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offene Forderungen aus 2011

28.03.2015 23:49 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA


Zusammenfassung: Verjährung einer Forderung eines Fitnessstudio. Fortlaufen des Vertrages bei fehlender Kündigung.

Hallo,

folgender Sachverhalt:

Abschluss eines Mitgliedsvertrages im Sportverein im April 2011.
Vertragslaufzeit 6 Monate mit automatischer Verlängerung um 6 Monate.
Bis heute ist der Vertrag nicht gekündigt worden.
Im August 2011 Armbruch und Vorlage eines ärztlichen Attests beim Sportverein mit der Bitte den Vertrag stillzulegen.
Keine schriftlichen Festlegungen, der Bitte wurde entsprochen (mündliche Absprache)
Somit keine weiteren Zahlungen mehr meinerseits seit 09/11.
Im 01/12 eine Mahnung über einen ausstehenden Mitgliedsbeitrag für 09/11 - 01/12, wieder mündliche Vereinbarung, den Mitgliedsbeitrag auszusetzen, Thema war für mich erstmal erledigt.
Lange Zeit keinerlei Korrespondenz, Umzug meinerseits im Frühjahr 13 (somit ist die Adresse dem Sportverein seit dem nicht mehr bekannt, allerdings erhielt ich in der Zeit 01/12 - 01/13 unter der bekannten Adresse keinerlei Briefe / Rechnungen o.ä.).
Des weiteren wurde nicht mehr versucht, den ausstehenden Beitrag über die erteilte Genehmigung zum Lastschrifteinzug einzuziehen.
Jetzt (03/15) direkt Post von einem Anwalt mit der Aufforderung innerhalb 2 Wochen den austehenden Beitrag für die Monate 09/11 - 01/12 ohne Abzug und zzgl. Anwaltskosten zu begleichen.
Meine Fragen:
- Ist/Sind die Forderung(en) nicht schon verjährt (zumindest anteilig für die Beiträge vor 2012) ?
- Ist es rechtens, erst jahrelang nicht den offen stehenden Betrag einzufordern und diesen dann 3 Jahre später unverzüglich einzufordern?
- Da der Vertrag noch nicht gekündigt wurde, kann ich mit weiteren Forderungen rechnen?
- Kann mein vorgelegtes Attest irgendetwas bewirken?
-zzgl. verlang der Anwalt für eine zweifache Anfrage beim Einwohnermeldeamt eine Adressermittlungsgebühr i.H.v. 20 Euro, muss diese bezahlt werden?

Vielen Dank

Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1. Die Forderungen aus dem Jahre 2011 sind am 31.12.2014 verjährt. Maßgebend ist nicht wann die Rechnungsstellung erfolgt, sonder der Anspruch entstanden ist.

2. Da die Beiträge sofort fällig sind, können diese Beiträge nunmehr mit einer kurzen Frist eingefordert werden.

3. Der Vertrag besteht in der Tat fort, da dieser nicht gekündigt wurde. Die Tatsache, dass die Mitgleidschaft ruhend gestellt wurde und Sie einen Attest vorgelegt haben, müßten Sie beweisen. Wenn Ihnen von Seiten des Studiobetreibers keiner die mündliche Absprache bestäigt haben Sie in der Tat ein Beweisproblem.

4. Gleichwohl ist das Attest unter Verweis, dass dies bereits dem Studion bekannt ist noch mal vorzulegen, um eine Zahlung für 01/12 zu verhindern.

5. Die Kosten muss der beauftragte Anwalt nachweisen. So kann er nur die verauslagten Kosten erstattet bekommen.

6. Im Ergebnis können Sie sich hinsichtlich der geltend gemachten Forderung für das Jahr 2011 auf die eingetreten Verjährung berufen. Problematisch ist, dass der Vertrag weiterhin besteht. Insoweit kann es wirtschhaftlich sinnvoll sein die geltend gemachte Forderung zu begleichen, wenn Sie damit eine Zusicherung erhaten, dass damit alle wechselseitigen Forderungen erledigt sind. Schreiben Sie daher den Rechtsanwalt an und berufen sich zum einen auf die Verjährung und das in Kopie beigefügte Attest. Teilen Sie mit, dass Sie an einer einvernehmlichen Regelung interessiert sind und daher einen Vergleichsbetrag anbieten, wenn damit die ganze Angelegenheit erledigt ist.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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