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privatdarlehen' jeder 1. eines monats als fester termin'anspruch verjährung


| 12.01.2018 14:04 |
Preis: 48,00 € |

Kredite


Beantwortet von



guten tag
betrift: darlehensvertrag von 1997 von privat zu privat.
1. darlehen . juni 96 35 tausen DM und rückzahlung juni 96 8500 DM
2. darlehen juni 97 0 rückzahlung
3. darlehen okt. 97 0 rückzahlung.
"darlehensnehmer hat den darlehensbetrag in monatl. raten i. h. v. 500 DM
zu jedem 1. eines jeden monats zurückzuführen",

"kommt der darlehensnehmer mndestens mit 1 monatsrate in verzug, ist -geberrin berechtigt,
verbleibende summe in einem betrag zu fordern".

(die -gebern hat nichts mehr zurückgefordert, nicht gemahnt u. -vertag wurde vn beiden nicht gekündig).

"nach ableben der darlehensgeberin tritt die schwester des darlehensnehmers an stelle der darlehensgeberin".
lt. ehem. rechtsanwalt, der den darl.-vertrag verfasste, sollte ich (als schwester) den vertrag aufbewahren
." er enthält passus zu meinen gunsten" !

ich kann erkennen, als schwester, , dass ich a n s p r u c h haben könnte !
möchte wissen, ob verjährung eingetreten ist.

auf mein einschreiben v. juni 2017
"..ich bin mit montl. ratenzahlunen i.h.v. 100 euro einvestanden, und die erste rate soll bis zum 30. juni 2017 auf
meinem u.a. konto sein. und jede weitere rate soll jeweils zum letzten eines monats auf meinem konto verbucht sein",
kam keine antwort .
bei menem anruf von gestern wurde hörer v. schuldner aufgelegt mit bemerkung " die sache interessiert mich nicht".

, kann ich ohne mahnung , evtl.mit jur. hilfe, meine momentane forderung
aus juni 2017 bis jan. 2018 eintreiben?
oder
ist evtl. der o. g. restbetrag aus dem kredit zu grunde zu legen, so daß ,
dann streitwert u. gerichtsgebühren sehr hoch u. im verhältnis zu evtl. erfolg
eher einen knieschuß für mich bedeuten könnte?

der bruder, 76 jahre, lebt jahre nach kreditaufnahme mit ehefrau in ETW au f ihren namen.
meine rente 1300 euro.

mit freundlichen grüßen




.
12.01.2018 | 17:20

Antwort

von


62 Bewertungen
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04318 Leipzig
Tel: 015731344210
Tel: 034197475372
Web: http://www.kanzlei-vicky-neubert.de
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ohne dass der Vertrag mir vorliegt und anhand Ihrer Angaben kann ich Ihnen folgende Einschätzung geben:
Zur Gesetzeslage:
Zu Grunde zu legen bei einer Verjährungsfrist ist: § 195 BGB, die Frist beginnt zu laufen gem § 199 I BGB mit dem Schluss des Jahres in dem der Anspruch entstanden ist (Nr. 1) und der Gläubiger von den den Anspruch begründenden Umständen und der Person des Schuldners Kenntnis erlangt oder ohne grobe Fahrlässigkeit erlangen müsste (Nr. 2).
Gesetzesauszug:

§195 BGB
"Die regelmäßige Verjährungsfrist beträgt drei Jahre."

§ 199 I BGB
(1) Die regelmäßige Verjährungsfrist beginnt, soweit nicht ein anderer Verjährungsbeginn bestimmt ist, mit dem Schluss des Jahres, in dem

1.der Anspruch entstanden ist und
2.der Gläubiger von den den Anspruch begründenden Umständen und der Person des Schuldners Kenntnis erlangt oder ohne grobe Fahrlässigkeit erlangen müsste.

(2) Schadensersatzansprüche, die auf der Verletzung des Lebens, des Körpers, der Gesundheit oder der Freiheit beruhen, verjähren ohne Rücksicht auf ihre Entstehung und die Kenntnis oder grob fahrlässige Unkenntnis in 30 Jahren von der Begehung der Handlung, der Pflichtverletzung oder dem sonstigen, den Schaden auslösenden Ereignis an.
(3) Sonstige Schadensersatzansprüche verjähren

1.ohne Rücksicht auf die Kenntnis oder grob fahrlässige Unkenntnis in zehn Jahren von ihrer Entstehung an und
2.ohne Rücksicht auf ihre Entstehung und die Kenntnis oder grob fahrlässige Unkenntnis in 30 Jahren von der Begehung der Handlung, der Pflichtverletzung oder dem sonstigen, den Schaden auslösenden Ereignis an.

Maßgeblich ist die früher endende Frist.
(3a) Ansprüche, die auf einem Erbfall beruhen oder deren Geltendmachung die Kenntnis einer Verfügung von Todes wegen voraussetzt, verjähren ohne Rücksicht auf die Kenntnis oder grob fahrlässige Unkenntnis in 30 Jahren von der Entstehung des Anspruchs an.
(4) Andere Ansprüche als die nach den Absätzen 2 bis 3a verjähren ohne Rücksicht auf die Kenntnis oder grob fahrlässige Unkenntnis in zehn Jahren von ihrer Entstehung an.
(5) Geht der Anspruch auf ein Unterlassen, so tritt an die Stelle der Entstehung die Zuwiderhandlung.
In zahlreichen Fällen, in welchen jemandem ein Darlehen zur Verfügung gestellt wird, wurde vertraglich eine Zeit bestimmt, innerhalb welcher das Darlehen ganz oder teilweise zurückzuzahlen ist. Der Anspruch entsteht damit in diesem Zeitpunkt. Denn Voraussetzung für die Anspruchsentstehung ist die Fälligkeit des Anspruchs, also dass dieser im Wege der Klage geltend gemacht werden kann.

Beispiel:
Wurde ein Darlehen am 01.01.2012 ausgezahlt und soll der Schuldner dieses bis zum 15.04.2012 vollständig zurückzahlen, so begann die Verjährungsfrist am 01.01.2013 zu laufen und endete mit Ablauf des 31.12.2015. Ab dem 01.01.2016 um 0 Uhr konnte der Schuldner sich auf die Einrede der Verjährung berufen.

In Ihrem Fall kann ich Ihren Angaben keinen Zeitpunkt entnehmen, bis zu welchem das Darlehen zurückgezahlt werden sollte.
In diesen Fällen greift § 488 III 1 BGB, wonach die Fälligkeit davon abhängt, dass der Darlehensgeber oder der Darlehensnehmer kündigt. Sofern eine solche Kündigung nicht erfolgt, beginnt die Verjährungsfrist damit nicht zu laufen.

Damit ist die Antwort: Verjährung ist nicht eingetreten.
Sollte der Schuldner die Leistung endgültig verweigern und dass kann ich Ihren Angaben entnehmen, dann bedarf es keiner Mahnung, siehe § 286 Abs. 2 Nr. 3 BGB.

§ 286
Verzug des Schuldners

(1) 1Leistet der Schuldner auf eine Mahnung des Gläubigers nicht, die nach dem Eintritt der Fälligkeit erfolgt, so kommt er durch die Mahnung in Verzug. 2Der Mahnung stehen die Erhebung der Klage auf die Leistung sowie die Zustellung eines Mahnbescheids im Mahnverfahren gleich.

(2) Der Mahnung bedarf es nicht, wenn
1. für die Leistung eine Zeit nach dem Kalender bestimmt ist,
2. der Leistung ein Ereignis vorauszugehen hat und eine angemessene Zeit für die Leistung in der Weise bestimmt ist, dass sie sich von dem Ereignis an nach dem Kalender berechnen lässt,
3. der Schuldner die Leistung ernsthaft und endgültig verweigert,
4. aus besonderen Gründen unter Abwägung der beiderseitigen Interessen der sofortige Eintritt des Verzugs gerechtfertigt ist.

Mein Rat wäre, einen Kollegen mit der Geltendmachung der Forderung zu beauftragen, der dann notfalls auch den Klageweg beschreitet. Im Falle des Erfolges, der hier höchstwahrscheinlich ist, wird die Kostennote des Kollegen dann vom Anspruchsgegner zu begleichen sein.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin Vicky Neubert, Dipl.-Jur.

Nachfrage vom Fragesteller 12.01.2018 | 21:24

sehr geehrte frau neubert - vielen dank für die information und rat, einen jur. zu beauftragen.

meine anschl. frage ist:

muß ein noch zu beauftragender RA das restl. darlehen zurückfordern
(dann ist doch vorauss. der streitwert so hoch, dass ich keine vorauszahlung der RA u. gerichtsgebühen machen kann
oder
kann er auch den teilbetrag ab meinem schreiben v. juni 2017 bis jetzt jan. 2018
fordern?

mit freundlichen grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 12.01.2018 | 22:10

Sehr geehrte Fragestellerin,

Ich würde Sie bitten, mir an meine hinterlegte e-Mail Adresse den Darlehensvertrag zu senden. Ich möchte den genauen Wortlaut des Vertrages gern noch einmal prüfen um ggf. meine bisherige Antwort zu bestätigen oder zu korrigieren.

Selbstverständlich Fällen dafür keine weiteren kosten an.

MfG Neubert


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