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mein 13 jähriger sohn will beim vater leben


| 18.09.2005 19:21 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Jutta Petry-Berger



der vater meines sohnes, war einen tag nach seinem 13. geburtstag mit ihm, ohne mein wissen, bei seinem anwalt. mein sohn hat ausgesagt, dass er bei seinem vater leben will. meine tochter ist 11 und möchte nicht ohne ihren bruder leben. ich weiß, dass der vater einen extremen canabiskonsum hat und auch andere sogenannte softe drogen nimmt. leider habe ich vor 2 wochen auf einer party ebenfalls an einem joint gezogen, aber ich bin nicht abhängig. trotdem habe ich angst, wenn ich ihn anzeige, um zu verhindern, dass ihm die kinder zugesprochen werden, dass ich mich selber strafbar gemacht habe. was kann ich tun, um gegen einen wochenendpapi anzukommen, der seine kinder glauben macht, es wäre bei ihm auch im alltag so lustig, wie am wochenende???? wegen dem joint, den ich mitgeraucht habe, habe ich mich nicht getraut meiner anwältin davon zu erzählen, auch das jugendamt ist informiert, allerdings nicht darüber, dass der vater extremer kiffer ist.Ich habe schreckliche angst meine kinder zu verlieren, sie bei ihm zu lassen und
ich möchte meinen kindern diese erfahrung ersparen, sie können es doch noch gar nicht einschätzen, was auf sie alles zukommen würde...einschließlich schulwechsel...bitte helfen sie uns !!!

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Sehr geehrte Ratsuchende,

ich bedanke mich für Ihre online-Anfrage, zu der ich folgt Stellung nehmen möchte:

Zunächst unterstelle ich, dass Ihnen zusammen mit dem Vater nach der Trennung das gemeinsame Sorgerecht zusteht und der Vater einen Antrag auf Übertragung des alleinigen Sorgerechts nach § 1671 BGB gestellt hat. Einem solchen Antrag kann das Familiengericht nur unter der Voraussetzung stattgegeben, dass Sie zustimmen und das Kind, welches das 14. Lebensjahr vollendet hat, der alleinigen Sorgerechtsübertragung nicht widerspricht. Da es bereits an Ihrer Zustimmung fehlen wird, hat das Familiengericht zu prüfen, ob die Aufhebung der gemeinsamen elterlichen Sorge dem Kindeswohl am besten entspricht. Zwar nimmt das Familiengericht hier eine Prüfung von Amts wegen vor (§ 12 FGG) und wird hierzu auch das Jugendamt hören, über Ihre Anwältin sollte jedoch zusätzlich eine umfassende Stellungnahme erfolgen. Sie sollten Ihrer Anwältin daher die Lebensumstände des Vaters vollumfänglich darstellen, selbst wenn Sie hierbei Ihre „einmalige Verfehlung“ einräumen müssten. Nur so ist diese in der Lage, Ihre Rechte angemessen zu vertreten und somit auf eine dem Kindeswohl am besten entsprechende Regelung hinzuwirken. Im Übrigen werden Sie bei einem Drogenmissbrauch in nur einem Fall nicht den Entzug des Sorgerechts wegen Gefährdung des Kindeswohls befürchten müssen. Bei nachgewiesener Drogensucht des Vaters wird das Familiengericht bereits nach § 1666 BGB wegen konkreter Gefährdung des Kindeswohls dem Vater das Sorgerecht entziehen.

Selbst wenn die gemeinsame elterliche Sorge zugunsten des Vaters aufgehoben werden würde, wovon allerdings nicht ausgegangen werden kann, wäre damit noch nicht entschieden, ob die Kinder bei dem Vater am besten aufgehoben sind. Vielmehr hat das Familiengericht sich bei dieser Entscheidung davon leiten zu lassen, welcher Elternteil am besten geeignet und in der Lage ist, sich um die Erziehung der Kinder zu kümmern. Wenn Ihre Anwältin den Drogenkonsum des Vaters im Einzelnen darlegen wird und sich aufgrund dessen die Lebensumstände des Vaters als ungeeignet erweisen, wird nicht die Entscheidung getroffen werden können, dass die Kinder bei dem Vater leben sollen. Dies setzt allerdings wiederum voraus, dass Sie sich Ihrer Anwältin anvertrauen und dieser die entsprechenden Informationen zukommen lassen.

Ich hoffe Ihnen mit den vorstehenden Ausführungen zunächst weitergeholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Jutta Petry-Berger
Rechtsanwältin
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