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private Schuldschein


10.05.2007 11:50 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen



Sehr geehrte Damen und Herren,
wir haben unserer Tochter zinslos Geld seit 2003 bis zum heutigen Tag geliehen. Dafür liegen Schuldscheine mit Datum und Rüchzahlungstermine vor. Die Rückzahlungstermine wurden teilweise in beiderseitigem Einvernehmen auf einen späteren Zeitpunkt geändert.
Wann beginnt die Verjährungsfrist, Tag des Schuldscheins oder Rüchzahlungstermin ? Was ist zu tun, um generell den Anspruch aufrecht zu erhalten ? Reicht die Veränderung der Rückzahlungstermine oder sind Mahnungen (privat o. gerichtlich)
unerläßlich ?
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für die Einstellung Ihrer Frage.

Zunächst möchte ich Sie darauf hinweisen, dass dieses Forum lediglich eine erste rechtliche Orientierung bieten soll, die in keinem Fall die Beratung durch einen Anwalt / Anwältin ersetzen kann.

Die rechtliche Beurteilung kann unter Umständen anders ausfallen und somit zu einem anderen Ergebnis führen, wenn bestimmte Angaben hinzugefügt oder weggelassen werden.

Ihre Frage beantworte ich aufgrund der von Ihnen gemachten Angaben und unter Betrachtung Ihres Einsatzes, wie folgt:

Bei der Beantwortung gehe ich davon aus, dass zwischen Ihnen und Ihrer Tochter keine vom Gesetz abweichenden Regelungen hinsichtlich der Verjährung getroffen wurden.

Die von Ihnen gewährten Darlehen unterliegen der regelmäßigen Verjährung nach § 195 BGB.

Der Beginn der Verjährung beginnt nach § 199 Abs. 1 Nr. 1 BGB mit dem Schluss Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist. In Ihrem Fall wurden feste Rückzahlungstermine festgelegt. Somit entsteht Ihr Anspruch grundsätzlich auch erst ab diesem Termin. Die Verjährung beginnt somit am Ende des Jahres in dem der Rückzahlungstermin liegt.

Grundsätzlich ist es möglich in beiderseitigem Einvernehmen die Rückzahlungstermine zu verändern und somit auch die Verjährung hinauszuschieben. Allerdings ist eine Einseitige Veränderung nicht möglich.

Die Verjährung kann durch Verhandlungen (§ 203 BGB) oder Rechtsverfolgung (§ 204 BGB) gehemmt werden. Andere Hemmungstatbestände scheinen bei Ihnen nicht einschlägig.

Ich hoffe ich konnte Ihnen mit der Antwort weiterhelfen. Sollten Sie noch weiteren Klärungsbedarf haben, nutzen Sie bitte die Möglichkeit der kostenlosen Nachfrage.

Mit freundlichen Grüßen

Christopher Tuillier
Rechtsanwalt

info@rechtsanwalt-tuillier.de
www.rechtsanwalt-tuillier.de

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