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mündlicher Arbeitsvertrag in Arbeitslosigkeit

06.12.2012 00:04 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Notar und Rechtsanwalt Oliver Wöhler



Ich bin arbeitslos gemeldet. Während meiner Arbeitslosigkeit habe ich ein unbezahltes Praktikum in einer Familienpflegeeinrichtung gemacht. Das Amt wurde hierüber informiert.

Nach meinem Praktikum wurde mir mündlich ein Arbeitsvertrag zugesichert. Außer dem Stundenlohn sind mir keine weiteren Vertragsdetails bekannt. Die Wochenstundenzahl sollte zwischen 25 und 40 Stunden liegen. Ich habe bekonnen zu arbeiten und wurde auch mit ca. 30 Stunden pro Woche in den Dienstplan aufgenommen. Eine Abmeldung meiner Arbeitslosigkeit habe ich noch nicht vorgenommen, da noch kein Arbeitsvertrag vorliegt. Nach mehrmaliger Nachfrage erhalte ich nur die Info, dass der Vertrag beim Anwalt liegt. Im Steuerbüro wurde ich wohl bereits am 26.11. angemeldet. Ein Nachweis hierfür habe ich jedoch nicht. Außerdem habe ich für die Tage im November noch kein Geld erhalten.

Nach zwei Wochen Arbeit möchte ich nun den Job nicht mehr machen, weil er sich entgegen der ursprünglichen Beschreibung als ganz anders heraus gestellt hat. Mir ist eine soziale Komponente sehr wichtig. Tatsächlich handelt es sich jedoch zu 90% um Hausarbeit, wie Putzen, Waschen, Essen kochen.

Meine Frage: Ab wann besteht ein "Arbeitsvertrag"? Bin ich verpflichtet weiter arbeiten zu gehen? Wie "kündige" ich am besten? Wie verhalte ich mich der Agentur gegenüber am besten? Bekomme ich eine Sperre des ALG1?

Danke für die Hilfe!

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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts beantworten möchte:

Wie Sie bereits festgestellt haben, kann ein Arbeitsvertrag auch mündlich geschlossen werden. Dies ist bei Ihnen der Fall, denn Sie wurden angemeldet und in den Dienstplan aufgenommen. Daran ändert auch nichts, dass die Arbeitszeit noch nicht genau feststand. Ihr Praktikum war ja offensichtlich beendet. Streng genommen, müssten Sie also weiter arbeiten und müssten den Vertrag kündigen. Die Frist wäre 2 Wochen oder 4 Wochen, je nachdem ob eine Probezeit vereinbart wurde oder nicht. Sie sollten weiter arbeiten und dann bei der Agentur für Arbeit vorsprechen und die Lage schildern. Sie sollten klar stellen, dass die Tätigkeit nicht der Beschreibung entspricht und auch nicht Ihren Neigungen. Sie müssen natürlich auch erwähnen, dass ein schriftlicher Arbeitsvertrag noch nicht vorliegt. Es geht darum mit der Bundesagentur zu klären, ob diese Probleme machen wird im Hinblick auf eine Sperrzeit nach § 159 I Nr.1 SGB III. In aller Regel wird eine Eigenkündigung in der Probezeit zumindest bei selbstgesuchter Arbeit akzeptiert.

Wenn Sie vom Amt Klarheit haben, sollten Sie das Gespräch mit dem Arbeitgeber suchen. Es wäre dann natürlich auch ein Aufhebungsvertrag mit sofortiger Wirkung denkbar. Ihren Lohn für die Arbeit bis jetzt, müssen Sie natürlich erhalten.

Um alle Probleme mit der Bundesagentur zu umgehen ist auch denkbar, dass Sie mit dem AG vereinbaren, dass dieser Sie in der Probezeit kündigt. Er darf nur nicht später angeben, dass ein Fehlverhalten die Kündigung verursacht hat. Ansonsten ist aber eine Kündigung in der Probezeit ohne Gründe möglich. Dann würde Ihnen definitiv keine Sperre drohen.



Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Oliver Wöhler, Rechtsanwalt


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