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private Krankenversicherung/ private Berufsunfähigkeitsversicherung

12.02.2013 10:53 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin weiblich, 46 Jahre alt und seit 2000 privat krankenversichert. Zur gleichen Zeit habe ich mich auch privat gegen Berufsunfähigkeit versichert. Im Jan 2011 bin ich an Krebs erkrankt und habe nach OP und Chemotherapie einige Monate wieder gearbeitet. Leider habe ich im Dezember 2011 und Mai 2012 einen Rückfall erlitten und bin seitdem in Dauertherapie und nicht arbeitsfähig.
Meine KK hat immer anteilig Krankentagegeld gezahlt. Jetzt hat meine BU, da sie der Meinung ist, das ich schon seit Jan 2011 50% bu bin, mir den kompletten Betrag ab Jan 2011 nachgezahlt, daraufhin fordert meine KK jetzt das komplette Krankentagegeld zurück und verweist darauf, das ich eine Rentenzahlung beziehe (egal woher die kommt) und somit der Krankentagegeld Versicherungsschutz entfällt und die Zahlungen wurden sofort eingestellt. Ich habe jetzt Erwerbsunfähigkeitsrente beantrag, aber das kann dauern.
Mir würde eine riesige Versorgungslücke entstehen...müsste ich dann von Jan 2011 bis auf weiteres von meiner privaten BU leben.
Aus den Versicherungsbestimmungen geht das nicht klar hervor.
Was empfehlen Sie?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


1)
Leider ist es so, dass mit Eintritt der Berufsunfähigkeit die Versicherungsfähigkeit wegfällt. Dies ist in § 15 MB/KT also den Musterbedingungen für die Krankentagegeldversicherungen geregelt, die wahrscheinlich auch in Ihrem Vertrag aufgenommen wurden. Dies hat zur Konsequenz, dass auch der Versicherungsverhältnis endet und zwar in Ihrem Fall spätestens drei Monate nach dem Wegfall.

Ab diesem Zeitpunkt braucht die Versicherung nicht mehr zu leisten und kann auch bereits gezahlte Beiträge rückwirkend zurückfordern.

Entsprechendes gilt auch bei Bezug einer Erwerbsunfähigkeitsrente.

Berücksichtigen Sie hierbei aber, dass dies nur dann gilt, wenn dies so in Ihrem Versicherungsbedingungen vereinbart wurde. Da dies allerdings standardmäßig der Fall ist, kann hiervon ohne gegenteilige Anhaltspunkte ausgegangen werden. Trotzdem sollten Sie Ihren Vertrag nach einer solchen Klausel durchsuchen. Dies gilt insbesondere vor dem Hintergrund, dass Sie eine solche Regelung nicht finden konnten.

2)
Um Ihre Kosten auf der Ausgabenseite zur kürzen, könnte daher anzuraten sein, einen niedrigeren Tarif bei Ihrer Krankenkasse zu wählen.

Darüber hinaus können Sie versuchen, Zuschüsse zu Ihrer privaten Krankenversicherung bei der Deutschen Rentenversicherung geltend zu machen, falls dies noch nicht geschehen ist.

Eine darüber hinausgehende rechtliche Möglichkeit bestünde nur in dem Sinne, dass festgestellt wird, ob die genannten Bedingungen tatsächlich vorliegen, d.h. ob tatsächlich Berufsunfähigkeit vorliegt. Als berufsunfähig gelten Sie, wenn Sie nach medizinischem Befund in Ihrem bisher ausgeübten Beruf auf nicht absehbare Zeit mehr als 50 % erwerbsunfähig sind. Es müsste demnach gutachterlich festgestellt werden, ob Sie nach Ihrem Gesundheitsstand diese Marke überschreiten. Entscheidend ist dabei auch, ob Sie der Prognose nach auf nicht absehbare Zeit berufsunfähig sind. Dies alles müsste anhand Ihrer gesamten Untersuchungsergebnisse festgestellt werden.

Leider kann ich Ihnen keine für Sie günstigere Auskunft erteilen.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
André Meyer, Rechtsanwalt

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