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österreichisches erbrecht uneheliche kinder


| 26.02.2007 15:11 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Reinhard Schweizer



Sehr geehrte Damen und Herren!
Ich hätte gerne eine Auskunft im Bezug auf uneheliche Kinder und ihr (österreichisches) Erbrecht.
Ist es möglich,dass ein uneheliches,aber anerkanntes Kind einen Erbanspruch rückwirkend geltend machen kann,da ab 1991 uneheliche Kinder den ehelichen gleichgestellt wurden.Der Erbfall ist bereits 1906 eingetreten.Kann man jetzt noch Ansprüche auf das Erbe stellen?
Vielen Dank im voraus.
Mit freundlichen Grüssen

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Sehr geehrter Herr,

ich bedanke mich für Ihre Anfrage, die ich wie folgt nach Ihren Angaben und Einsatzes beantworten möchte:

Seit 1991 sind unehelich geborene Kinder den ehelichen Kindern im österreichischen Erbrecht gleichgestellt.
Sie können ihr gesetzliches Erbrecht aber nur dann geltend machen, wenn sie auch wirklich vom Erblasser abstammen.

Dazu war nach § 730 Abs. 2 ABGB bislang immer Voraussetzung, dass die Abstammung

• entweder noch zu Lebzeiten beider Eltern (Vater und Mutter) festgestellt wird, oder
• zumindest zu Leibzeiten beider Eltern geltend gemacht worden ist, d. h. ein Vaterschaftsfeststellungsverfahren bei Gericht eingeleitet worden ist, aber noch nicht abgeschlossen sein muss.
• Bei unehelichen Kindern, die erst nach dem Tod des Erblassers auf die Welt kommen, genügte es, dass die Abstimmung bis zum ersten Geburtstag feststeht oder gerichtlich geltend gemacht worden ist.

Aus verfassungsrechtlichen Gründen ist die Vorschrift des § 730 Abs. 2 ABGB seit dem 01.01.2005 ersatzlos weggefallen:
Der Antrag auf Abstammungsfeststellung muss nunmehr innerhalb einer Frist von zwei Jahren nach dem Tod des betreffenden Mannes gestellt werden.

Sofern also der Antrag auf Abstammungsfeststellung bis 1908 gestellt worden ist, kann der Erbanspruch auch noch rückwirkend geltend gemacht werden.

Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte und weise bei Unklarheiten auf die kostenlose Nachfragefunktion hin.
Sollten Sie eine darüber hinausgehende Vertretung in Erwägung ziehen, empfehle ich Ihnen eine Kontaktaufnahme über die unten mitgeteilte E-Mail-Adresse. Einstweilen verbleibe ich

mit besten Grüßen
RA, Dipl.-Fw. Schweizer

E-Mail: reinhard.schweizer@gmx.net

Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen, sodass die Beratung innerhalb dieses Forums lediglich eine erste rechtliche Orientierung in der Sache darstellt und keinesfalls den Gang zu einem Kollegen vor Ort ersetzen kann.
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