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neue Arbeitsstelle, ungeplant schwanger, Beschäftigungsverbot

| 13.08.2016 22:25 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Guten Tag,

ich stecke in folgender Situation.
Alte Arbeitsstelle ist gekündigt, neuer Vertrag unterschrieben.
Z.Z. bin ich noch in Elternzeit, werde diese für die neue Arbeitsstelle nach einem Jahr beenden.

Jetzt bin ich ungeplant schwanger geworden und gehe fest davon aus, dass ich wieder ins Beschäftigungsverbot muss. Also quasi mit dem 1.Arbeitstag.

Was kann passieren, wenn ich jetzt einen Monat vor Arbeitsantritt zum neuen AG gehe und sage "ich bin schwanger und darf nicht arbeiten"

Kann ich gekündigt werden.(Es gibt in eine Probezeit in der ohne Angabe von Gründen mit 2 Wochenfrist gekündigt werden kann)
Wenn sie ich nicht kündigen können, bekomme ich Lohnfortzahlung oder kann der neue AG mir die verweigern, weil ich ja noch garkeine Leistung erbracht habe?(beim alten Arbeitgeber bekam ich die, weil einer Schwangeren durch das BV keine Nachteile entstehen dürfen)


Einsatz editiert am 13.08.2016 22:37:56

Sehr geehrte Mandantin,

gerne beantworte ich Ihnen Ihre Anfrage wie folgt:

Zunächst einmal kann ich Sie beruhigen, eine Kündigung droht Ihnen nicht. In der Tat greift der Kündigungsschutz nach dem Mutterschutzgesetz ab Beginn der Schwangerschaft. Die besonderen Schutzregelungen gehen den allgemein gelockerten Möglichkeiten einer Kündigung während der Probezeit also vor.

Bitte beachten Sie jedoch, dass Ihrem Arbeitgeber bekannt sein muss, dass Sie schwanger sind, zudem müssen Sie diesen Umstand nachweisen, um sich darauf berufen zu können.
Schon alleine zu Ihrer Absicherung empfiehlt es sich daher, nicht einfach nur persönlich vorzusprechen, sondern Ihrem zukünftigen Arbeitgeber eine Schwangerschaftsbescheinigung per Einwurfeinschreiben zukommen zu lassen. Selbstverständlich ist es taktisch sinnvoll, zusätzlich auch das persönliche Gespräch zu suchen.

Auch bezüglich Ihrer Entlohnung kann ich Sie beruhigen: Nach § 11 Mutterschutzgesetz gilt die Entgeltfortzahlung bei einem Beschäftigungsverbot ausdrücklich auch dann, wenn das Arbeitsverhältnis zu diesem Zeitpunkt faktisch noch gar nicht begonnen hat.

Ich wünsche Ihnen alles Gute für die Schwangerschaft und den Jobwechsel.

Mit freundlichen Grüßen

Daniela Désirée Fritsch
Rechtsanwältin

Rückfrage vom Fragesteller 15.08.2016 | 13:58

Herzlichen Dank für die ausführliche Antwort.

Der Betrieb hat nur 30-40 evtl auch 50Mitarbeiter(weiß ich leider nicht genau)
Könnte er es einklagen, dass ich nicht bezahlt werden müsste?

Ab wann wäre ich denn dann kündbar? Also wie lange greift der Schutz. Nur bis Ende Mutterschutz nach der Geburt oder bis Ende Elternzeit?

Freundliche Grüße

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 15.08.2016 | 14:19

Sehr geehrte Mandantin,

Ihre gesetzlichen Schutzrechte als werdende und junge Mutter gelten unabhängig davon, wie viele Mitarbeiter Ihr Betrieb hat. Dies ist anders als beim "normalen" Kündigungsschutz.

Kündbar wäre Ihr Arbeitsverhältnis erst nach dem Ende der Elternzeit. Dies ergibt sich aus § 18 BEEG .

Ich wünsche Ihnen alles Gute.

Mit freundlichen Grüßen

Daniela Désirée Fritsch
Rechtsanwältin

Bewertung des Fragestellers 15.08.2016 | 14:24

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