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privatinsolvenz und nebenverdienst tupperberaterin


| 12.02.2007 19:49 |
Preis: ***,00 € |

Insolvenzrecht



hallo,

habe eine wichtige frage.

ich bin in privatinsolvenz und vollzeit beschäftigt. zur zeit liege ich unter der pfändungsgrenze; ändert sich aber diesen monat, da ich eine gehaltserhöhung bekommen habe.

ich möchte mir ein paar euro als tupperberaterin dazu verdienen (ich schätze so zwischen 50 und 150 euro), jedoch benötige ich hierfür einen gewerbeschein (als handelsvertreterin oder so ähnlich). darf ich überhaupt gewerblich tätig sein?

bei tupper entstehen ja keine neuen schulden. ich muss nicht in vorleistung treten, sondern meine von anfang zur verfügung gestellten produkte "abarbeiten".

tupper sagt, das man keine steuern zahlen muss, weil man ja nicht so viel verdient. jedoch später wenn man gruppenberaterin ist, dann muss man ( dann erhält man ein auto, usw.).

wie funktioniert das mit den ganzen steuern ... umsatz, einkommen, etc.

ich bin der meinung, dass der "papierkram" mir wohl nicht erspart bleibt. können sie mich dahingehend bitte aufklären? bekomme ich probleme mit der insolvenz?

haben sie hilfreiche links bzw. internetadressen?

vielen dank im voraus

Sehr geehrte Ratsuchende,

ich bedanke mich für Ihre Anfrage, die ich wie folgt nach Ihren Angaben beantworten möchte.

Die von Ihnen angesprochene gewerbliche Tätigkeit wird allenfalls im Zusammenspiel mit dem Treuhänder zu entscheiden sein.
Ein Argument für die etwaige Durchführung derselben wird sicher sein, dass Sie keine zusätzlichen Aufwendungen haben, sondern provisionsmäßig bezahlt werden.
Das Argument von „Tupper“, dass Sie keine Steuern zahlen müssen, kann nur hinsichtlich der Umsatzsteuer gehalten werden, da Sie sich in diesem Bereich als Kleinunternehmer gem. § 19 UStG von der Umsatzsteuer „verabschieden“ können.
Da Sie vortragen, vollzeitbeschäftigt im Rahmen der Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit zu sein, wird das zu versteuernde Einkommen sich zwar minimal, aber doch nach oben bewegen, so dass eine geringe Nachzahlung sich ergeben würde.
Des Weiteren werden Sie durch diese gewerbliche Tätigkeit einkommensteuererklärungsabgabepflichtig.
Hinsichtlich einer etwaigen Gewerbesteuer werden Sie sich keine Sorgen machen müssen, da in diesem Bereich die Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit nichts verloren haben.
Sie sollten sich aber überlegen, zumal Sie mit Ihrer nichtselbständigen Tätigkeit die Pfändungsgrenze überschreiten werden, denn Sie werden den „Zusatzverdienst“ netto an den Treuhänder zugunsten der Gläubiger abgeben müssen.
Dies schon deswegen, da Ihr Ziel ja durch das Durchlaufen der Wohlverhaltensphase sein wird, die Restschuldbefreiung zu erlangen.


Ich hoffe, Ihnen weitergeholfen zu haben.


Mit freundlichen Grüßen
Bernd Zahn
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 15.02.2007 | 16:06

hallo,

vielen dank für die Antwort.

Darf ich denn überhaupt GRUNDSÄTZLICH ein Gewerbe anmelden?

Oder entscheidet das der Insolvenzverwalter nach "Lust und Laune"? Gibt es da eine klare und eindeutige Regelung?

Vielen Dank im Voraus

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 16.02.2007 | 22:19

Sehr geehrte Ratsuchende,

zum einen ist festzuhalten, dass Sie grundsätzlich ein Gewerbe anmelden können, dies jedoch aber privatinsolvenzfeindlich sein kann.
Problematisch ist an dem Ganzen, dass sich grundsätzlich das Privatinsolvenzverahren und Ausübung eines Gewerbes nicht wirklich zusammenpassen.
Selbstredend gibt es keine eindeutige Regelung, sondern es wird auf die Betrachtung und Beurteilung des jeweiligen Einzelfalles ankommen.
Im Übrigen werden Sie in der Privatinsolvenz keinen Insolvenzverwalter, sondern einen Treuhänder erhalten.

Mit freundlichen grüßen
Bernd Zahn
Rechtsanwalt

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