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private Nutzung eines Dienstwagens


22.02.2008 14:55 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Joachim



Sehr geehrte Damen und Herren,

mein Sohn arbeitet getrennt von seiner Berliner Familie mit 2.Wohnsitz in Köln. Der Arbeitgeber stellt ihm einen Dienstwagen zur Verfügung, den er auch privat nutzen kann.

Jetzt hörte er, dass dafür Steuern gezahlt werden müssen:
1% des Neuwertes (des Fahrzeuges) je Monat
und 0,3% des Neuwertes (des Fahrzeuges) pro km Abstand vom Wohnort

Jetzt ist ihm unklar, wie soll das berechnet werden, da er den Wagen überwiegend beruflich nutzt und damit täglich mehrere Baustellen im Kölner Raum kontrolliert? Gilt als Berechnungsort
der 2. Wohnsitz Köln oder der 1.Wohnsitz Berlin, wo er ca 2mal monatlich Ehefrau und Kinder am Wochenende besucht?

Kann er weiterhin doppelte Haushaltführung geltend machen, oder entfällt dies? Bekommt er die Pendlerpauschale oder km-Geld ?

Ich danke Ihnen für ihre Bearbeitung der Fragen und verbleibe,

mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrte Fragestellerin,

herzlichen Dank für das entgegengebrachte Vertrauen und Ihre Fragen.

1.
Grds. ist der Wohnsitz zu wählen, von dem die jeweiligen Fahrten mit dem Dienstwagen beginnen. Dies wäre in Ihrem Fall der 2.Wohnsitz am Arbeitsort. Nur, wenn er dienstlich den 1. Wohnsitz anfahren würde, könnte dieser als Berechnungsgrundlage dienen.

Da Sie jedoch angeben, dass dieser nur zu den Familienheimfahrten aufgesucht wird, bleibt bei der Berechnung der km nur der 2. Wohnsitz am Arbeitsort.

Für den 1. Wohnsitz gelten somit die Regelungen über die Familienheimfahrten mit der entsprechenden Verpflichtung, den geldwerten Vorteil für die Fahrt nach Hause ebenfalls zu versteuern.
Wird der geldwerte Vorteil aus der Überlassung eines betriebseigenen PKW an den Arbeitnehmer nach der sog. 1 v. H.-Regelung ermittelt, ist dem Arbeitslohn zusätzlich ein geldwerter Vorteil zuzurechnen, wenn der Arbeitnehmer das betriebseigene Fahrzeug sowohl für Fahrten Wohnung - Arbeitsstätte als auch für wöchentliche Familienheimfahrten bei doppelter Haushaltsführung benutzt (FG Nürnberg III 102/92).
2.
Dagegen kann Ihr Sohn aber die Kosten der doppelten Haushaltsführung ohne weiteres voll und wie bisher ansetzen.

Der Ansatz der Pendlerpauschale ist ebenfalls möglich. Für die Wege zur Arbeit werden nochmals 0,03 % des Listenpreises je km pro Monat als Einkommen versteuert. Dafür kann dann die Pauschale als Werbungskosten angesetzt werden.

Ich hoffe, Ihre Fragen hilfreich beantwortet habe und stehe Ihnen gerne weiterhin zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen


Christian Joachim
-Rechtsanwalt-


www.stracke-und-collegen.com


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