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nach Trennung Umzug knapp 600km

20.05.2014 17:39 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle


guten Tag,

ich trenne mich von meinem Mann und möchte gerne unsere Tochter, 4,5 Jahre alt, die meiste Zeit bei mir haben. Da die neue Wohnung im Ort der Arbeitsstätte meines neuen Partners sein wird (knapp 600km entfernt), kann sie nicht so häufig zwischen uns hin und her wechseln. Derzeit versuche ich, eine halbe/halbe Lösung anzustreben. Ich befürchte allerdings, dass es für alle sehr anstrengend wird, wenn man zwei Kitas hat, zwei "zu Hause" etc. Lieber wäre mir, sie wäre die meiste Zeit bei mir.

Was ich als schwierig ansehe: ich arbeite selbständig und bin daher viel in Deutschland unterwegs. teilweise zwei Tage die Woche. In dieser Zeit wäre also mein neuer Partner für die Tochter da, Oma oder Opa könnten einspringen und ggf. gibt es eine zusätzliche Kinderbetreuung. Mein Mann Arbeit allerdings nur halbtags und ist angestellt. Er kann sie also die meiste Zeit recht einfach betreuen.

Wie groß sind meine Chancen, wenn mein Mann gegen die "nicht zugestimmt" Mitnahme unserer Tochter gerichtlich angehen würde, dass ihm das Aufenthaltsbestimmungsrecht zufällt.

Er argumentiert:
- dem Kind ist nicht zuzumuten, den Lebensmittelpunkt zu ändern
- die neue Partnerschaft ist nicht stabil genug, erst seit 4 Monaten, wenn man sich wieder trennt sei es besonders schlimm für das Kind
- Kita und Freunde sind hier vor Ort
- er hat mehr Zeit für sie
- ich als Mutter bin recht oft unterwegs (wobei ich natürlich versuche, mehr und mehr Aufträge in der neuen Gegen zu akquirieren und ggf. auch Projekte abzugeben)


Könnte das für ihn sprechen? Ich will ihm die Tochter nicht entziehen. Bin zum reisen bereit und hoffe auf eine einvernehmliche Lösung ohne Gericht. Aber falls er es doch hinzuzieht, womit muss ich rechnen?

danke für Antwort

Sehr geehrte Ratsuchende,

Sie müssen die Zustimmung des anderen Elternteils, also des Kindesvaters einholen.

Verweigert er die Zustimmung, kann das Gericht eine Entscheidung treffen.

Sofern das Kindeswohl durch einen Umzug nicht gefährdet ist, hat das Gericht in den meisten Fällen nichts gegen einen Wohnortswechsel.

Allerdings wird auch die Zukunftsprognose ebenso wie die Rückschau bewertet.

Wenn er die Tochter in der Vergangenheit schon betreut hat, wird das gewichtet werden.

Auch seine anderen Argumente sind im Hinblick auf das Kindeswohl sicherlich nicht schlecht. Denn die Eltern, nicht Dritte haben letztlich das Kind zu betreuen und zu erziehen.

Hier sehe ich die größten Probleme in Ihrer Selbständigkeit und der Tatsache, dass Sie dann die Kindesbetreuung im Gegensatz zu dem Kindesvater eben nicht selbst leisten können.

Ich befürchte also, es wird mehr für die Argumente des Kindesvaters sprechen.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle, Oldenburg

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