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privat Geld ausgeliehen - Verjährung, Einrede

| 21.01.2009 15:40 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Michael Vogt


Guten Tag,
ich habe im August 2001 an eine Verwandte einen Geldbetrag in Höhe
von 4700,00 DM ausgeliehen(wurde von beiden Seiten unterschrieben).
Es wurde ein Abzahlungsbetrag von 255,65 Euro monatlich ab dem 01.03.02 vereinbart, erhalten habe ich jedoch nur 400,00 Euro.
Im Jahr 2004 habe ich 2x schriftlich angemahnt, danach immer nur mündlich. Bis heute ist jedoch kein weiteres Geld eingegangen.
Meine Frage kann das Geld nach der langen Zeit noch eingefordert werden oder ist das verjährt?
Vielen Dank

Sehr geehrte Ratsuchende,

Ihre Frage darf ich auf der Basis des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes gerne wie folgt beantworten:

Ansprüche aus Verträgen verjähren entsprechend § 195 BGB nach Ablauf von drei Jahren.

Die Frist beginnt hierbei gemäß § 199 Abs. 1 BGB grundsätzlich mit dem Schluss des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist.

Nachdem in Ihrem Fall der Vertrag 2001 geschlossen wurde, ist Ihre Forderung an sich Ende 2004 verjährt.

Eine Ausnahme hiervon macht § 212 BGB für die Fälle, in denen der Schuldner dem Gläubiger eine Abschlagszahlung leistet.

In diesem Fall beginnt die Verjährungsfrist mit Ablauf des Jahres zu laufen, in dem die letzte Rate bezahlt wurde.

Nach Ihrer Sachverhaltsschilderung gehe ich davon aus, dass die letzte Rate im Jahr 2002 gezahlt wurde.

Demnach ist Ihr Anspruch Ende 2005 verjährt.

Diese Verjährung wurde leider auch nicht durch Ihre Mahnungen gehemmt oder unterbrochen.

So hemmen nur die in § 204 BGB aufgeführten Maßnahmen, nicht jedoch eine normale Mahnung den Ablauf der Verjährung.

Die Verjährung ist rechtlich als so genannte Einrede ausgestaltet. Dies bedeutet, dass die Wirkungen der Verjährung erst dann eintreten, wenn sich der Schuldner ausdrücklich darauf beruft.

Sie können Ihren Anspruch daher theoretisch weiterhin gegenüber Ihrer Verwandten geltend machen und darauf hoffen, dass diese die Einrede der Verjährung eventuell aus eigener Unkenntnis nicht erhebt.

Sobald die Einrede jedoch erhoben wird, ist Ihr Anspruch nicht mehr durchsetzbar, so dass eine gerichtliche Geltendmachung extrem riskant und letztendlich leider nicht zu empfehlen ist.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort einen ersten Überblick über die Rechtslage verschafft zu haben.

Hierbei möchte ich Sie darauf hinweisen, dass es sich bei dieser Antwort, basierend auf Ihren Angaben, lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes handelt. Diese kann eine umfassende Begutachtung nicht ersetzen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.

Sie können natürlich gerne im Rahmen der Nachfrageoption auf diesem Portal oder über meine E-Mail-Adresse mit mir Verbindung aufnehmen.

Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Tag und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 27.01.2009 | 19:14

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