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offene Forderung aus 2001 wg. fehlerhafter Rechnung


21.06.2006 14:41 |
Preis: ***,00 € |

Wirtschaftsrecht, Bankrecht, Wettbewerbsrecht


Beantwortet von



Für eine Dienstleistung stellten wir am 29.6.2001 eine Rechnung an einen Kunden. Bei der Durchsicht der alten Rechnungsunterlagen am 25.05.2006 haben wir einen (eindeutig nachvollziehbaren) Fehler in dieser Rechnung festgestellt. Die Summe von Nettobetrag und Mehrwertsteuer wurde nicht korrekt gebildet. Nach Korrektur der Rechnung ist eine 4-stellige Forderung offen. Unser Einschreiben an den Kunden diesbezüglich beantwortet der Kunde mit einer Ablehnung der Nachzahlung mit der Begründung, dass seine Bilanzen aus 2001 inzwischen abgeschlossen und betriebsgeprüft wären und darüberhinaus Ansprüche aus 2001 inzwischen verjährt wären. Ist das richtig, haben wir vor Gericht keine reelle Chance, die Nachforderung einzuklagen?
21.06.2006 | 16:19

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

1. Bei Dienstleistungen oder Werkleistungen verjähren die Ansprüche auf Erstattung des Werk- oder Dienstlohns binnen drei Jahre. Diese kurze Frist trat mit dem 01.01.2002 in Kraft. Da Ihre Forderung zu diesem Zeitpunkt bereits bestanden hat, begann die Frist für Ihre Forderung am 31.12.2002 zu laufen (Art 233 § 6 EGBGB) und endete am 31.12.2005.

2. Somit ist die Forderung verjährt. In diesem Fall hätten Sie vor Gericht keine Erfolgsaussichten.

3. Längere Fristen gelten nur in speziellen Fällen, wenn es z.B. um Ansprüche auf Übertragung des Eigentums an einem Grundstück geht (10 Jahre Verjährungsfrist) oder wenn der Anspruch bereits rechtskräftig festgestellt wurde (30 Jahre Verjährungsfrist).

4. Sie müssten mir daher nochmals kurz schildern (Nachfragefunktion), um was für eine Dienstleistung es sich handelt.


Ich hoffe, diese Ausführungen haben Ihnen bei Ihrem rechtlichen Problem weitergeholfen. Für eine weitere Beratung stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüssen

Nina Heussen
Rechtsanwältin

Weiler Rechtsanwälte
Sonnenstr. 2
80331 München

Tel: (089) 20604130
kanzlei@weiler-rechtsanwaelte.de

Abschließend darf ich mir erlauben, noch auf Folgendes hinzuweisen:
Meine Auskunft umfasst die wesentlichen Gesichtspunkte, die in Fällen der geschilderten Art im Allgemeinen zu beachten sind.
Insbesondere bezieht sich meine Auskunft nur auf die Informationen, die mir zur Verfügung stehen. Eine umfassende Sachverhaltsermittlung ist für eine verbindliche Einschätzung unerlässlich. Diese Leistung kann im Rahmen der Online-Beratung nicht erbracht werden.
Darüber hinaus können eine Reihe weiterer Tatsachen von Bedeutung sein, die zu einem anderen Ergebnis führen. Auch einige Rechtsfragen wie z. B. die Frage der Verjährung oder von Rückgriffsansprüchen gegenüber Dritten etc., können mit dieser Auskunft nicht geklärt werden. Ferner sind verbindliche Empfehlungen darüber, wie Sie Ihre Rechte durchsetzen können, nur im Rahmen einer Mandatserteilung möglich.


Nachfrage vom Fragesteller 21.06.2006 | 16:39

...die Rechnung war über die Herstellung und den Versand einer Mailing-Postkarte mit dem dazugehörigen Porto gestellt. Fürchte daher, dass hier die Verjährung schon eingesetzt hat.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 21.06.2006 | 17:31

Leider habe ich keine besseren Nachrichten für Sie. Die Forderung ist am 31.12.2005 verjährt. Eventuell haben Sie Ansprüche gegen denjenigen, der die falsche Abrechnung erstellt hat. Wenn es jedoch ein Mitarbeiter war, haftet dieser nur für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit.

Ich hoffe dennoch, dass ich Ihnen weiterhelfen konnte.

Mit freundlichen Grüssen

Nina Heussen
Rechtsanwältin

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