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nachlass

09.11.2005 10:22 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
einen schönen guten morgen,

folgende frage: inwieweit kann eine schulausbildung (privatschule), welche ca. 600,-€ monatlich kostete, auf das erbe angerechnet werden?
hintergrund ist folgender, dass einem schüler, welcher ca. 80.000,-€ erbe durch den tod seiner mutter erhalten soll, durch den vater nicht in voller höhe ausbezahlt wird. mit der argumentation, dass er ja auch das schulgeld bezahlen musste. erwähnt werden muss ebenfalls in diesem zusammenhang, dass der schüler von 500,-€ taschengeld seiner oma dem vater 300,-€ "wohngeld" zurück zahlen musste. der schüler war jedoch nicht bafög berechtigt (zu hohes einkommen des vaters).
zur information, die mutter ist bereits seit 1999 tot, der schulbesuch fand von 09/2002 bis 09/2005 statt. seit zwei jahren ist eine auseinandersetzung streitig.
09.11.2005 | 11:09

Antwort

von


(252)
Heinrich-Brüne-Weg 4
82234 Weßling
Tel: 08153 8875319
Web: http://www.anwaeltin-heussen.de
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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich aufgrund der mitgeteilten Tatsachen wiefolgt beantworten möchte:

1.Sie haben Anspruch auf das volle Erbe.

2.Wenn Ihr Vater Ihnen eine Privatschule finanziert hat, so kann er das jetzt nicht anrechnen. Er hat das Geld für Ihre Ausbildung aufgewendet, das war seine Entscheidung. Er war als Erziehungsberechtigter für Ihren Unterhalt verantwortlich, wie er diesen gestaltet, ist seine Sache.

3.Wenn Sie beide in einer Erbengemeinschaft sind, müssen Sie auf Auseinandersetzung klagen und Ihr Erbe erstreiten.

Ich hoffe, diese Ausführungen haben Ihnen bei Ihrem Rechtsproblem weiter geholfen.

Mit freundlichen Grüssen

Nina Heussen
Rechtsanwältin

info@anwaeltin-heussen.de
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