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nicht angemeldete Schenkungen- Annahme durch bevollmächtigte Person

11.09.2019 11:35 |
Preis: 70,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


Guten Tag,

Meine Frage bezieht sich auf Schenkungen, die während der letzten Jahren stattfanden. Ich wohne in Deutschland seit fast 10 Jahren und meine Eltern wohnen in EU Ausland. Ich habe vor 2,5 Monaten eine Überweisung von 10.000 Euro von meinen Eltern bekommen und möchte die Schenkungssteuererklärung ausfüllen. In dieser muss ich "Vorschenkungen" eingeben.

Vorschenkungen existieren tatsächlich in meinem Fall und zwar Immobilien, die rechtsmäßig im EU Ausland, aber nicht in Deutschland angemeldet wurden. Die Schenkungssteuer wurde im entsprechenden Land bezahlt. Diese Schenkungen von Immobilien fanden zu unterschiedlichen Zeitpunkten während der letzten 10 Jahren statt. Der Gesamtwert der Immobilien übersteigt nicht die 70.000 Euro.

Meine Fragen: soll ich mit Zuzahlungen/Strafen schätzungsweise rechen? Wovon sind diese in der Regel abhängig?
Wichtiger Hinweis: Alle diese Schenkungen wurden durch meinen bevollmächtigten Vater angenommen; seine Handlungen (die Annahmen) wurden mir erst vor kurzem bekannt. Ich habe irgendwo einen Klausel gelesen- ich habe den Eindruck, dass den Beschenkter von Zuzahlungen/Strafen entlastet wird, wenn das der Fall ist.

Beste Grüße
11.09.2019 | 13:48

Antwort

von


(348)
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52070 Aachen
Tel: 0241 - 53809948
Web: http://www.rechtsanwalt-andreaswehle.de
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Eine formelle Anmeldung eines Geschenkes in dieser Höhe/mit diesem Wert innerhalb der Rahmenfrist von 10 Jahren, wird nicht notwendig sein, da der Freibetrag für Sie als Kind eines jeden Ihrer Eltern in Höhe von je 400.000 Euro nicht überschritten wird/worden ist.

Die von Ihrem Vater für Sie empfangenen Schenkungen sind daher in Deutschland NICHT schenkungssteuerrelevant. Sie machen sich insoweit auch nicht strafbar.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Andreas Wehle

Nachfrage vom Fragesteller 11.09.2019 | 15:47

Vielen Dank für Ihre Antwort.
Es ist mir bekannt, dass Anzeigefrist für eine Schenkung ein Zeitraum von 3 Monaten **ab erlangter Kenntnis** von dem Anfall ist und zwar unabhängig von der Höhe der Schenkung. Ich erwähnte oben: "Diese Schenkungen von Immobilien fanden zu unterschiedlichen Zeitpunkten während der letzten 10 Jahren statt."

Das bedeutet, dass mindestens einige von diesen nicht fristgerecht bei dem Steueramt angemeldet worden sind. Welche strafrechtlichen Folgen hätte diese nicht Einhaltung der Fristen - wenn ich erst vor kurzem diese in Kenntnis genommen habe?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 11.09.2019 | 17:48

Sehr geehrter Ratsuchender,

diese Nichtbeachtung der Erklärungsfrist hat KEINE strafrechtliche Relevanz.

Etwaige Steuerverkürzungen und/oder Steuerhinterziehungen würden jedoch solange nicht verjähren bis die Erklärung nachgeholt würden.
Die Verjährungsfristen der o.g. Steuerstraftaten, also bei Überschreitung des jeweils auf Sie fallenden Freibetrages im Verhältnis zum Schenker und nicht erfolgter Erklärung der über dem Freibetrag liegenden gesamten Schenkung inkl. Vorschenkungen innerhalb von 10 Jahren, seit dem Erhalt der o.g. Schenkung, beginnen nicht zu laufen, da die zuständige Finanzbehörde nicht über die schenkungssteuerlich relevante Schenkung nicht informiert wurde.

Die von Ihnen genannten Beträge sind jedoch weit weg von einer etwaigen strafrechtlichen Relevanz, da diese weit unter dem Ihnen zustehenden Steuerfreibetrag nach § 16 Abs. 1 Nr. 2 ErbStG je Schenker liegen.
So Sie innerhalb von 10 Jahren mehr als 400.000 Euro schenkungsweise oder aus erbrechtlicher Verfügung von ein und der selben Person erhalten, sollten Sie die entsprechende Erklärung an das zuständige Finanzamt so zügig als möglich, u.U. innerhalb von 3 Monaten nach Ihrer Kenntnis über den Vermögensanfall, tätigen.

Mit freundlichen Grüßen verbleibe ich,
Ihr Rechtsanwalt Andreas Wehle /AAchen

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