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muss Adoptivvater Unterhaltsvorschußleistungen zurück zahlen

| 12.05.2013 22:21 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Schwartmann


Zusammenfassung: Eine Adoption führt nicht dazu, dass für den leiblichen Vater geleisteter Unterhaltsvorschuss von dem Adoptivelternteil zurückzuzahlen ist.

Folgender Sachverhalt:

- mein Sohn wurde 1995 geboren
- 1997 trennte ich mich vom Kindsvater
- dieser bezieht seit 1998 eine EU Rente auf Dauer aufgrund eines Unfalls, daraus ergibt sich eine Zahlungsunfähigkeit
- Ich bekam Unterhaltsvorschussleistungen über die maximale Zeit von 72Monaten
- ich lernte meinen jetzigen Mann 1998 kennen, wir heirateten 10 Jahre später als 2008
- leben aber seit 1998 bereits zusammen, mal waren wir in seiner Wohnung, mal bei mir und meinem Sohn
- am 01.06.2002 kündigte ich dann meine Wohnung und zogen wir dann zusammen in sein Haus aufs Land. Seitdem sind wir alle 3 in einer Wohnung auch offiziell zusammen gemeldet
- Unterhaltsvorschuss bezog ich bis 30.06.2003
- dies Jahr wird mein Sohn 18, er möchte das mein Mann Ihn adoptiert, da er ihm all die 15Jahre ein sehr guter Vater war/ist und kein Unterschied zu Vater/Stiefvater spürte, Mein Sohn ist für mein Mann, wie ein leiblicher Sohn
- Wir stellen nach seinem 18.Geburtstag einen Antrag nach § 1772 „Annahme mit den Wirkungen der Minderjährigenannahme", damit der leibliche Vater kein Einverständnis geben muss
- seit 1999 hat der leibliche Vater keinen Kontakt mehr zu seinem Sohn

Die Frage die sich nun stellt:
Gehen die Ansprüche auf die Rückzahlung des Unterhaltsvorschusses auf meinen Mann, den Adoptivvater über? Ist sowas möglich? Man hat ja schon viel gehört.... Oder liegt eine Verjährung vor? Sollten die Ansprüche auf meinen Mann über gehen, frag ich mich, wer adoptiert denn dann noch ein Kind???

Was für Möglichkeiten haben wir dann, was müssen wir ggf. bedenken bei der Adoption????
Wichtig, es soll eine VOLLADOPTION sein.

Danke für Ihre Beantwortung!

Sehr geehrter Ratsuchender,

ich danke Ihnen für Ihre Anfrage, die ich gerne beantworten darf. Bitte beachten Sie aber, dass meine nachstehenden Ausführungen nur eine erste rechtliche Einschätzung auf der Grundlage Ihrer Angaben und Ihres Einsatzes darstellen können.

Unterhaltsvorschuss wird gezahlt, wenn der Unterhaltsverpflichtete nicht zahlungsfähig ist.

Der Anspruch des Kindes gegen den Unterhaltsverpflichteten geht dann auf die öffentliche Stelle über.

Die Adoption ändert aber nichts daran, dass bis zur Adoption ein Unterhaltsanspruch gegen den leiblichen Vater bestand. Die Adoption wirkt ja nicht rückwirkend.

Die Zahlungen können also von der Behörde nicht beim Adoptivvater, sondern nur bei dem leiblichen Vater geltend gemacht werden.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Andreas Schwartmann, Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 12.05.2013 | 23:02

Vielen Dank für die rasche Antwort!
Ist das ganz, ganz sicher????????????????????
Haben schon soviel gehört und auch im Internet gelesen, das die Behörde dann an den Adoptivvater getreten ist und die Gelder zurückgefordert hat.
Wäre zwar ein Unding, aber Gesetze bedeuten nicht gleich Recht! ;) Leider.....
Hätte mir zwar nichts anderes denken können, aber man hat eben schon von vielen Fällen gehört, wo es anders lief!!!!
Müssen wir bei der Adoption eines volljährigen Kindes noch was bedenken, ausser das wir einen Antrag nach §1772 stellen?
Danke für Ihre Bemühungen und die Antwort!
Ganz sicher, das mein Mann nicht an Stelle des leiblichen Vaters tritt und die Leistungen zurückzahlen muss????

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 13.05.2013 | 11:22

Sehr geehrte Ratsuchende,

was Sie bei einer Adoption alles beachten müssen, lässt sich nicht für pauschal 25 EUR beantworten.

Mit der Adoption tritt der Adoptivvater ex nunc an die Stelle des leiblichen Vaters, haftet aber natürlich nicht rückwirkend für dessen Unterhaltsschulden.

Mit freundlichen Grüßen

A. Schwartmann
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 04.08.2013 | 19:56

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