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private Finanzierung


08.02.2005 12:17 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



ich brauche folgenden Rat

nach einer Darlehenskündigung mit sofortiger Rückzahlung oder Zwangsversteigerung, habe ich mich um ein privates Darlehen gekümmert.
Die Firma X besichtigte das Haus und rät mir zu einer privaten Ablösung.
Ich unterschrieb einen Vertrag indem folgendes vereinbart wurde:
Frau ...... beauftragt Herrn ....... mit der Beschaffung eines Kredites in Höhe von ( wird noch berechnet)
Die Vertragsparteien vereinbaren eine Provision in Höhe von 3%
des Darlehenvertrages.
Frau ...... ist zur Zahlung der vereinbarten Provision verpflichtet, wenn infolge der Vermittlung odes des Nachweises des Darlehenvermittlers das Darlehen an Frau ,,,,,,, ausgezahlt wird und ein Wiederrufsrecht nach § 315 BGB nicht mehr möglich ist.
Es wird vereinbart, dass Herr ...... entstandenen, erforderlichen Auslagen zu erstatten sind. Frau ....... zahlt darauf pauschal einen Betrag in Höhe von Euro 700 am 3.7.2004

Nach Rücksprache mit der Bank, gingen dort keinerlei Schreiben ein, die mit einer Ablösung der Summe zu tun hatten.
Somit wurde das ganze zum Gericht gegeben und die Zwangsvollstreckung angekündigt.

Der Zwangsvollstreckungstermin war anberaumt für Anfang Dezember.
Mitte Oktober kam ein Anruf, dass die Finanzierung stehe und man aber für die Abwicklung nochmals 500 Euro zur Verfügung stellen sollte.
Da ich nicht in der Lage war, diese auch noch aufzubringen, beauftragte ich meine Eltern diese für mich zu übernehmen.
Per Postanweisung wurden am 10.10. die 500 Euro direkt an Herrn ........überwiesen, das heisst 540 Euro mussten gezahlt werden wegen einer Schnellpostüberweisung.
2 Tage später wurde Herrn .......... mitgeteilt, dass keine Finanzierung gemacht werden braucht, da sich meine Eltern um eine Finanzierung kümmerten. Man forderte Herrn ....... auf, die 500 Euro zurückzuüberweisen.
Bis heute ist dies nicht geschehen.
Nach einem Telefonanruf Anfang dieser Woche, teilte uns Herr ........ mit, dass er die 500 Euro an den Vermittler zahlen musste, da die Finanzierung stand.

Kann ich hier irgendwas unternehmen, um an das Geld zu kommen?
Zu einer Auszahlung kam es nicht, das Haus wurde Anfang Dez. zwangsversteigert.

Herr ....... besichtigte das Haus an einem Wochenende zusammen mit seiner Gattin und hatte ca. 400 km Anfahrtsweg.
Ich weiss nicht, ob die 700 Euro Vorauszahlung rechtens waren, denn zu einer Darlehensauszahlung kam es ja nicht.
Insgesamt wurden 1.200 Euro gezahlt.

Für eine Antwort was ich ggfl.tun kann, wäre ich sehr dankbar.

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Sehr geehrte Ratsuchende,

hier sind Sie offenbar an einen "Kedithai" geraten. Grundsätzlich ist es so, dass Sie -ohne den Vertrag genau zu kennen, den man im Einzelnen überprüfen müsste-, dass hier offenbar Ihre Notlage und Unerfahrenheit ausgenutzt worden ist.

Schreiben Sie den Herren daher per Einschreiben/Rückschein an und erklären Sie die Anfechtung des Vertrages. Fordern Sie ihn weiter auf, die gezahlten Beträge zurückzuzahlen und setzen Sie ihm eine genaue Frist (z.B. 23.02.05).

Ich gehe nicht davon aus, dass die Zahlung erfolgen wird, so dass dann nur noch der Gang um Gericht übrig bleibt. Zuvor sollten Sie den Vertrag aber durch einen RA überprüfen lassen.

Daneben steht zu vermuten, dass der Herr überhaupt nichts geleistet und es nur auf die Vorauszahlungen abgesehen hat. Sie können auch daran denken, den gesamten Vorfall durch die Staatsanwaltschaft überprüfen zu lassen, wozu ich dringend rate. Schildern Sie dort den gesamten Sachverhalt und stellen Sie Strafantrag.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 08.02.2005 | 12:44

vielen Dank für Ihre rasche Antwort
was ich vergessen hatte, diese Firma arbeitet sehr eng mit einem Rechtsanwalt zusammen, welcher Fachanwalt für Zwangsversteigerungen ist.
Diesen Anwalt haben wir zusammen mit Herrn .... aufgesucht und der riet uns, dass meine Eltern dieses Haus ersteigern sollten.
Nach dessen Anweisungen ist es auch dann so geschehen.

Nach Rücksprache bei diesem Anwalt, dass wir diese hohen Kosten an Herrn ......... gezahlt hatten, sagte dieser nur, dass er mit den Kosten von Herrn ...... nichts zu tun hätte.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 08.02.2005 | 12:54

Nun rate ich Ihnen erst Recht, Strafanzeige zu stellen. Offenbar wurden Sie wirklich nur um die Vorauszahlung "geprellt".

Die Strafanzeige können Sie bei der Staatsanwaltschaft bei dem Landgericht Kiel, Schützenwall 31, 24114 Kiel stellen. Fügen Sie der Anzeige aussagekräftige Unterlagen und Notizen bei.

So, wie Sie es schildern, kann es nun wirklich nicht laufen.

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