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nachehelicher unterhalt-aufstockungsunterhalt


14.09.2006 15:36 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Joachim



hallo,
ich bin seit 9 jahren geschieden.aus der ehe ging ein inzwischen 15jähriger junge hervor.mein exehemann zahlte éhegattenunterhalt bis zum 15.geburtstag des kindes. da ich aus gesundheitlichen gründen nicht ganztags arbeiten kann u. in meinem beruf als bürokauffrau keine arbeit mehr bekam, habe ich vor 3 jahren auf eigene kosten eine ausbildung zur zahnarzthelferin, mit dem ziel der selbständigkeit, gemacht. dazu fehlt mir aber noch die qualifizierung zur zahnmed.verwaltungsassistentin. dieser kurs dauert berufsbegleitend 1 jahr. da ich seit 3 monaten wieder mutter geworden bin(mit dem vater des kindes lebe ich NICHT in einem gemeinsamen HH), habe ich den lehrgang um 1 jahr verschoben.
mein exmann war aber bereit mich zu unterstützen, indem er den vollen ehegattenunterhalt bezahlen wollte.
ich habe unseren sohn alleine erzogen und war nicht berufstätig bis zu seinem 12. Lj.
meine frage ist: muß mein exmann für die zeit der weiterbildung, die dringend erforderlich ist, da ich sonst keine arbeit mehr habe und wahrscheinlich bekomme (bin 43 J. alt), an mich einen unterhalt wegen weiterbildung bzw. aufstockungsunterhalt bezahlen?
Ich erhalte im moment 450 erziehungsgeld und 219 euro unterhalt für die 3 monate alte tochter. außerdem bekomme ich 800 euro netto für meine tätigkeit beim zahnarzt. für meinen sohn erhalte ich 500 euro unterhalt (mein exmann hat eine gutgehende apotheke in münchen und besitzt ein mehrfamilienhaus in in dem er mietfrei wohnt). er ist in2.ehe verheiratet und hat einen 6jährigen sohn aus dieser beziehung.
vielen dank für eine antwort. mfg

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Sehr geehrte Fragestellerin,

der Aufstockungsunterhalt stellt einen Ausgleich nach der Scheidung dar, wenn einer der ehemaligen Ehegatten trotz Erwerbstätigkeit nicht den Standard der Lebensqualität in der Ehezeit erreicht bzw. sich trotz der Erwerbstätigkeit nicht wirtschaftlich alleine versorgen kann. Inwiefern eine angemessene, den ehemaligen Eheverhältnissen angepaßte Lebensführung vorliegt, wäre nach Ihrem derzeitigen Standard zu beurteilen.

Mittlerweile hat sich für die Berechnung des Aufstockungsunterhalts eine pauschalisierte Berechnung durchgesetzt: von dem Einkommensunterschied der ehemaligen Ehepartner bekommt der weniger Verdienende 3/7.

Allerdings ist der Aufstockungsunterhalt wie auch der normale Ehegattenunterhalt zeitlich begrenzt und es gilt im Recht des Ehegattenunterhalts, dass der Unterhaltsempfänger sich, soweit er dazu in der Lage ist (Kinder, Ausbildung) sich wieder auf eigene wirtschaftliche Beine stellen muss.

Anhand Ihrer Angaben läßt sich so nicht ermitteln, ob ein Aufstockungsunterhalt, also ein "Mehr" als der normale Unterhalt geschuldet ist. Allerdings könnte in Ihrem Fall noch für die weitergehende Ausbildung ein Fall des normalen Unterhalts vorliegen, wenn tatsächlich ohne die Weiterbildung die Arbeitslosigkeit droht und sie tatsächlich keine andere Möglichkeit haben, eine Erwerbstätigkeit aufzunehmen und Ihr Einkommen nicht für den eigenen Lebensunterhalt ausreichend ist, bzw. im Fall des Aufstockungsunterhalts nicht den gewohnten Lebensstandard erreicht.

Sofern Ihr Ex-Mann bis heute Unterhalt gezahlt hat, so könnte eine Weiterverpflichtung bestehen, wobei Ihr Gesamteinkommen auch unter Berücksichtigung der Kinder relativ hoch ist. Sollte eine Unterhaltszahlung inzwischen nicht mehr erfolgt sein, kann daraus unter u.U. geschlossen werden, dass Sie alleine in der Lage waren sich selbst zu unterhalten. In diesem Fall würde der Unterhaltsanspruch nicht wieder aufleben. Im ersteren Fall sollten Sie, solange der EX-Mann den Unterhalt weiter zahlt, eben den Unterhalt in Anspruch nehmen.

Ich hoffe, Ihnen Ihre Frage hilfreich beantwortet zu haben und stehe Ihnen gerne weiterhin zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen


Christian Joachim
-Rechtsanwalt-


www.rechtsbuero24.de

Nachfrage vom Fragesteller 14.09.2006 | 18:48

hallo, danke für die kompetente antwort. mein exmann verdient ca. lt der 3 letzten jahresbilanzen 4800,- euro.
tendenz steigend.
mein einkommen wird sich ab april 2007 um ca. 400,- euro verringern, da ich dann arbeitslos werde. ich war deswegen auch schon beim arbeitsamt vorstellig. ein entsprechendes schreiben meines chefs liegt dem arbeitsamt vor, in dem steht, dass er mich nicht weiterbeschäftigt ohne die entsprechende weiterbildung. (die ausbildung beginnt april 2007)
nur mit der ausbildung zur zahnmed. verw.assistentin, die 1 jahr dauert(bis april 2008), stellt er mich wieder ein, weil ich nicht mehr assistieren kann aufgrund einer erkrankung der rechten hand . durch diese ausildung erhalte ich ca. 25% mehr nettoeinkommen als bisher (800 euro netto bis jetzt)
auch ist es wahrscheinlich, dass ich mich selbständig mache, da ich damit ein höheres einkommen erzielen könnte.

Mein ex hat bis august 06 den vollen unterhalt bezahlt. ab september, ab diesem monat nur noch kindsunterhalt.
Was muß ich tun, damit ich den unterhaltsanspruch an mich nicht verliere?
spielt es keine rolle, dass ich ein 3Monate altes kind von einem anderen mann bekommen habe?
mein mann hat übrigens bis jetzt 1400 euro kinds- und ehegattenunterhalt pauschal bezahlt ohne kinds- u ehegattenunterhalt zu trennen.

danke für ihre antwort

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.09.2006 | 22:09

Sehr geehrte Fragestellerin,

nach dem Grundsatz, dass der nacheheliche Unterhalt nicht lebenslang gezahlt wird, besteht grds. ein Problem der Weiterzahlung. Hier könnten Sie den Unterhaltsanspruch alleine darauf stützen, dass Ihre wirtschaftliche Selbständigkeit erst mit der Weiterbildung gesichert ist und daher noch für die Zeitspanne Unterhalt notwendig ist.

Sofern eine gütliche Einigung nicht möglich ist, würde nur eine klagweise Geltendmachung des Unterhaltsanspruches eine mögliche Unterbrechung der Unterhaltskette oder eine Verwirkung verhindern.

Das Sie nunmehr wieder Mutter sind hat grds. keine negaiven Auswirkungen auf den Ehegattenunterhalt, vielmehr schuldet der neue Vater Kndesunterhalt. Anders ist es zu beurteilen, wenn Sie mit dem Vater des neuen Kindes in einer häuslichen oder eheähnlichen Gemeinschaft leben.

Auch die Zahlung in einem Betrag ist unschädliche, da die einzelnen Beträge durch die Errechnung des Kindesunterhalts zu trennen sind.

Ich hoffe auch Ihre Nachfragen für Sie hilfreich beantwortet zu habe und stehe Ihnen darüberhinaus gerne weiterhin zur Verfügung,

Mit freundlichen Grüßen

Christian Joachim
-Rechtsanwalt-

www.rechtsbuero24.de

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