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nochmal Erbengemeinschaft

23.01.2008 10:39 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


14:58

Hallo,
ich hatte bereits vor 2 Tage hier eine Frage gestellt, sehehn Sie sich daher den Sachverhalt an.
Nochmal kurz: Ich habe zusammen vor ca 10 Jahren ein Haus geerbt 50:50. Ich habe weiter darin gewohnt mind. 6 Jahre und Instandhaltung ( Dach , Isolierung usw.) getätigt. Aber keine Miete gezahlt. Mein Bruder hat sich nicht darum gekümmert, da er im Ausland lebt. Er hat auch nie etwas gefordert.
In den letzten 3 Jahren habe ich nur noch Strom ,Versicherung und Öl bezahlt.
Das Haus wurde versteigert und das Geld hinterlegt.
Ich weis nun, das ein großer Teil meine Ansprüche verjährt sind, da sie schon sehr alt sind ( tw.10 Jahre ).

Jetzt meine Frage muss ich die Freigabe 50:50 erteilen, oder kann ich Aufrechnen bzw. Zurückbehatungsrecht einwenden ? Wenn ja für welche Summen ? Nur für die letzten 3 Jahre oder kann ich sagen, zahl mir erst die gesamte Summe ( auch wenn schon verjährt ) und erst dann stimme ich der Aufteilung 50:50 zu ?

23.01.2008 | 11:16

Antwort

von


(217)
Marktstätte 32
78462 Konstanz
Tel: 07531 - 808 798
Tel: : 07751 - 802 604
Web: http://www.kanzlei-plewe.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

die Frage der Verjährung dürfte nicht Ihr Hauptproblem sein, denn nur bei Forderungen, die zu Recht bestehen, stellt sich die Frage der Verjährung überhaupt.

Als erster Schritt wäre zu klären, ob Ihnen die Forderung gegen Ihren Bruder überhaupt zusteht. Wie Ihnen der Kollege bereits mitgeteilt hat, dürfen Sie als Miterbe nur dringende und unaufschiebbare Geschäfte besorgen, d.h. Sie dürfen z.B. das Dach abdichten lassen, aber es wäre zu klären, in welchem Umfang und in welcher Ausführung. Weitergehende Arbeiten, z.B. Isolierung, dürften wohl nicht mehr von diesem Notgeschäftsführungsrecht umfasst sein, so dass diese Kosten wohl bei Ihnen bleiben werden. Diese Frage wäre jedoch im Detail anhand aller Informationen und Unterlagen zu klären. Sie können keinesfalls die gesamte Summe, sondern allenfalls die Hälfte verlangen, da ja auch Sie als Miterbe die Hälfte zu tragen hätten.

Möglicherweise hätte Ihr Bruder Gegenrechte, indem er eine Nutzungsentschädigung verlangen kann, wenn Sie das Haus alleine genutzt haben. Hier dürfte wohl die Aufrechnung mit Ihren Auslagen (zumindest für die notwendigen Instandsetzungen) noch möglich sein, denn eine Aufrechnung ist nach § 215 BGB immer dann möglich, wenn sich die beiden Forderungen zu einem früheren Zeitpunkt unverjährt gegenüber gestanden haben.

Wenn Sie die Auszahlung des Versteigerungserlöses blockieren, tragen Sie zumindest ein erhebliches Prozessrisiko, dessen Umfang anhand der vorliegenden Informationen nicht abgeschätzt werden kann.

Deshalb empfehle ich Ihnen dringend, sich von einem Anwalt vor Ort ausführlich beraten und alle Unterlagen prüfen zu lassen. Ihr Anliegen ist zu komplex, so dass es sich in einer Online-Erstberatung nicht abschliessend beantworten läßt.

Mit freundlichen Grüßen

Karin Plewe
Rechtsanwältin

info@kanzlei-plewe.de




Rechtsanwältin Karin Plewe
Fachanwältin für Familienrecht, Fachanwältin für Erbrecht

Rückfrage vom Fragesteller 24.01.2008 | 09:57

Vielen Dank für Ihre Antwort.
Aber ich habe doch noch eine Frage zum Verständnis. Ich weis ja, das meine alten Ansprüche verjährt sind, sofern sie überhaupt bestanden.
Meine Frage betraf jedoch die letzten 3 Jahre. Wie gesagt zu der Zeit hatte niemand das Haus genutzt nur ich hatte die laufenden Kosten ( Vers.,Steuer usw.) Ich meine, dass ich für die Zeit das Geld bekommen müsste, und mein Bruder auch nicht aufrechnen kann, da seine Ansprüche auf Nutzungsentschädigung, ja wohl auch verjährt sein dürften wenn ich Sie richtig verstehe. Meine Ansprüche wären ja aus den Jahren 2005-2007 seine aber nur bis 2003, da ich nur bis dahin das Haus genutzt habe. Meine Frage war daher ob ich zumindest vorab das Geld für die Lasten der letzten 3 Jahre bekommen.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 24.01.2008 | 14:58

Sehr geehrter Fragesteller,

für den Zeitraum, den das Haus leer stand, können Sie die hälftige Erstattung der laufenden Kosten von Ihrem Bruder verlangen, soweit diese notwendig waren und noch nicht verjährt sind (drei Jahre).

Mit freundlichen Grüßen

Karin Plewe
Rechtsanwältin

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