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mündlicher Ausbildungsvertrag


04.10.2004 10:35 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht



Guten Tag,
ich hätte eine Frage zu folgendem Sachverhalt:
meine Freundin bekam vor knapp 10 Wochen vom Geschäftsführer eines Fitnessstudios eine mündliche Zusage zur Ausbildung als Sport und Fitnesskauffrau. Daraufhin suchte sie sich eine Wohnung im selben Ort und ist mittlerweile dort eingezogen.
Bei der Nachfrage nach dem schriftlichen Vertrag wurde sie vom Geschäftsführer, im Gegensatz zu den beiden weiteren Azubi´s welche bereits Vertrag und Schulanmeldung bekommen haben, immer wieder vertröstet. Schon vor dem offizziellen Ausbildungsstart am 1.Oktober, welcher auch Eröffnungstag des Studios war, wurden 2 Rohbaufeste durchgeführt an denen meine Freundin arbeitete um Besucher durch die Räumlichkeiten zu führen. Am Eröffnungstag und gleichzeitig 1.Ausbildungstag (1.Oktober) fand eine VIP-Feier statt gefolgt von 2 Tagen der offenen Tür an denen sie ebenfalls arbeitete. Wohlgemerkt immer noch ohne schriftlichen Vertrag. Ein Besuch der Berfusschule hatte sie zu diesem Zeitpunkt ebenfalls schon absolviert obwhohl auch da noch ken Anmeldung seitens Arbeitgeber vorlag. Als sie nun am 2.Ausbildungstag nach den erfolglosen Gesprächen mit dem Geschäftsführer auf einen der Gesellschafter mit ihrem Problem zuging, gab sich dieser überrascht und versprach beim Geschäftsführer nachzuhaken was er dann auch umgehend tat. Dadurch fühlte sich der Geschäftsführer wohl angegriffen und erteilte meiner Freundin per Telefon eine Absage.
Das Ganze sieht für mich danach aus als wäre hier lediglich eine kostenlose Arbeitskraft gesucht worden unter dem Vorwand einen Ausbildungsplatz zu bekommen.
Meines Wissens nach ist eine mündliche Zusage in diesem Fall verbindlich daher stellt sich für mich nun folgende Frage:
kann meine Freundin für die bereits geleistete Arbeit eine Entlohnung sowie eine Aufwandsentschädigung für die durch den Umzug angefallenen Kosten verlangen? Ebenso wurde nun auch einige Zeit vergeudet um sich nach anderen Ausbildungsplätzen umzuschauen. Gerade in dieser Jahreszeit in der die meisten Ausbildungen beginnen. Ohne Ausbildungsvergütung kann auch keine Wohnungsmiete gezahlt geschweige denn eine Klage finanziert werden. Wie sehen hier die Möglichkeiten aus?
Für eine Antwort wäre ich Ihnen sehr dankbar

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Guten Tag,

Ihre Freundin hat sich auf eine mündliche Ausbildungsplatzzusage verlassen. Ein solcher mündlciher VertraGg ist auch wirksam, soweit beide Seiten sich erkenntlich über die wesentlichen Umstände einig sind und dies sozum Ausdruck bringen; daher wäre zunächst der gesamte Geschehensablauf, insbesondere der genaue Wortlaut von Äußerungen des Geschäftsführers weiter aufzuklären. Die Tatsache, dass Ihre Freundin mehrere Tage in dem Studio tätig war, stellt bereits ein Indiz für eine vertragliche Vereinbarung dar, aber noch keinen vollen Beweis, den Sie erbringen müßte, wenn Sie sich auf einen Vertrag berufen will.

Im Zweifel sollten Sie einen Arbeitsrechts-Anwalt aufsuchen; mit diesem könnte dann auch die Frage der Finanzierung dews Anwalts, evtl. im Rahmen von Prozesskostenhilfe, von vorne herein besprochen werden. Sie sollten Ihre finanzielle Situation nur von vorne herein darlegen.

Umzugskosten wären allenfalls als Schadenersatz dann zu fordern, wenn Ihre Freundin berechtigten Anlass gehabt hätte, wegen der mündlichen Zusage auch bereits solch hohe Investitionen zu treffen. Da nicht einmal ein schriftlicher Vertrag, wie sonst üblich, vorliegt, dürfte die Durchsetzung dieser Position sehr schwierig werden. Letzlich müßte ohnehin erst einmal die grundsätzliche vertragsgestaltung (s.o.) geklärt werden.

Ich hoffe, Ihnen geholfen zu haben und verbleibe

Mit freundlichen Grüßen


Ralf Thormann, Rechtsanwalt
fachanwalt für Verwaltungsrecht, Recklinghausen


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