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online-spielelwährung


20.12.2012 06:12 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Aljoscha Winkelmann



guten morgen
ganze geschehen mal in stichpunkten
-ich habe meinen spieleacc. bei farmerama weitergegeben,das war ein verstoss gegen die agb,war mir aber nicht so bewusst.
-der neue besitzer gab diesen acc. seinen sohn(ist das nicht auch ein verstoss? )
-dieser kaufte premiumvorteile in hohem masse,da bigpoint meine bankdaten speicherte,wurde die summe von meinem konto abgebucht.
-rückbuchung mangels deckung ,erst bei bescheidt der bank merkte ich diese einkäufe
-kulanz seitens BP ist nicht zuerwarten,auch nach regen schriftverkehr nicht
-anfängliche einigung mit dem neuen besitzer ,fiel ins wasser

nun will Bigpoint sein geld,aber von wem? ich hab die einkäufe nicht getätigt und logischer weisse den jungen auch kein zugriff auf mein konto erlaubt,auch wenn diese daten gespeichert waren.
was passiert bei nichtzahlung?
202/12

Sehr geehrte Fragestellerin/sehr geehrter Fragesteller,

Frage geschrieben am 20.12.2012 06:12:30
online-spielelwährung
Rechtsgebiet: Generelle Themen
| Einsatz: € 25,00
beantworte ich unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes und nach den mir vorliegenden Informationen wie folgt:

Bigpoint hat das Recht, sein Geld von IHNEN zu verlangen. Bei Nichtzahlung ist Mahnbescheid und/oder Klage, gerichtet auf Zahlung, möglich. Der Hintergrund, warum SIE in Anspruch genommen werden ist der, dass Sie den spieleacc. bei farmerama weitergegeben durften. BP würde, wenn es dies erlauben würde, einen Vertragspartnerwechsel riskieren, obwohl es gar nicht weiß, ob dieser liquide ist. Das Risiko ist viel zu hoch.
Nr. 9.3.4: „ Der Nutzer ist nicht berechtigt, seinen Account an Dritte zu verkaufen oder sonst weiter zu geben."

Konsequenzen, wenn er es doch tut, siehe die AGB:
Selbst für den Fall, dass einer Benutzt ein Dritter einen Account nicht richtig abgesichert hat, behält sich BP nach Nr. 9.3.2 das Recht vor, den Accountinhaber so zu behandeln, als ob er selbst gehandelt hätte.
„Der Nutzer ist für die Verwendung seines Accounts allein verantwortlich..., weil der Nutzer diese nicht hinreichend vor fremdem Zugriff gesichert hat, muss sich der Nutzer wegen der von ihm geschaffenen Gefahr einer Unklarheit darüber, wer unter dem betreffenden Account gehandelt hat und im Falle einer Vertrags- oder andere Rechtsverletzung in Anspruch genommen werden kann, so behandeln lassen, als ob er selbst gehandelt hätte."

II.
Ich gehe davon aus, dass sie bei Verkauf an die Dritte Person (D) NICHT vereinbart haben, dass diese (oder dessen Sohn) premiumvorteile in hohem Maße auf Ihre Kosten kaufen kann. Daher haben Sie jetzt 2 Möglichkeiten:

1. Hier liegt im Sinne des § 816 BGB eine sog. Verfügung eines Nichtberechtigten vor. Gem. Abs. 1 war der Kauf der premiumvorteile IHNEN gegenüber wirksam. Daher können Sie von ihm „Herausgabe des durch die Verfügung Erlangten", d.h. der premiumvorteile, verlangen (und Rückübertragung des Accounts wegen Verstoßes gegen eine Sorgfalts- bzw- Nebenpflicht aus dem Vertrag, § 241 BGB).

2. Da er dazu nicht befugt war, premiumvorteile zu kaufen, können Sie von ihm den Betrag, der dafür von Ihrem Konto abgebucht war, gem. § 280 BGB als Schadensersatz von diesem verlangen.


Ich weise darauf hin, dass die Beantwortung Ihrer Frage ausschließlich auf Grundlage Ihrer Schilderung erfolgt. Die Antwort dient lediglich einer ersten rechtlichen Einschätzung, die eine persönliche und ausführliche Beratung durch einen Rechtsanwalt vor Ort in einem Mandantengespräch in den seltensten Fällen ersetzen kann. Das Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben kann möglicherweise zu einer anderen rechtlichen Beurteilung führen. Eine endgültige Einschätzung der Rechtslage ist nur nach umfassender Sachverhaltsermittlung – am Besten nach Vorlage aller für die Beurteilung notwenigen Unterlagen - möglich.
Letztlich weise ich darauf hin, dass der Umfang meiner Beratung ebenfalls durch die zwingenden gesetzlichen Vorgaben des § 4 RVG begrenzt ist.

Mit freundlichen Grüßen
Aljoscha Winkelmann (Rechtsanwalt)



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