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nachehelicher Unterhalt 2015

12.01.2015 13:54 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


15:35

Sehr geehrte Damen und Herren,

Meine Frau und ich haben uns vor 1,5 Jahren getrennt. Trennungsunterhalt ist gerichtlich geregelt.

Wir haben zwei Kinder (8 und 6 Jahre)
Meine Frau ist aus meinem Haus gezogen (habe ich vor der Ehe "alleine" gekauft d.h. meine Frau steht nicht im Grundbuch).

Die Gütertrennung haben wir im Dez 2014 notariell abgeschlossen d.h. es gibt von beiden Seiten keinen Anspruch mehr.

Mir geht es jetzt um den nachehelichen Unterhalt und meinem Selbstbehalt. In meinem Fall kommt folgende Berechnung in betracht:

Mein NettoGehalt : 3400,00 € (incl. allem)

Kosten:

€ 240,00 Altersversorge 4%
€ 145,00 BU
€ 150,00 Autokredit (während der Ehe entstanden)
€ 433,00 Konsumkredit (während der Ehe entstanden)
€ 250,00 Kredit ( Neuanschaffung aufgrund der Trennung)
€ 140,00 Umgangskosten
€ 690,00 Zinsen ohne Tilgung (Haus)
€ 107,00 1/7 Erwerbsbonus
€ 180,00 Fahrtkosten ( núr 0,20 cent pro km Aufgrund der Autofinanzierung)
--------------------------------------------------------------------------------------------------------------
+ 720,00 Wohnwert

bis auf den neuen Kredit ( Neuanschaffung etc) wurden alle Kosten vom Gericht bzgl. der Gütertrennung akzeptiert.

Nach meiner Berechnung liegt der KU bei 2 x 275 €
und nacheheliche Unterhalt entfällt Aufgrund dem Selbstbehalt.

Ist das richtig?




12.01.2015 | 14:38

Antwort

von


(763)
Wrangelstrasse 16
24105 Kiel
Tel: 0431-895990
Web: http://www.kanzlei-steidel.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Die Frage, ob eine Unterhaltsberechnung richtig ode falsch ist, lässt sich im Unterhaltsrecht generell nicht abschliessend beantworten. Sie werden dazu (bedauerlicherweise) stets unterschiedliche Meinungen hören.

Folgende Anmerkungen darf ich dennoch machen:

1. Zusätzliche Altersvorsorge wird nicht fiktiv anerkannt, sondern nur dann, wenn diese tatsächlich gezahlt wird. Dann ist diese Position in Ordnung.
2.
Finanzierungskosten für einen PKW werden neben den berufsbedingten Fahrtkosten ( 0,30 EUR pro KM ) in der Regel nicht einkommensmindernd berücksichtigt.

3.
Konsumkredite haben ebenfalls zurück zu stehen. Notafalls müssen die Raten reduziert werden.

4.
Umgangskosten werden in der Regel ebenfalls nicht abgezogen. Eine Ausnahme besteht, wenn diese außerordentlich hoch sind und der Umgang auch dem anderen Elternteil kostenmäßgig zu Gute kommt. Es kann daher z.B. nicht geltend gemacht werden, dass ein Zimmer vorgehalten werden muss, da dies der Mutter nicht zu einer Ersparnis verhilft.

Unter Berücksichtigung diese Umstände sehe ich Ihr unterhaltsrelevantes Einkommen eher bei mehr als 2.300,- EUR. Dies würde zu Kindesunterhalt von je 327,- EUR führen. Danch verbleiben Ihnen ca. 1650,- EUR. Der Selbstbehalt gegenüber Ehegatten beträgt 1.200,- EUR.

Beachten Sie bitte, dass hier nur Ihre Angaben zur Bewertung gelangt sind. Unter Umständen können weitere Abzugspositionen anzuerkennen sein, was zu einer abweichenden Berechnung führen würde.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Sascha Steidel
Fachanwalt für Familienrecht

Rückfrage vom Fragesteller 12.01.2015 | 15:27

Vielen Dank für Ihre Antwort.

Wenn die Konsumkredite aus der Ehe resultieren, dann kann ich doch diese Abziehen? Wurde beim Trennungsunterhalt auch berücksichtigt.

Bzgl. der Altersversorgung, da ich bis auf meine Immobilie keine Altersversorgung habe, kann ich doch anstatt der Tilgung die 4 % ansetzen.

Umgangskosten (wurde auch beim Trennungsunterhalt, da meine Frau gegen meinen Willen weggezogen ist berücksichtigt) kann ich doch beim nachehelichen Unterhalt auch abziehen. Nicht beim Kindsunterhalt.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 12.01.2015 | 15:35

Gern beantworte ich Ihre Nachfragen:

1.
In den unterhaltsrechtlichen Leitlinien der Oberlandesgerichte heisst es, dass Schuldendienst soweit möglich, zurück zu stehen hat. Wenn die Rate anerkannt wurde, ziehen Sie diese auch weiterhin ab. Angemessen wäre dies sicherlich, wenn beide Eheleute Darlehensnehmer waren und die Darlehensumme auch beiden zu Gute gekommen ist.

2.
Ich bleibe dabei, dass Sie keinen fiktiven Abzug machen können. Sie könnten aber 4 % tatsächlich in eine private AV investieren und dann abziehen.

3.
Sofern in Ihrem Fall Umgangskosten abgezogen werden können, ist dies ja in Ordnung. Ich hatte nur auf die grundsätzlichen Einsschränkungen hingewiesen. In Ihrem Fall liegen aber offenbar Umstände vor, die einen Abzug rechtfertigen.


ANTWORT VON

(763)

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24105 Kiel
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