Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

nachträgliche Unterhaltsforderungen

| 22.05.2017 19:14 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


21:30

Sehr geehrte Damen und Herren,
meine 26-jährige Tochter hat seit 5 Jahren kein Unterhaltsbegehren mehr kundgetan und es besteht auch leider sonst kein Kontakt mehr zu mir. Bis zu ihrem 21. Geburtstag (2001) hatte ich Unterhalt gezahlt.

Da nun 2016 meine Mutter verstarb, erbte ich einen kleinen Betrag von 20.000,-€, der aber noch nicht ausgezahlt worden ist.

Einige Wochen nach Verlesung des Testamentes, erhielt ich ein Schreiben von dem Anwalt meiner Tochter, dass aufgrund des bestehenden Unterhalttitels von 2003 bei Gericht ein "Auszahlungsverbot" meines Erbes erwirkt wurde. In diesem Schreiben des Anwaltes meiner Tochter stand weiterhin, dass ich eine Unterhaltschuld von 29.684,74€ bei meiner Tochter hätte. Es wurde jedoch nicht aufgeführt, wie sich dieser Betrag zusammensetzt und auch nicht geschildert, wie diese immense Summer überhaupt zustande gekommen sein soll.

Ich würde mich über Ihre Einschätzung zu diesem Sachverhalt sehr freuen, wenngleich ich natürlich auch örtlichen anwaltlichen Rat hinzuziehen muss.
Vielen Dank und herzliche Grüße

22.05.2017 | 20:29

Antwort

von


(452)
HInter der Twiete 28
22851 Norderstedt
Tel: 040-41186796
E-Mail:
Diese Anwältin zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Sie sollten hier gegenüber dem Anwalt Ihrer Tochter weitere Informationen und Auskünfte zu dem angeblich bestehenden Unterhaltstitel einfordern. ZUdem sollten Sie erfagen, wershalb seit 5 Jahren keinerlei Unterhalt mehr eingefordert wurde.
Möglicherweise können Sie hier die Einrede der Verwirkung entgegenhalten, wenn der Berechtigte ein Recht längere Zeit nicht geltend gemacht hat, obwohl er dazu in der Lage gewesen wäre (Zeitmoment) und der Verpflichtete sich im Hinblick auf das gesamte Verhalten des Berechtigten darauf eingerichtet hat und auch einrichten durfte, dieser werde sein Recht auch künftig nicht mehr geltend machen (Umstandsmoment).
Ein solcher Umstand könnte hier vorliegen, es sei denn, Ihre wirtschaftliche Lage wäre vor Eintritt des Erbfalles so gewesen, dass Vollstreckungsversuche aller Voraussicht nach erfolglos gewesen wären, so das OLG Hamm, Beschluss v. 13.05.2013, 2 WF 82/13 .

Insofern sollten Sie zunächst weitere Informationen sammeln, um dann gegen den Anspruch Ihrer Tochter vorgehen zu können.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Gerne bin ich Ihnen auch weiterhin behilflich. Ein örtlicher Anwalt ist nicht zwingend notwendig.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin Wibke Türk

Rückfrage vom Fragesteller 22.05.2017 | 21:10

Sehr geehrte Frau Türk, vielen Dank für Ihre Antwort, die mir schon einmal sehr weiterhilft.

ich glaube, es gab ein kleines Missverständnis - der Titel besteht nicht "angeblich", er ist tatsächlich vorhanden, falls dies bei ihrer Antwort von Relevanz gewesen sein sollte.

Meine wirtschaftliche Lage war auch vor dem Erbfall so, dass ich Unterhalt hätte zahlen können, da ich berufstätig bin und war.

Der Obergerichtsvollzieher stellte mir das vorläufige Zahlungsverbot zu.
Mir wurde zudem vor Beantragung des vorläufigen Zahlungsverbots keine
Gelegenheit zur freiwilligen Leistung gegeben, um die Zwangsvollstreckung
abzuwenden [BVerfGE99,338=NJW9Z99,778].

Ich sehe auch hier einen Rechtsbruch - abgesehen davon, dass gar keine Unterhaltsschulden existieren und solche auch innerhalb der letzten 5 Jahre vor dem Erbfall nie gefordert wurden. Ich hörte, dass die Verjährungsfrist auch wenn ein Titel vorhanden ist, bei 3 Jahren liegt.
Die Tochter war auch durchaus in der Lage (nicht krank o.ä., ist berufstätig) Forderungen zu stellen und natürlich habe ich mich auch darauf verlassen, mit dem Unterhalt durch zu sein.
Nur das anstehende Erbe hat die Dame nun eindeutig gierig gemacht.

Sollte ich notfalls vor Gericht gehen?

Vielen Dank nochmals und einen schönen Abend für Sie.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 22.05.2017 | 21:30

Sehr geehrte Fragestellerin,

existiert ein Unterhaltstitel, so verjährt dieser in 30 Jahren.

Allerdings könnte der Anspruch hier nach Ihren Darstellungen tatsächlich verwirkt sein, wenn der Gläubiger den Unterhalt trotz Titel und Leistungsfähigkeit des Schuldners über mehrere Jahre nicht geltend gemacht hat.

Sie schreiben allerdings, dass es keinerlei Unterhaltsschulden gebe, jedoch ein Titel existiert.Dies ist ein Widerspruch.

Sie sollten sich hier jedenfalls nach allem, was Sie an Argumenten vortragen, tatsächlich gegen ds Vorgehen der Tochter wehren und notfalls den Gerichtsweg beschreiten.

Gerne können Sie mich hierzu kontaktieren.

Mit freundlichen Grüßen

Türk
Rechtsanwältin

Bewertung des Fragestellers 22.05.2017 | 21:44

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"

Im Großen und Ganzen wurden die wichtigen Fragen beantwortet. Allerdings verstehe ich nicht warum der Titel und keine Unterhaltsschulden einen Widerspruch ergeben. Der Titel ist ja von 2003 und es wurde dann der Unterhalt immer bezahlt. Trotzdem existiert der Titel ja noch 30 Jahre lang.
Auch die Frage, ob es rechtswidrig sei, dass der Gerichtsvollzieher das Zahlungsverbot erwirkt hat, wurde leider nicht weiter beachtet.
Trotzdem hat Frau Türk mir schon sehr weitergeholfen.

"
Mehr Bewertungen von Rechtsanwältin Wibke Türk »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 22.05.2017
3,8/5,0

Im Großen und Ganzen wurden die wichtigen Fragen beantwortet. Allerdings verstehe ich nicht warum der Titel und keine Unterhaltsschulden einen Widerspruch ergeben. Der Titel ist ja von 2003 und es wurde dann der Unterhalt immer bezahlt. Trotzdem existiert der Titel ja noch 30 Jahre lang.
Auch die Frage, ob es rechtswidrig sei, dass der Gerichtsvollzieher das Zahlungsverbot erwirkt hat, wurde leider nicht weiter beachtet.
Trotzdem hat Frau Türk mir schon sehr weitergeholfen.


ANTWORT VON

(452)

HInter der Twiete 28
22851 Norderstedt
Tel: 040-41186796
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Familienrecht, Kaufrecht, Miet und Pachtrecht, Vertragsrecht, Reiserecht