Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
483.888
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

private Krankenversciherung Vorerkrankung verschwiegen


29.11.2011 14:36 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht



Ich bin Beamter und bin momentan durch freie Heilfürsorge krankenversichert. Im Ruhestand muss ich 30% meiner Krankenkasse privat versichern, den RET übernimmt die Beihilfe. Vor über 20 Jahren habe ich eine Anwartschaftsversicherung abgeschlossen. Ich habe damals auf telefonischen Rat eines Mitarbeiters der Pkv verschwiegen, dass ich eine Alkoholtherapie und eine Lungenoperation hinter mir habe. Die Auskunft des Mitarbeiters war, wenn bis zum Pensionsalter keine Wieder- oder Neuerkankung in diesen Bereichen hinzu kommt spielt das dann keine Rolle. Nun bin ich aber doch unsicher. eine Frage: Soll ich der Pkv den Sachverhalt so mitteilen und um einen Vorschlag zur Neugestaltung des Vertrags bitten oder soll ich gleich die Anwartschaft kündigen und die 30% im Basistarif versichern lassen?

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts beantworten möchte:

Soll ich der Pkv den Sachverhalt so mitteilen und um einen Vorschlag zur Neugestaltung des Vertrags bitten oder soll ich gleich die Anwartschaft kündigen und die 30% im Basistarif versichern lassen?

Man kann zwar die Frage nicht eindeutig beantworten. Es kommt nämlich auf weitere Tatsachen an.

Täuschung durch Verschweigen früherer oder gegenwärtiger Krankheiten, insbesondere wegen Behandlung von Alkoholmißbrauch (KG Berlin, VersR 2007, 234) begründen Arglist i.S.d. § 22 VVG i.V.m.§ 123 BGB. Allerdings beträgt die Anfechtungsfrist gem. § 124 BGB höchstens 10 Jahre seit der Abgabe der Willenserklärung, so dass diese nicht mehr anfechtbar wäre. Allerdings kann der Versicherer Ihrem Anspruch auf Erbringung von Leistungen seinen Schadensersatzanspruch gem. §§ 826, 823 Abs. 2 BGB auch nach der Ablauf der Frist entgegenhalten. Daher wären alle Leistungen, die auf das Alkoholproblem oder Lungenkrankheit zurückzuführen sind, mit dem Schadensersatzanspruch des Versicherers aufrechenbar. Wenn aber diese Probleme oder Krankheiten gelöst bzw. geheilt sind, und Sie sicher sind, dass keine neuen dadurch verursachte Erkrankungen in Betracht kommen, so können Sie die Anwartschaft in Anspruch nehmen.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten Einblick in die Rechtslage ermöglicht zu haben. Diese Beratung kann nicht eine mündliche Beratung durch einen Rechtsanwalt vor Ort ersetzen.

MIt freundlichen Grüßen


Edin Koca
Rechtsanwalt


Wir
empfehlen

Die Anwalt Flatrate

Sie sind Arzt und arbeiten den ganzen Tag zum Wohle Ihrer Patienten?

Mehr Informationen
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60938 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Herr Bohle hat unmißverständlich und ausführlich Klärung zu der gestellten Frage herbeigeführt. Die Beantwortung einer Nachfrage erfolgte umgehend in der selben guten Qualität. Herr Bohle ist aus dieser Erfahrung uneingeschränkt ... ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen Dank für die schnelle, freundliche und ausführliche Antwort! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen herzlichen Dank für die ausführliche und sehr kompetente Antwort! ...
FRAGESTELLER