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privater Stromanbieter


| 05.03.2005 00:25 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Sehr geehrte Damen und Herren,
seit geraumer Zeit habe ich Probleme mit meinem privaten Stromanbieter GGEW in Bensheim. Ich habe mich bei diesem Unternehmen am 15.07.03 zur Stromabnahme angemeldet, was auch prima funktionierte. Am 23.09.04, also erst ein Jahr danach, erhielt ich erst das Bestätigungsschreiben und die angeforderten Abschlagszahlungen in Höhe von 25 Euro monatlich. Diese sollten per Lastschrifteneinzug abgebucht werden. Doch dies geschah nicht. In dem vergangenen Jahr habe ich per Telefon und auf schriftlichem Wege versucht, das das Unternehmen die Abschlagsbeträge einzieht - ohne Erfolg. Ich bekam keinerlei Reaktionen auf meine Schreiben. Am Telefon sagte man mir nur, das es weitergeleitet wurde. Nach diesem Jahr, genau mit Schreiben des Unternehmens vom 02.10.04 übersandte man mir eine Rechnung in Höhe von 214,07 Euro. Diese wollte man nun auf einmal von mir haben. Da ich jedoch hierzu finanziell nicht in der Lage war, schrieb ich die GGEW am 06.10.04 an, das dies so nicht ginge und bat das Unternehmen, bis auf weiteres von meinem Konto 50,00 Euro monatlich einzuziehen, um Abschläge und Rechnungsrückstand tilgen zu können.Doch auch dieses Schreiben blieb unbeantwortet und man buchte mir die 214,07 Euro komplett ab. Also biss ich in den sauren Apfel und ließ es dabei und musste mich eben in dem Monat etwas einschränken. Darauf hin, mit meinem Schreiben vom 20.10.04 entzog ich der GGEW die von mir erteilte Einzugsermächtigung und forderte sie auf, nichts mehr abzubuchen. Alle Beträge würden von mir nunmehr per Überweisung getätigt. Auch dieses Schreiben wurde ignoriert und weiterhin die Abschläge abgebucht. Nun, mit Schreiben vom 20.01.05 erhielt ich erneut eine Rechnung in Höhe von 371,32 Euro, welche das Unternehmen abbuchen wollte. Erneut schrieb ich die GGEW an und teilte ihnen mit Schreiben vom 29.01.05 mit, das keine Einzugsermächtigung mehr vorliege und Rechnungsbeträge überwiesen werden. Zeitgleich wurde die Rechnung reklamiert, da die aufgeführten Posten z.T. nicht korrekt erfasst wurden und es wurde um Übersendung einer neuen Rechnung gebeten. Ausdrücklich habe ich in diesem Schreiben erwähnt, das bei erneuter Abbuchung rechtliche Schritte eingeleitet werden.Am 11.02.05 wurde erneut der Rechnungsbetrag in Höhe von 371,32 Euro abgebucht. Also wieder ein Schreiben ohne Reaktion. Nunmehr wurde Unterlassungsklage beim Amtsgericht Wiesbaden eingereicht, um weitere Kontobelastungen zu vermeiden. Jetzt, mit Schreiben der GGEW vom 28.02.05 übersandte man mir eine Mahnung über den Rechnungsbetrag von 371,32 Euro zzgl. Mahnkosten, da der Betrag mangels Deckung nicht eingezogen werden konnte. Eine neue Rechnung übersandte man mir aber nicht.

Jetzt meine Frage:
Was soll ich denn nur noch gegen diese Firma tun? Kann ich ein Sonderkündigungsrecht in Anspruch nehmen und ohne Fristeinhaltung zum örtlichen Versorger wechseln? Kann mir die GGEW den Strom abstellen?

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Sehr geehrter Ratsuchender,

wegen es offenbar zerstörten Vertrauensverhältnis künnen Sie den Vertrag kündigen und zum örtlichen Versorger wechseln.

Allerdings muss ich ehrlich zugeben, dass ich auch Ihr Verhalten nicht so ganz verstehe. Hier wäre es duch ein Leichtes gewesen, nach Widerruf der Einzugsermächtigung einen Dauerauftrag einzurichten, oder aber monatliche 50,00 EUR per Überweisung zu zahlen, so dass Rückstände (egal in welcher Höhe) dann nicht angefallen wären.

Sofern Sie selbst ausführen, dass Rückstände - wenn auch in geringerer Höhe - bestehen, sollten Sie diese so bald wie möglich ausgleichen, da Sie sich zumindest in der geringeren Höhe nach Ihrem Vortrag in Verzug befinden. Sie müssen dann auch in der Tat damit rechnen, dass der Strom gesperrt wird.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 05.03.2005 | 11:52

muss der private Stromanbieter den Zähler für den örtlichen Versorger bei einer fristlosen Kündigung freigeben, auch wenn ich noch einen Zahlungsrückstand habe?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 05.03.2005 | 12:12

Grundsätzlich schon, da Sie ein Recht auf Versorgung haben.

Es könnte allerdings sein, dass in Ihrem Vertrag wirksam (das wäre aber die Frage) etwas anderes geregelt ist. Sprechen Sie mit dem örtlichen Versorger über die Wechselabsicht; in vielen Fällen regeln diese es mit dem Vorversorger.

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"auch wenn ich nun nicht weiß, was ich bzüglich der angeforderten neuen Stromrechnung unternehmen soll, fand ich die Beratung sehr hilfreich für mich. Nochmals vielen Dank."
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