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mietzahlung

15.09.2011 21:20 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Ich habe eine Frage für eine Freundin, die leider nicht genügend deutsch spricht, um selbst mit einem Anwalt in Kontakt zu treten.

Meine Freundin und ihr Mann leben getrennt und zwar seit Mitte des Jahres 2009.
Das Scheidungsverfahren läuft.

Meine Freundin ist Alleineigentümerin des Hauses in dem die Familie lebte und jetzt der Ehemann lebt.
Dieser hat ein Gewerbe und Gewerberäume in diesem Haus gemietet. Seit fast 11 Jahren zahlt er meiner Freundin Miete.
Seine Mutter lebt in einem Anbau zum Haus und ist ebenfalls Mieterin meiner Freundin, seit fast 10 Jahren.

Bis Februar 2010 bezahlte die Schwiegermutter meiner Freundin direkt die Miete. Seit März 2010 bezahlt Sie die Miete an den Mann und der überwies die Miete an meine Freundin weiter.
Hiergegen hatte sie nichts einzuwänden, da es ihr egal war von wem die Zahlung kommt.

Der Mann hat nun einfach die Mietzahlungen für sich und die Mutter ab dem Monat Oktober 2010 eingestellt und erst wieder ab Juli 2011 aufgenommen.
Er ist nicht bereit, die ausstehenden Mieten an meine Freundin nachzuzahlen.

Meine Freundin erwägt nun die KLage und will wissen, ob sie beide Mietbeträge für die ausstehenden Monate von ihrem Mann einklagen kann oder ob sie zwei Klagen machen muss und zwar gegen Mann und Schwiegermutter.

Sie will die Schwiegermutter nicht verklagen, da es ihr gesundheitlich schlecht geht und sie eigentlich einverstanden war, dass diese die Miete an den Mann zahlt und er ihr die Miete weiter überweist.

Kann meine Freundin nur gegen den Mann klagen?

Meine Freundin hatte bereits die Schwiegermutter angeschrieben und um Zahlung des zukünftigen Mietbetrags an sie direkt aufgefordert. Dies geschieht nicht.
Was kann meine Freundin unternehmen?

Der Mann zahlt zwar an meine Freundin nun die Miete der Mutter behält aber 70,00 EUR ein, da er sagt, dieser Betrag sei von der Mutter für die Nebenkosten gedacht gewesen.
Kann meine Freundin bei einer KLage gegen den Mann auch diese Kosten einfordern?

Vielen Dank
15.09.2011 | 22:38

Antwort

von


(445)
Tannenforst 3
47551 Bedburg-Hau
Tel: 02821 8995153
E-Mail:

Sehr geehrte Fragestellerin,

gerne beantworte ich Ihre Fragen wie folgt.

Es muss gegen denjenigen geklagt werden, gegen den sich der Anspruch auf Zahlung der Miete ergibt. Die Anspruchsgrundlage ist dabei der Mietvertrag. Also kommt es vorliegend darauf an, ob es einen einheitlichen Mietvertrag gibt oder ob es zwei getrennte Mietverhältnisse sind. Im letzteren Fall sind 2 Klage zu erheben, und zwar eine gegen den Mann und eine weitere gegen dessen Mutter. Diese Verfahren sind dann unabhängig voneinander da sie auf unterschiedlichen Vertragsverhältnissen fußen.

Gibt es einen einheitlichen Mietvertrag in dem nur der Mann Mieter ist, dann kann natürlich der Anspruch gerichtlich unmittelbar und ausschliesslich gegen diesen geltend gemacht werden.

Aber auch wenn ein einheitlicher Mietvertrag mit dem Mann und dessen Mutter vorläge, müsste die Miete gegen beide als Vertragspartner eingeklagt werden.

Nach der von Ihnen geschilderten Sachlage erscheint es mir wahrscheinlich, dass zwei getrennte Mietverträge vorliegen, schon deshlab weil beide Mieter unabhängig voneinander an Ihre Freundin als Vermieterin gezahlt haben.

Es wird Ihrer Freundin also nichta anderes übrig blieben auch die Mutter zu verklagen.

Dies gilt im Übrigen auch hinsichtlich des einbehaltenen angeblichen Nebenkostenanteils. Auf diesen hat der Mann keinerlei Ansprüche, weshalb ein Zurückbehaltungsrecht diesbezüglich nicht bestehen kann.


ANTWORT VON

(445)

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Erbrecht, Insolvenzrecht, Kreditrecht, Vertragsrecht, Mietrecht
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