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nicht eheliche Finanzierung

| 18.09.2018 22:54 |
Preis: 45,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


Guten Tag,
mein Freund hat ein Haus überschrieben bekommen (Wert ca. 70.000,00€).
Wir planen gerade den Umbau bzw. die Renovierung des Hauses.

Die Finanzierung wollen wir gemeinsam abschließen, da wir bessere Konditionen und mehr Geld von der Bank bekommen. Wir erwarten ca. einen Wert von 250.000,00 den wir finanzieren müssen. Darin enthalten sind 35.000,00 die an seine Schwester als Erbausgleich ausbezahlt werden.

Mein Freund ist alleiniger Eigentümer im Grundbuch. Wir möchten heiraten allerdings ist eine Hochzeit aktuell und vor Baubeginn nicht geplant.

Wie kann ich meine Investition sichern? Dass ich aus dem Kreditvertrag nicht rauskomme ist mir bewusst.
Wir möchten daher eine gemeinsame Regelung finden, die im Trennungsfall eintritt, sodass ich mein gezhaltes Geld von meinem Freund bzw. später von meinen Mann zurückerhalte und er selbst für die weiteren Raten aufkommt.

Kann man schon vor der Ehe eine Zugewinnregelung vereinbaren über einen Partnerschaftsvertrag? Oder können wir das in einem einfachen Partnerschaftsvertrag regeln? Kann so ein Vertrag von uns selbst aufgesetzt werden? Muss so ein Vertrag notariell beglaubigt werden? Oder wie sollen wir am Besten vorgehen?

Viel Geld für einen Notar oder Anwalt möchten wir bzw. können wir nicht ausgeben.

Vielen Dank vorab für Ihre Hilfe.
19.09.2018 | 08:52

Antwort

von


(182)
Saalestraße 20
63667 Nidda
Tel: 06043 801 59 60
Web: http://ra-krueckemeyer.de
E-Mail:
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ich beantworte Ihre Frage auf Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben. Bitte beachten Sie, dass schon geringe Abweichungen im Sachverhalt zu einer anderen rechtlichen. Bewertung führen können.

Die einfachste Variante ist sicherlich ein einfacher Vertrag zwischen Ihnen und Ihrem Freund. Hierfür benötigen Sie keinen Notar und auch keinen Anwalt. Sie vereinbaren einfach wie.im Fall einer Trennung eine Auseinandersetzung erfolgen soll. Problematisch ist hierbei nur, dass Sie keinen Vertrag abschließen können, der Sie aus der Haftung gegenüber dem Darlehensgeber entlässt (Vertrag zu Lasten Dritter). Sie können also nur eine interne Haftentlassung vereinbaren. Führen Sie möglichst genau auch die Zahlen auf. Sie sollten auch berücksichtigen, dass Investitionen nicht zu einer entsprechenden Wertsteigerung führen (wenn Sie 20.000€ investieren, steigt der Wert nicht um diesen Betrag).

Bei Scheidung erfolgt ein Zugewinnausgleich (wenn kein Vertrag geschlossen wurde). Das heißt, es wird das Anfangsvermögen (bei Eintritt in die Ehe) vom Endvermögen (Ende der Ehe) abgezogen, die Differenz ist auszugleichen. Hat Ihr Mann dann also ein Haus im Wert von 100.000€ bei Ehebeginn und am Ende der Ehe ist das Haus aufgrund von. Investitionen 300.000€ Wert, so sind 200.000€ auszugleichen (Sie erhielten dann 100.000€). Problematisch ist hierbei, dass in diesem Fall alle Investitionen vor der Ehe trotzdem ins Anfangsvermögen Ihres Mannes gerechnet würden. Sie müssen also für diesen Fall wieder einen privaten Vertrag schließen oder (bessere Variante) einen notariellen Vertrag min dem festgelegt wird welchen Wert das Haus zum Zeitpunkt der Eheschließung hat. Dort können Sie dann von dem jetzigen Wert ausgehen und so den Ausgleich sichern.

Eine weitere Variante wäre natürlich Sie mit ins Grundbuch eintragen zu lassen (eventuell anteilig anhand der von Ihnen übernommenen Kosten).

Ich hoffe Ihre Frage umfassend beantwortet zu haben. Sollte dies nicht der Fall sein nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 21.09.2018 | 07:05

Sehr geehrter Herr Krueckemeyer,

vielen Dank für Ihre Antwort.

Das heißt mein Partner und ich schließen einen Vertrag ab und halten fest, wer für welche Summe im Darlehensvertrag aufkommt bzw. eine interne Entlassung bei Trennung, sodass er die Raten alleine weiter zahlt.

Wie wird der Zugewinn errechnet wenn wir kein notariellen Vertrag aufsetzten der den Wert des Hauses zum Zeitpunkt der Ehe festlegt? Von welchem Wert wird dann ausgegangen?
Das Haus wird vermutlich vor der Hochzeit fertiggestellt, sodass es mit "neuem Wert" zu dem Anfangsvermögen zu meinem Freund zählt, eine weitere Wertsteigerung gibt es dann nicht.

Und kann jederzeit eine weitere Person ins Grundbuch eintragen lassen?Wie verhält sich das dann bei der Trennung? Muss mein Partner mit die Hälfte ausbezahlen damit der Eintrag wieder geändert werden kann?

Und wie muss so ein Vertrag aufgesetzt werden? Müssen wir Richtlinien oder Formen einhalten? Handgeschrieben oder nur unterschrieben?

Vielen Dank vorab.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 21.09.2018 | 08:13

Sehr geehrter Fragesteller,

Vielen Dank für ihre Nachfrage.

Ein privater Vertrag ist eine Möglichkeit. Es ist sicher nicht die beste Lösung denn wahrscheinlich werden Sie ohne anwaltliche Unterstützung wesentliche Teile (zum Beispiel steuerliche Aspekte) vergessen. Eine Form ist nicht vorgeschrieben, sinnvoll ist sicherlich eine schriftliche Fixierung mit Unterschrift beider Parteien.

Im Grundbuch können jederzeit Änderungen eingetragen werden. Bei Trennung können Sie Ihren Anteil am Haus verkaufen oder sich auszahlen lassen (wenn Sie eingetragen sind). Eine Eintragung ist nur über einen Notar möglich.

Der Anfangswert kann gutachterliche ermittelt werden. Leichter ist es natürlich jetzt den Wert bestimmen zu lassen. Dann spart man sich diesen Ärger bei der Scheidung.

Bei weiteren Rückfragen können Sie mich via E-Mail kontaktieren.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
Rechtsanwalt

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Bewertung des Fragestellers 22.09.2018 | 08:50

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