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privater Wegebau


28.07.2007 15:03 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht



Ich möchte auf meinen eigenen Grundstück, dass zwischen 2 öffentlichen Strassen liegt und "durch der dahinterliegenden Gärten "geht einen privaten Weg aus Schotter bauen.Das Grundstück ist rund 170 lang, der Weg sollte ca. 120m betragen. Dabei würde das leicht hängende Grundstück begradigt. Auf diese Weise hätte ich eine Zufahrt zum meinem Anwesen von der Rückseite und könnte
so besser den Hecken und Grünschnitt, so wie Baumaterial an und abfahren. Der Weg soll rechts und links mit Obstbäumen bepflanzt werden und dann auch zum besseren ernten der Früchte dienen. Ist das zulässig und was ist zu beachten ?
Darf ich am Ende des Weges auch einen Unterstand, Schuppen, oder ähnliches für meine Arbeitsgeräte (Traktor, Rasenmäher,etc)und Brennholz bauen

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Sehr geehrter Fragesteller,


vielen Dank für Ihre Anfrage, welche ich - die Richtigkeit Ihrer Angaben vorausgesetzt - anhand der von Ihnen gemachten Angaben gerne wie folgt summarisch beantworten möchte:

Grundsätzlich bedarf die Errichtung von baulichen Anlagen einer Baugenehmigung, es sei denn, die Saarländische Bauordnung sieht hiervon eine Ausnahme vor, § 60 SBauO.

1.
Gemäß § 2 Abs. 1 Nr. 1 SBauO gelten Aufschüttungen und Abgrabungen als bauliche Anlage. Ihrer Sachverhaltsschilderung entnehme ich, dass Sie durch Aufschütten von Schotter einen 120m langen Weg auf Ihrem Grundstück errichten wollen. Insbesondere erwarten Sie sich hierdurch eine Begradigung des hängenden Grundstücks. Demzufolge wäre für die Errichtung grundsätzlich eine Baugenehmigung erforderlich.

Gemäß § 61 Nr.11 h SBauO ist jedoch eine Aufschüttung und Abgrabung bis zu 2 m Höhe oder Tiefe und 36 m² Grundfläche genehmigungsfrei. Soweit Ihr Grundstück im Außenbereich liegt ist sogar eine Aufschüttung von 300 m² Grundfläche genehmigungsfrei.

Diesbezüglich wäre es daher erforderlich, die von Ihnen beanspruchte Grundfläche genau zu berechnen.

2.
Inwiefern der Bau Ihres Unterstandes genehmigungspflichtig ist, hängt entscheidend von der Art der Ausführung ab. Es ist davon auszugehen, dass der Unterstand mit dem Erdboden fest verbunden wird und damit auch als bauliche Anlage zu qualifizieren ist. Wie Sie selber schildern, soll der Unterstand sogar dem Schutz Ihres Traktors dienen. Mithin ist er sogar gemäß § 2 Abs. 2 SBauO als Gebäude einzustufen.

Gemäß § 61 Nr. 1 a SBauO sind eingeschossige Gebäude mit einer Bruttogrundfläche von 10 m² genehmigungsfrei.

Ebenso bedarf die Errichtung von Garagen einschließlich Abstellraum mit einer mittleren Wandhöhe bis zu 3 m und bis zu 36 m² Bruttogrundfläche keiner Baugenehmigung, § 61 Nr. 1 b SBauO.

Gleiches gilt für Gebäude ohne Feuerstätten bis zu 100 m² Brutto-Grundfläche und mit einer traufseitigen Wandhöhe bis zu 5 m, die einem land- oder forstwirtschaftlichen Betrieb dienen und nur zur Unterbringung von Sachen bestimmt sind, § 61 Nr. 1 c SBauO.

Eine abschließende Prüfung ist aufgrund Ihrer Sachverhaltsschilderung leider nicht möglich. Es bietet sich an, Ihr Bauvorhaben mit der Genehmigungsbehörde abzustimmen.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Prüfung der Rechtslage eine erste rechtliche Orientierung vermittelt zu haben. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass diese Plattform eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann, sondern ausschließlich dazu dient, eine erste überschlägige Einschätzung Ihres Rechtsproblems von einem Rechtsanwalt zu erhalten.

Sofern Sie eine abschließende Beurteilung Ihres Sachverhaltes wünschen, empfehle ich, einen Rechtsanwalt Ihres Vertrauens zu kontaktieren und die Sachlage mit diesem konkret zu erörtern. Gerne bin ich bereit, diese Aufgabe für Sie zu übernehmen. Hierfür bin ich jederzeit für Sie telefonisch und per E-Mail erreichbar.


Mit freundlichen Grüßen


Philipp Achilles
Rechtsanwalt
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Gisselberger Straße 31
35037 Marburg

Telefon: 06421 - 167129
Fax: 06421 - 167132

achilles@haftungsrecht.com
www.haftungsrecht.com




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