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muss ich was zahlen ?


| 22.02.2007 19:44 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Guten Tag, ich heiratete (gesetzlicher gs) in 09.02 und trennte mich in 11.04 von meinem Mann. Wir bezogen in 03.05 getrennte Wohnungen. Wir haben keine Kinder, unsere Vermögen betrugen damals vor heirat ca. 10000 euro bei mir und 5000 mein mann. ich kaufte in 12.04 ein einfamilienhaus zur vermietung, welches voll belastet ist. mein einkommen war/ ist doppelt so hoch wie das meines mannes. mein mann hat ca. 2100 euro netto und sein eigenes auskommen. mein nettovermögen beträgt nun 46000 euro. was kann mein mann von mir verlangen ? es flossen bisher keine zahlungen an ihn. ich plane demnächst wieder den kauf eines einfamilienhauses zur vermietung.
22.02.2007 | 20:36

Antwort

von


106 Bewertungen
Großfriedrichsburger Straße 13
81827 München
Tel: 089 4306522
Web: www.Gabriele-Koch.de
E-Mail:
Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Frage, die ich anhand des geschilderten Sachverhalts wie folgt beantworte:

Ihr Mann könnte zunächst einen Anspruch auf Zugewinnausgleich haben. Nach Ihren Angaben haben Sie einen Zugewinn (= Differenz zwischen Anfangs- und Endvermögen) von rund 36.000 €. Sofern Ihr Mann keinen Zugewinn hat, hätte er einen Anspruch auf Zahlung von Zugewinnausgleich i.H.v. 18.000 €.

Daneben könnte auch ein Anspruch auf Versorgungsausgleich, also Ausgleich von Rentenansprüchen, sofern Sie beide angestellt sind und/oder Beiträge zur Rentenversicherung bezahlen. Wenn Ihr Einkommen etwa doppelt so hoch ist, wie das Ihres Mannes, ist davon auszugehen, dass Sie in der Ehezeit auch höhere Rentenversicherungsbeiträge bezahlt haben. Hier besteht eine Ausgleichspflicht in Höhe der Hälfte der Differenz. Der Versorgungsausgleich wird bei einer Scheidung von Amts wegen durchgeführt.

Theoretisch besteht auch ein Anspruch auf Ehegattenunterhalt, hier Aufstockungsunterhalt, da Sie erheblich mehr verdienen, als Ihr Mann. Dieser kann jedoch, sofern Ihr Mann nicht schon Ansprüche angemeldet hat, nur für die Zukunft verlangt werden. Nach der voraussichtlich zum 01.04. in Kraft tretenden Unterhaltsreform, wird dieser Anspruch aber wohl nicht mehr bestehen, da sich dann die Ansprüche nach dem Bedarf des Berechtigten orientieren und nicht mehr am Einkommen des Pflichtigen. Wenn Ihr Mann mit seinem Einkommen sein Auskommen hat, besteht dann kein Raum mehr für einen Ehegattenunterhalt.

Ich hoffe, Ihnen damit eine Orientierung gegeben zu haben und verweise ggf. auf die kostenfreie Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen
Gabriele Koch
Rechtsanwältin


Nachfrage vom Fragesteller 23.02.2007 | 11:24

Sehr geehrte Frau Koch, vielen Dank für die Ausführungen. Kann ich demnach auch "bedenkenlos" das Haus kaufen (volle belastung der kaufpreissumme als darlehen) ? Somit ist ja Vermögen und Schulden wieder 0. Vielen Dank.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 23.02.2007 | 14:06

Sehr geehrte Fragestellerin,

wenn der Kaufpreis in etwa dem Wert des Hauses entspricht und voll finanziert ist, ändert sich am Zugewinn nichts und Sie können das Haus "bedenkenlos" kaufen.

Anders sähe es allerdings aus, wenn es sich bei dem Haus um ein Schnäppchen handelt. Dann würde die Differenz zwischen Kaufpreis und tatsächlichem Wert wieder zum Zugewinn gehören.

Mit freundlichen Grüßen
Gabriele Koch
Rechtsanwältin

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