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plötzliche Trennung Auszug


| 20.07.2007 21:24 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Guten Tag,
zu den Umständen
unsere Ehe ist seit ca 1 Jahr in der Krise.
Am Donnerstag morgen, ich war auf dem weg zur Arbeit,teilte meine Frau mir mit das sie mit den Kindern auszieht.
Seit diesem Zeitpunkt war meine Frau zwei mal hier im gemeinsamen Haus um verschiedene persönliche Gegenstände von Ihr bzw. den Kindern abzuholen.
Sie wohnt z.Zt. mit den Kindern bei Ihrer Mutter.

Nun meine Fragen:

1. Muß ich die unangemeldeten Besuche dulden? bzw.darf Sie einfach so alles mitnehmen?
(mir ging es am Donnerstag nicht gut bekam Tabletten vom Arzt ging schlafen pltz. steht meine Frau vor mir,möchte ich jetzt nicht dauernd erleben)
2. Sie hatt die Kinder ja mitgenommen und verwehrt mir den Kontakt mit Ihnen und teilt mir nicht mit wie es diesen geht kann (darf) Sie das?
3.Sie möchte nicht mehr gemeinsam mit mir wohnen und mich aus dem Haus klagen(auf die Straße setzen lassen)klappt das so einfach? Oder muß ich jetzt das Haus räumen?
4. Wir hatten nie ein gemeinsames Konto sie jedoch Vollmacht für meine Konten wo sie sich immer holte was Sie braucht sollte ich die Vollmacht wiederrufen?
(Sie hatt eigenes Konto mit Kindergeldeingang eigenem Verdienst-nicht viel)

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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für die Einstellung Ihrer Frage.

Zunächst möchte ich Sie darauf hinweisen, dass dieses Forum lediglich eine erste rechtliche Orientierung bieten soll, die in keinem Fall die Beratung durch einen Anwalt / Anwältin ersetzen kann.

Die rechtliche Beurteilung kann unter Umständen anders ausfallen und somit zu einem anderen Ergebnis führen, wenn bestimmte Angaben hinzugefügt oder weggelassen werden.

Ihre Frage beantworte ich aufgrund der von Ihnen gemachten Angaben, wie folgt:

1. Ihre Frau hat kein Recht unangemeldet die Wohnung zu betreten. Selbst im Falle des Miteigentums an der ehemaligen Ehewohnung besteht kein Anspruch auf Betreten der Wohnung durch den ausgezogenen Ehegatten, wenn kein wichtiger Grund vorliegt; dies würde die Privatsphäre des verbliebenen Ehegatten verletzen (LG Saarbrücken FamRZ 2004, 1580). Bis zu einer möglichen Wohnungszuweisung ist Ihre Frau nicht berechtig die von Ihnen genutzte Wohnung gegen Ihren Willen zu betreten.
Ihre Frau darf daneben grundsätzlich nur persönliche Sachen aus der Wohnung mitnehmen. Gegenstände des Hausrats dürfen nicht einfach entfernt werden. Der Umgang mit Hausratsgegenständen ist in § 1361a BGB sowie der Hausratsverordnung geregelt. Hiernach kann jeder Ehegatte ihm gehörende Gegenstände herausverlangen, Gegenstände, die im gemeinsamen Eigentum stehen, müssen nach dem Grundsatz der Billigkeit verteilt werden. Hier hat Ihre Frau Anspruch auf solche Gegenstände, die sie zum Führen ihres Hausstandes überhaupt benötigt. Die Sachen der Kinder kann sie selbstverständlich herausverlangen.

2. Sie haben zusammen mit Ihrer Frau das gemeinsame Sorgerecht. Daher darf sie Ihnen auch nicht den Umgang mit Ihren Kindern verwehren. Sollte Ihre Frau Ihnen die Kinder weiterhin vorenthalten haben Sie die Möglichkeit Ihre Rechte als Vater notfalls gerichtlich durchzusetzen.

3. Die Zuweisung der Ehewohnung ist in § 1361b BGB geregelt. Hiernach kann ein Ehegatte verlangen, dass ihm der andere die Ehewohnung oder einen Teil zur alleinigen Benutzung überlässt, soweit dies auch unter Berücksichtigung der Belange des anderen Ehegatten notwendig ist, um eine unbillige Härte zu vermeiden. Was konkret unter unbilliger Härte zu verstehen ist, ist nicht abschließend geregelt. Eine unbillige Härte kann bereits dann gegeben sein, wenn das Wohl der im Haushalt lebenden Kinder beeinträchtigt ist (AG Saarbrücken NJW-RR 2003, 145). Ausgenommen sind allerdings bloße Unannehmlichkeiten oder Unbequemlichkeiten (AG Tempelhof-Kreuzberg FamRZ 2003, 532) Inwiefern in Ihrem Fall eine solche unbillige Härte vorliegt kann aufgrund des Sachverhaltes nicht ermittelt werden, daher kann auch nicht beurteilt werden, ob Ihre Frau die Wohnungszuweisung gerichtlich durchsetzen kann.

4. Sie sollten in jedem Fall die Vollmacht widerrufen. Wenn Ihre Frau ein eignes Konto besitzt und dort Ihr eigenes Einkommen erhält besteht grundsätzlich kein Grund auf Ihr Konto zuzugreifen. Allerdings sollten Sie beachten, dass Sie zum jetzigen Zeitpunkt schon den Kindern sowie wahrscheinlich auch Ihrer Frau gegenüber zum Unterhalt verpflichtet sind.

Sie sollten unbedingt einen Anwalt aufsuchen und mit diesem die Situation besprechen. Dieser kann Ihren Fall genau begutachten und mit Ihnen Lösungswege entwickeln.

Ich hoffe ich konnte Ihnen mit der Antwort weiterhelfen. Sollten Sie noch weiteren Klärungsbedarf haben, nutzen Sie bitte die Möglichkeit der kostenlosen Nachfrage.

Mit freundlichen Grüßen

Christopher Tuillier
Rechtsanwalt

info@rechtsanwalt-tuillier.de
www.rechtsanwalt-tuillier.de

Nachfrage vom Fragesteller 20.07.2007 | 22:58

Habe vergessen zu erwähnen in umserem Haus gibt es eine Einliegerwohnug.Diese wird sowieso zum 31.08.07 frei.
Habe Meiner Frau jetzt Angeboten das Sie mit den Kindern wie bisher in unserem Teil des Hauses wohnt und ich nach freiwerden der Wohnung freiwillig in die ELW ziehe.Dies wäre mit Vorteilen für alle(finanziel und räumlich der Kinder wegen)verbunden.Auf diesen Vorschlag von mir will sie aber zum jetzigen Zeitpunkt nicht eingehen was ich nicht verstehen kann.Kann sie mich zwingen mir eine Wohnung wo anders zu nehmen?

Übrigens war ich niemals gewalttätig gegen meine Frau oder Kinder.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 21.07.2007 | 08:39

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Wenn überhaupt besteht grundsätzlich nur ein Recht auf Zuweisung der ehemaligen Ehewohnung. Hiervon umfasst ist allerdings nur die bisher bewohnte Wohnung. Daher kann sie grundsätzlich nicht verlangen, dass Sie das Haus vollständig verlassen. Vielmehr ist es möglich in der Einliegerwohnung im gleichen Haus einzuziehen. Anders würde der Fall nur liegen, wenn dies für Ihre Frau eine unbillige Härte darstellen würde. Von einem solchen Fall ist in der Regel hier nur auszugehen, wenn es zu aggressiven Handlungen ihr oder den Kindern gegenüber gekommen wäre und sie daher geschützt werden müssten. Dies ist jedoch, wie Sie schreiben, gerade nicht der Fall.

Ich hoffe ich konnte Ihnen weiterhelfen.

Mit freundlichen Grüßen

Christopher Tuillier
Rechtsanwalt

info@rechtsanwalt-tuillier.de
www.rechtsanwalt-tuillier.de

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