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mehrere Fragen zur Unterhaltsberechnung

22.04.2010 15:13 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Guten Tag,

ich habe einige konkrete Fragen zur Unterhaltsberechnung.

1. werden Erträge aus Aktienverkäufen in die nacheheliche Unterhaltsberechnung einbezogen? die Aktien sind "gemeinsames" Vermögen und daher Vermögen, das komplett in den Zugewinn einfliesst, da wäre es ja ungerecht, wenn nur ich die Erträge angerechnet bekomme und daher höheren Unterhalt zahlen muss.

2. Unterhalt bei überdurchschnittlichen Vermögen
konkreter Fall mein EK 7200netto, Frau EK 1900netto.
Ist dies ein Fall in dem Ehefrau Nachweis über eheliche Lebensverhältnisse erbringen muss? wenn ja, wird Ihr EK auf Bedarf angerechnet?

3. Halbteilung oder 3/7 Methode in der Berechnung?

4. Frau besitzt Firmenwagen, NettoRate wird monatlich von ihrem Gehalt abgezogen und ist höher als 1%geldwerter Vorteil. Kosten für Benzin, Wartung, Reifen übernimmt Arbeitgeber.
wird hier etwas auf unterhaltsrelevantes Einkommen aufgeschlagen?

Danke


Sehr geehrter Fragesteller:

gerne beantworte ich Ihre Frage ich auf Grund des dargelegten Sachverhalts wie folgt:

Frage 1:
Es handelt sich nicht um normale Erträge wie Dividenden, sondern um Spekulationsgewinne und somit nicht um Einkünfte. Eine Berücksichtigung sollte, wie von Ihnen richtig vermutet, nur über den Zugewinn stattfinden.


Grundsätzlich ist es so, dass kein Geldzufluss zweimal berücksichtigt werden kann, sondern immer nur einmal.

Frage 2:
Da Sie in Frankfurt wohnen, sind die Unterhaltsrechtlichen Leitlinien (hier Nr. 15.3 der UL) des OLG Frankfurt massgeblich. Danach muss ein über 2.200 Euro hinausgehender Bedarf konkret dargelegt werden. Eigenes Einkommen des bedürftigen Ehegatten - Erwerbseinkommen nach Abzug des Erwerbstätigenbonus - ist hierauf anzurechnen.


Frage 3:
3/7-Methode



Frage 4:
Wenn die 1%-Regelung nicht ausreichend ist, muss der "Sachbezug" Firmenwagen im Wege der Schätzung in Geldwert umgerechnet und das Einkommen entsprechend erhöht werden.


Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen ersten Überblick über die bestehende Rechtslage geben und Ihnen damit weiterhelfen.

Mit freundlichem Gruß

Michael J. Zürn
Rechtsanwalt


Rückfrage vom Fragesteller 22.04.2010 | 15:48

zu Frage2:
dies wird leider nicht in Frankfurt verhandelt, sondern am Amtsgericht Wiesloch, d.h. Baden-Württemberg, welchen Einfluss hat dies?

zu Frage4: meine Frau bezahlt ja von ihrem Netto die monatliche Rate des Wagens (inklusive von Rabatten, Listenpreis 30k minus 8k)

was meinen Sie mit Schätzung in Geldwert? den Wert der Sachleistungen, wie z.B. Benzin etc.. oder den Wagen selbst?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 22.04.2010 | 16:29

Sehr geehrte(r) Fragesteller(in):

gerne beantworte ich Ihre Nachfrage auf Grund des dargelegten Sachverhalts wie folgt:

Frage 2:
Die Süddeutschen Leitlinien sehen keine konkrete Zahl vor, es geht nach Einzelfall (SüdL: "15.3 Bei sehr guten Einkommensverhältnissen des Pflichtigen kommt eine konkrete Bedarfsberechnung in Betracht").

Sie können aber davon ausgehen, dass ab 2.500 € die konkrete Bedarfsberechnung sehr wahrscheinlich ist.

Frage 4:
Gemeint ist natürlich alles zusammen. Einzelne Teile herauszugreifen, andere nicht, würde ja gar keinen Sinn machen.

Abschließend hoffe ich, Ihnen mit dieser Auskunft weitergeholfen zu haben und würde mich über eine positive Bewertung freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

Michael J. Zürn
Rechtsanwalt

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