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neues Fenster eingebaut, aber Anschlag auf falscher Seite


11.11.2013 16:02 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrter Damen und Herren,

wir haben vor ca. 5-6 Wochen mündlich mit einem Betrieb aus unserem Ort den Austausch eines Fensters besprochen. Der Handwerker war bei uns Vor-Ort und hat alles ausgemessen, bzw. ich habe unsere Wünsche (Anschlagsseite sollte gewechselt werden, und das Fenster sollte ein fest stehendes Unterlicht haben) genannt. Leider war niemand bei diesem Gespräch dabei, nur wir zwei. Die Firma hat nach schriftlichem Angebot und Auftragsbestätigung ( in beidem wird die Anschlagsseite nicht genannt) unseren Zuschlag per Telefon erhalten.

Letzte Woche wurde das Fenster eingebaut. Da ich selber nicht Vor-Ort sein konnte, kontrollierte meine Mutter den Einbau. Ihr fiel noch während des Einbaus auf, dass der Anschlag auf der rechten Seite lag, und bemängelte dies bei den Arbeitern. Diese sagten nur, Sie können es nur so einbauen. Als ich Abends nach Hause kam, schockierte mich der Anblick. Jetzt muss ich jedes mal erst um den Tisch am Fenster laufen, um es öffnen zu können. Dies war zwar beim alten Fenster bisher ebenso, aber dies war auch gleichzeitig der Hauptgrund für den Austausch - dies hat nämlich sehr gestört.

Als im am nächsten Tag bei der Firma anrief, beschuldigte mich der Geschäftsinhaber, dass ich ihm dies nicht gesagt hätte. Er war so überzeugt von sich, dass er sagte, dass es sowas nicht geben würde, das wäre ja ein Anfängerfehler. Und sowas würde ihm nicht passieren. Er bot aus reiner Kulanz seiner Seits an, lediglich die Beschläge umzusetzen. Bisherige Löcher wollte er mit einer Leiste abdecken. Den ganzen Rahmen würde er auf keinen Fall austauschen. Ich sagte ihm aber, dass ich die Rechnung so nicht bezahlen wolle, bis eine vernünftige Nachbesserung erfolgt wäre. Da er auch gleich sehr unfreundlich wurde, beendete ich das Telefonat recht schnell (ich habe nicht einfach aufgelegt!). Es hätte eh nur ein Wort das andere gegeben, aber auf sowas lasse ich mich nicht ein.

Heute ist schon seine Rechnung eingetroffen.

Daher zwei Fragen:

1. Muss ich die Rechnung schon komplett bezahlen, bzw. nur welchen Teilbetrag?
2. Ich wollte heute eine Nachbesserung schriftlich per Einschreiben fordern. Darf ich den kompletten Tausch des Rahmens fordern, oder muss ich seinen Vorschlag akzeptieren? Oder sollte ich erstmal nur einen Nachbesserung fordern?
Kl. Ergänzung: Ich habe heute mal bei einem anderen Glaser angerufen. Der sagte, „sowas würde man nicht machen – das ganze Fenster müsste komplett getauscht werden".


Wie verfahre ich in diesem Fall richtig?


Danke im Voraus.


Mark N
11.11.2013 | 17:30

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich basierend auf Ihren Angaben und unter Beachtung Ihres Einsatzes wie folgt beantworten möchte:

Es steht und fällt alles damit, ob Sie beweisen können, dass Sie dem Handwerker die korrekte Anschlagseite genannt haben oder nicht. Da Sie aber laut Ihrer Angabe dies nicht beweisen können, sieht es sehr schlecht für Sie aus, so dass ich von einem Rechtsstreit abraten würde.

Aber angenommen, Sie können es doch beweisen, sollten Sie nur einen Teilbetrag in Höhe von 50 % bezahlen. Auch sollten Sie den kompletten Tausch des Rahmens fordern.

In Ihrer Situation rate ich aber, 75 % zu zahlen und auf seinen Vorschlag einzugehen, gewissermaßen als Kompromiß.

Ich hoffe, Ihre Frage damit beantwortet zu haben. Bitte benutzen Sie bei Bedarf die kostenlose Nachfragefunktion.

Ansonsten verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt

Das Zurückhalten relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung radikal verändern. Diese Beurteilung ist lediglich eine erste rechtliche Orientierung.


Nachfrage vom Fragesteller 11.11.2013 | 18:51

Sehr geehrter Herr Weber,

vielen Dank für Ihre Antwort. Eine Nachfrage ist ja anscheind erlaubt, daher stelle ich sie mal:

Warum muss ich nachweisen, dass ich den wichtigsten Grund genannt habe, und nicht der Handwerker - auf welchem Gesetzt/Regelung basiert den das? Nur weil er es sich nicht aufgeschrieben hat, soll ich jetzt das Fenster zahlen und die nächsten 30 Jahre mit einem falschen Fenster leben - das ist doch nicht recht!!??

Danke im Voraus und ALLES GUTE

MN

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 11.11.2013 | 19:01

Sehr geehrter Ratsuchender,

der Knackpunkt ist der, dass Sie sich auf die Absprache berufen. Daher müssen Sie auch die Existenz der Absprache beweisen. Es ist ein grundlegendes Prinzip des Zivilprozesses, dass derjenige, der etwas behauptet, dieses auch beweisen muß. Leider ist dieses Prinzip nicht in einem konkreten Paragraphen geregelt.

Mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
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