine arbeit wieder aufnehme?
- welche empfehlungen können sie mir generell in meiner situation geben?

ich hoffe auf eine schnelle antwort, da ich nervlich am ende bin!



06.05.2008 | 17:18

Antwort

von


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Sehr geehrte Ratsuchende,


aufgrund der Erkrankung ist damit zu rechnen, dass der Arbeitgeber eine Abmahnung oder gar Kündigung ausspricht. Dagegen sollten Sie aber dann auf jeden Fall vorgehen, da keine dieser Maßnahmen berechtigt sein dürfte.

Denn Sie haben sich insoweit korrekt verhalten, als Sie sich dieses "Verhalten" des Arbeitgeber haben verbitten lassen.

Hier hätten Sie sogar die Möglichkeit, Ihren Unterlassungsanspruch (in Hinblick auf die "Verhaltens"weisen) gerichtlich durchzusetzen und auch Schadensersatzansprüche geltend zu machen.

Fraglich wird natürlich sein, ob dann der Arbeitgeber sein Verhalten tatsächlich ändert, oder sich die Situation dann sogar noch verschärfen wird. das vermag ich natürlich nicht voraussagen, befürchte aber Letzteres.

Hier sollten alle Arbeitnehmer das gemeinsame Gespräch mit den Arbeitgeber suchen, um ihm nochmals die Misstände und das Unterlassungsverlangen deutlich zu machen. Kommt es zu keinem Einsehen, müssten Sie die obigen Schritte einleiten oder aber die Beschäftigung gänzlich beenden, denn hier geht es vorrangig zunächst um Ihre Gesundheit, die ja schon gefährdet ist. Dann kann die Kündigung ggfs. sogar das kleinere Ärgernis sein.

Eine generelle Empfehlung zu geben, ist angesicht der fehlenden Informationen zur Fragen der dauer der Betreibszugehörigkeit, Größe des Betriebes als auch hinsichtlich Ihres finanziellen Hintergrundes kaum möglich - wenn es möglich ist, würde ich angesichts der Gesamtumstände hier zur Eigenkündigung tendieren, sofern eine Besserung in naher Zukunft nicht absehbar wäre.

Aber vielleicht rufen Sie mich einmal an, damit wir dann ergänzend über die Sache sprechen können.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle


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