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muss ich ersatzteil zurücknehmen


22.03.2005 17:52 |
Preis: ***,00 € |

Internetauktionen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Schwartmann



Hallo hab vor circa 2 wochen diesen Lader bei ebay eingestellt und mit dieser Artikelbeschreibung verkauft:

Ihr bietet hier auf einen VW G60 Lader. Da ich ihn selbst mal bei eBay ersteigert habe aber nie benutzt verkaufe ich ihn als defekt für Bastler. Der Lader wurde von mir immer trocken gelagert. Er lässt sich von Hand drehen. Sieht nicht so ölig aus wie bei andren Auktionen. Mehr kann ich nicht sagen da ich keine Ahnung von der Technik habe. Verkaufe ohne jegliche Garantie und Rücknahme

Auf Grund des neuen Gewährleistungsgesetzes muss ich darauf hinweisen, das dieser Artikel ´so wie er ist´ verkauft wird. Also da ich eine Privatperson bin und der Artikel gebraucht ist, kann ich keine Garantie oder Gewährleistung geben. Eine Rücknahme ist auch ausgeschlossen. Sollten Sie damit nicht einverstanden sein, dann bieten Sie nicht. Die Versandkosten trägt der Käufer

Der Artikel ging für ca 270€ raus. Vor einer woche hat sich der käufer bei mir gemeldet das die ware defekt ist und er sein geld zurück will!ansonsten würde er mich wegen betrugs oder täuschung anzeigen.Wie soll ich mit dem käufer verbleiben.hat er das recht den artikel bei mir wieder abzugeben und sein geld zu verlangen?

mfg

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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Sie haben die gesetzliche Gewährleistung ausdrücklich ausgeschlossen und darüber hinaus im Angebot ebenso ausdrücklich darauf hingewiesen, daß Sie den Lader selbst nie benutzt haben, folglich auch keine Aussage über seine Funktionsfähigkeit machen konnten und das Gerät daher als "defekt" verkauft.

Der Käufer hat offenbar genau das bekommen, was er kaufen wollte.
Auf den Gewährleistungsausschluss dürften Sie sich lediglich dann nicht berufen, wenn Sie den Käufer über die Funktionstüchtigkeit des Gerätes getäuscht hätten. Aber eben dies haben Sie ausdrücklich nicht getan.

Aus dem gleichen Grund wird man Ihnen auch keinen Betrug vorwerfen, denn dieser setzt zunächst die Erregung eines Irrums voraus. Sie haben den Käufer aber gerade eben nicht getäuscht, sondern ausdrücklich darauf hingewiesen, daß Sie keine Garantie für die Funktionstüchtigkeit abgeben und das Gerät als "defekt" verkaufen.

Vor diesem Hintergrund kann ich keine Irrtumserregung oder Täuschung erkennen, so daß Sie strafrechtlich nichts zu befürchten haben werden.

Sie sollte sich also durch die Drohungen des Käufers nicht beindrucken lassen. Wenn Sie das Gerät zurücknehmen wollen, können Sie das zwar entgegenkommend machen. Verpflichtet sind Sie dazu aber nicht.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort geholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

A. Schwartmann
Rechtsanwalt

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