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nichtkommerzielles Fangame


12.01.2007 14:58 |
Preis: ***,00 € |

Urheberrecht, Markenrecht, Patentrecht



Hallo,
Als Hobbyentwickler haben wir vor, ein nichtkommerzielles Fangame, als Sequel eines 15 Jahre alten Computerspieles zu entwickeln. Hierzu sollten die Charaktere und Handlungsstätten zwar namentlich teilweise beibehalten werden, jedoch werden sämtliche Grafiken, Handlungen, Musik und Sprache, sowie Menüsteuerung usw. komplett neu erschaffen. Somit bliebe lediglich die damalige Grundidee des Games erhalten. Der Name wird ebenfalls nicht mit dem Original in Verbindung zu bringen sein. Wie gesagt, es ist ein reines Fangame ohne jegliche finanziellen Interessen. Nach Fertigstellung soll das Game im Internet zum kostenlosen Download angeboten werden. Der Publisher des damaligen Spieles
wurde mehrfach schriftlich von dem Vorhaben informiert (Via Einschreiben mit Rückschein) und gebeten sich diesbezüglich positiv oder negativ mitzuteilen, jedoch tat er dieses leider nicht. Gibt es Rechtsprechungen die unseren Sachverhalt beinhalten? Einer eventuellen Unterlassungsaufforderung würde unverzüglich nachgekommen werden, sind trotzdem finanzielle Forderungen zu befürchten? Wie gesagt, es stehen ja keinerlei finanzielle Interessen dahinter und die Entwickler sind teilweise noch im Jugendalter.
Vielen Dank für Ihre Antwort
B.F.
Sehr geehrter Fragesteller,

ich bedanke mich für Ihre Anfrage und möchte diese auf der Grundlage des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes wie folgt beantworten:

Auch die Grundidee des als „Vorlage“ dienenden Spiels ist geschützt. Das bedeutet, dass Sie auf jeden Fall das Einverständnis des Rechteinhabers brauchen. Sofern Sie diese nicht haben – Schweigen gilt nicht als Zustimmung -, laufen Sie Gefahr, nicht nur eine Unterlassungsaufforderung zu bekommen, sondern dann auch die Kosten der Unterlassung (insbesondere Anwaltskosten) tragen zu müssen. Da der Streitwert bei solchen Unterlassungsforderungen in der Regel sehr hoch ist, kann auf Sie ein finanzielles Risiko von mehreren tausend Euro zukommen. Hinzu kommen kann ein Schadensersatz.

Dass das Spiel nicht kommerziell genutzt werden soll, ändert daran grundsätzlich nichts. Bei einer kommerziellen Nutzung kämme allerdings noch eine höhere Schadensersatzforderung auf Sie zu, welcher eine Gewinnabschöpfung beinhalten würde.

Ich kenne natürlich nicht die von Ihnen geplante Umsetzung Ihrer Idee oder auch das alte Spiel, ich kann Ihnen hier aber nur raten, weiter zu versuchen, das Einverständnis des Rechteinhabers zu bekommen. Vielleicht würde es helfen, zunächst einen telefonischen Kontakt herzustellen, damit Sie Ihre Schreiben dann auch persönlich adressieren können.

Ich hoffe, Ihnen mit meinen Ausführungen die hier nur mögliche erste rechtliche Orientierung gegeben zu haben. gerne stehe ich Ihnen im Rahmen der einmaligen Nachfragefunktion zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Nicole Maldonado
- Rechtsanwältin -
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