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mehrere Ventilschäden nach Einbau einer Autogasanlage


13.08.2007 17:14 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht



Guten Tag!

Wegen mind. 30.000 km Fahrleistung im Jahr entschied ich mich im vergangenem Jahr dafür, meinen Ford Focus auf Autogas (LPG) umrüsten zu lassen. Nach Informationen aus dem Internet, wo verschiedene über Problemen mit den Ventilen im Gasbetrieb sprachen, entschied ich mich dafür, mein Fahrzeug bei der in der Nähe liegenden Ford-Vertragswerkstatt, die ein Umrüsten auf Autogas offerierte, umrüsten zu lassen. Und dies, obwohl der Ford-Händler ca. 500 Euro mehr verlangte als andere Anbieter.

Geschehen ist dies im am 6.6.2006 bei einem Kilometerstand von 109700m, Fahrzeugalter 3,5 Jahre.

Nach anfänglichen Problemen mit der Gasanlage (Einstellungen etc), fing der Motor nach wenigen 1000km an, unruhig zu laufen.
Im September 2006 (km 121987) lief dann nix mehr und ich musste in die Werkstatt, um die Ventile einstellen zu lassen (254 Euro).

Bei km 135488 war ich im Februar 2007 wieder in der Werkstatt, da wieder die gleichen Sympome auftraten (Motor unruhig, bzw. ausgehen an der Ampel, etc.)
Wieder wurden die Ventile nachgestellt (lt. Aussage der Werkstatt mit einer Vorspannung), ein erster Folgeschaden repariert, für insg. 600 Euro. Hier teilte mit die Werkstatt nun mit, das ein weiteres Nachstellen nicht möglich sein wird und der Zylinderkopf getauscht werden müsste (Kosten a. 1200 Euro).

Nun bei km 150000 treten wieder deutlich dieser unruhige Lauf etc. auf.

Inzwischen bin ich mal bei einem anderen Ford Händler gewesen. Auf Anfrage, ob mein Ford Focus auf Autogas (LPG) umrüstbar sei, wurde mir mitgeteilt, das die Ventile mit gewechselt werden müssten.

Mir taucht der Verdacht auf, daß mich mein Ford-Händler nicht richtig beraten hat, und ich nun zum einen für die Folgeschäden aufkommen muß, um weiter fahren zu können, und zum anderen der Händler sich dadurch noch eine goldenen Nase verdient.

Meine Frage: Kann ich vom Ford-Händler kostenlosen Ersatz/Reparatur meines Fahrzeug-Schadens (z.Bsp. Tausch auf einen Gas-tauglichen Zylinderkopf) verlangen?
Wie sieht es mit Erstattung der angefallenen Reparaturkosten aus? Muß ich der Werkstatt irgendetwas nachweisen? Wenn ja, wie?

Noch zur Erklärung: Ich habe auch bei Ford in Saarlouis nachgefragt, wo der Ford Focus gebaut wird. Die teilten mir auch mit, das der Motor ohne Umbau nicht für Gasbetrieb geeignet ist.

Mit freundlichen Grüßen


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Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

auf Grund des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Sofern unter den Ford-Fachwerkstätten bekannt ist, dass bei der Umrüstung des von Ihnen gefahrenen Modells ein Austausch der Ventile notwendig ist, und wird eine solche nicht fachgerecht ausgeführt, d.h. wird ein Austausch der Ventile gerade nicht vorgenommen, so dass in Folge dessen die von Ihnen beschriebenen Defekte auftreten, kann davon ausgegangen werden, dass die Ihnen gegenüber erbrachte Umrüstung des Fahrzeuges mangelhaft war.

Insoweit kann angenommen werden, dass auf Seiten Ihrer Ford-Vertragswerkstatt eine Pflichtverletzung vorliegt. Diese ist darin zu sehen, dass Ihnen nicht mitgeteilt wurde, dass eine Auswechslung der Ventile notwendig ist, obwohl das Auftreten dadurch bedingter Folgeschäden bekannt ist.

Insofern wäre die Vertragswerkstatt verpflichtet, die Ihrerseits genannten Umbauten vorzunehmen und Ihnen die bereits entstandenen Kosten zur Beseitigung der Folgeschäden zu erstatten.

Ich weise Sie jedoch rein vorsorglich darauf hin, dass die Wertstatt einwenden könnte, dass die Kosten einer Umrüstung bei gleichzeitigem Austausch der Ventile höher gewesen wäre. Die entsprechende Differenz müssten Sie sich dann anrechnen lassen.

Von Ihnen wäre die von der Werkstatt verschuldete Pflichtverletzung nachzuweisen.

Dies kann geschehen durch (mehrere) schriftliche Bestätigungen anderer Ford-Vertragswerkstätten, es sei bekannt, dass bei einer derartigen Umrüstung der Austausch der Ventile notwendig ist. Auch eine schriftliche Bestätigung des Autoherstellers dahingehend wäre hilfreich. Außerdem sollte Sie sich bestätigen lassen, dass dieses Problem den Ford-Vertragswerkstätten bekannt ist. Von Vorteil wäre auch, wenn Sie einen Zeugen dafür hätten, dass Ihre Werkstatt Ihnen gegenüber von dem Problem nichts erwähnt hat.

Außerdem ist durch Sie der Beweis zu führen, dass die von Ihnen beschriebenen Defekte durch die nicht durchgeführte Auswechslung der Ventile verursacht wurden sind. Im Zweifelsfalle wäre hierzu ein Gutachten einzuholen.

Ich rate Ihnen außerdem, Ihr Anliegen gegenüber der Werkstatt, unter Umständen unter Zuhilfenahme eines Rechtsanwalts, schriftlich darzustellen.

Abschließend möchte ich Sie darauf hinweisen, dass es sich bei dieser Beurteilung lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung, basierend auf Ihren Angaben, handelt. Eine umfassende rechtliche Begutachtung kann diese jedoch nicht ersetzen.
Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Information kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.

Sollten Sie ergänzende Fragen haben, bitte ich Sie von der kostenlosen Nachfragefunktion Gebrauch zu machen.

Ich hoffe Ihnen einen ersten Überblick gegeben zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Maik Elster
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 28.08.2007 | 06:25

Guten Morgen!

Danke für Ihre Antwort!

Ich bin gerade dabei, entsprechende Informationen einzuholen.
Inzwischen ist ein Austausch des Zylinderkopfes notwendig, da der Motor sehr unruhig läuft, er mir schon an der Ampel ausgegangen ist uns seit heute die Motorsteuerungs-Warnleuchte brennt.

Was sollte ich (muß ich) beim Reparaturauftrag beachten, um eventuell, wenn ich entsprechende Informationen bekommen sollte, im Nachhinein eine Erstattung zu bekommen (bzw. eine Verrechnung?
Ich habe so Sachen im Kopf bei der Bezahlung der Reparatur wie auf der Rechnung zu vermerken "Zahlung unter Vorbehalt" o.ä.

Können Sie mir da eine Rat geben?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 28.08.2007 | 20:15

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

gerne beantworte ich Ihre Nachfragen, wenn auch etwas zeitverzögert, wie folgt:

Sie sollten auf dem Reparaturauftrag vermerken lassen, warum Sie den Zylinderkopf austauschen lassen und welche Auffälligkeiten vor dem Austausch aufgetreten sind. Natürlich können Sie die Reparaturrechnung auch unter Vorbehalt begleichen, was Sie auf der Rechnung vermerken lassen sollten.

Zu Beweissicherungszwecken sollten Sie das Reparaturprotokoll (in Kopie) anfordern und sich die ersetzten Zylinderköpfe herausgeben lassen. Dies könnte ein späteres Sachverständigengutachten erleichtern.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg,

Mit freundlichen Grüßen

Maik Elster
Rechtsanwalt

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