Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

nachträgliche Schuldzinsen bei Vermietung

19.08.2009 21:33 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Anfang diesen Jahres haben wir eine vermietete ETW zur Kapitalanlage gekauft, da wir das Geld im Moment nicht selbst brauchten.

Nun haben wir doch noch ein passendes Eigenheim gefunden und wollen nun ca. die Hälfte des für den Kaufpreises aufgewendeten Eigenkapitals für den neuen Immobilienkauf wieder abziehen und dafür ein Darlehen bei der Bank für die ETW aufnehmen.

Können wir die Zinsen ab Darlehensaufnahme als Werbungskosten bei der Vermietung abziehen? Ist die Eintragung einer Grundschuld bei der ETW notwendig?

Sehr geehrter Fragesteller,

ich beantworte gerne Ihre Frage im Rahmen einer Erstberatung unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes.

Ihre Frage zielt darauf ab, ob die Zinsen aus einem Darlehen, das nach dem abgeschlossenem Erwerbsvorgang aufgenommen wurden, als Werbungskosten im Rahmen der Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung abzugsfähig sind.

Leider sind Zinsaufwendungen nur dann Werbungskosten iSd. § 9 Abs. 1 Satz 3 Nr 1 EStG wenn mit der Darlehensvaluta tatsächlich Aufwendungen für das Vermietungsobjekt gezahlt worden sind (BFH Beschluss vom 5.4.2004, IX B 66/03 , BFH/NV 2004, 1251 ).

Hier liegt aber nur ein in Ihrer Person begründeter Zusammenhang vor, der im Zusammenhang mit dem Erwerb einer weiteren Immobilie eher zufälligen Charakter hat. Es fehlt der unmittelbare Bezug zwischen Anschaffung der numehr zur Vermietung genutzten Immobilie und dem Darlehen.

Die Belastung dieser Wohnung als Sicherheit für ein Darlehen begründet für sich allein keinen wirtschaftlichen Zusammenhang; durch die darlehensbedingte dingliche Belastung eines vermieteten Grundstücks wird, wenn das Darlehen selbst privaten Zwecken dient, daher kein ausreichender Zusammenhang hergestellt (H 21.2 [Finanzierungskosten, EStH).

Somit können Sie die Zinsen nicht als Werbungskosten geltend machen.

Ich bedauere, Ihnen keine günstigeres Ergebnis präsentieren zu können.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen ersten Überblick verschaffen und stehe für eine Nachfrage gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen


Marlies Zerban
Rechtsanwältin
Steuerberaterin

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,7 von 5 Sternen
(basierend auf 90223 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Eine sehr sehr schnelle (<2h) und ausführliche sowie passende Antwort. Super Service vielen Dank. ...
FRAGESTELLER
4,6/5,0
Sehr freundlich und hilfreich. Würde ich bei einem nächsten Fall, gern wieder Fragen. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Schnell und kompetent. Danke ...
FRAGESTELLER