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medizinisch neurologisch-psychologische Gutachten

| 19.10.2012 17:10 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Guten Tag,

Vor ca. 2 Jahren hat ein vom SG bestellter Gutachter über einem Verunfallten (Kläger) ein Gutachten nach Aktenlage geschrieben.
Anhand dieses Gutachtens hat der Verunfallte die Klage vor dem SG verloren und keine EM-Rente bekommen. Weil alle Verletzungsfolgen einzig auf den Unfall geschrieben wurden und es keine Aussicht auf Besserung geben wird. So hat es der Gutachter im SG-Gerichtsgutachten geschrieben.

Jetzt hat der Verunfallte den Gutachter gebeten, genau nach diesem SG-Gutachten (was der Gutachter selber erstellt hat) mit den gleichen Unterlagen und nach Aktenlage den Invaliditätsgrad (für eine PUV) zu benennen. Da in seinem SG-Gerichtsgutachten alles Unfallfolgen sind.

Im 2. (privaten) Gutachten hat der Gutachter sein Ergebnis um 180° gedreht. War im SG-Gutachten der Unfall der Auslöser aller Behinderungen, so ist es jetzt im 2. (privaten) Gutachten überhaupt nicht mehr der Unfall, sondern eine Krankheit (die es aber nicht gibt) der Auslöser.

Somit hat ein und derselbe Gutachter 2 ganz verschiedene Ergebnisse über einen Unfall geschrieben. Immer passend für die Versicherung / DRV.

Kann ich etwas gegen diesen Gutachter unternehmen? Darf ich ihn anzeigen?
Es ist ein Gutachter eines großen Gutachterverbandes.

Sehr geehrte Ratsuchende,

besten Dank für die Anfrage, die ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes im Verhältnis zu Ihrem Einsatzgerne wie folgt beantworten möchte.

Wenn der Gutachter gerichtlich auf die selbe Beweisfrage zwei unterschiedliche Ergebnisse festgestellt hat, dann könnte man über einen Prozessbetrug nachdenken.

Auch in zwei unterschiedlichen VErfahren darf der Gutachter nicht aufgrund der gleichen Tatsachen zu zwei unterschiedlichen Ergebnissen kommen.

Der Gutachter hat dann wissentlich die Überzeugung des Gerichts maßgeblich beeinflusst, was zu einem fehlerhaften Urteil geführt hat.

Soweit in einem oder beiden Prozessen noch ein Rechtsmittel gegeben ist, kann man das Gutachten sodann mit dem Hinweis auf die Widersprüchlichkeit angreifen und den Gegenbeweise mittels einen neuen Gutachtens erbringen, wobei das Gericht an und für sich genm. § 106 SGG einen Gutachter von sich aus benennt.

Gem. § 109 SGG steht Ihnen die Möglichkeit zu, ein eigenes Gutachten einholen zu lassen.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten Überblick über die Rechtslage gegeben haben zu können.

Bitte bedenken Sie, dass meine Einschätzung ausschließlich auf Ihren Angaben beruht.

Nachfrage vom Fragesteller 19.10.2012 | 17:47

Das SG-Urteil ist vor 2 Jahren gesprochen worden, also keine Rechtsmittel mehr anwendbar.

Jetzt klagen wir gegen die PUV und dafür wollte ich den Invaliditätsgrad von dem Gutachter bekommen. Da ja sein SG-Gutachten (das mir das SG für die Klage vor dem LG frei gegeben hat)eindeutig und einzig vom Unfall ausgeht und div. Diagnosen (die einen hohen Invaliditätsgrad beinhalten)hat er im SG-Gutachten voll bestätigt.

Im jetzt, nach 2 Jahren geschriebenen privaten Gutachten bringter der Gutachter die Diagnosen in keinem Zusammenhang mit dem Unfall, mehr noch er bestreitet einen Zusammenhang.

Dazu möchte ich noch bemerken, dass das SG-Gerichtsgutachten kurz nach der 3-Jahresfrist der PUV gefertigt wurde, also als Beweis für eine Invalidität in der 3-Jahresfrist taugt.

Vielen Dank für Ihre Antwort

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 19.10.2012 | 19:50

Sehr geehrte Ratsuchende,

auf Ihre Nachfrage hin möchte ich gerne folgendes mitteilen:

Wenn das neue private Gutachten vom ersten Gutachten bei gleicher Fragestellung abweicht, könnte man über einen Schadensersatzanspruch gegen den Gutachter nachdenken.

Ich möchte Sie noch darauf hinweisen, dass ein Privatgutachten in einem Prozess allenfalls qualifizierter Parteivortrag ist und kein Gutachten im Sinne der ZPO ist und damit kein Strengbeweismittel.

Sollte dieses Privatgutachten noch nicht in den Prozess eingeführt worden sein würde ich Ihnen empfehlen, dieses zurück zu halten und den Gutachter unter Hinweis auf die Abweichung zum ersten Gutachten zur Nachbesserung auffordern.

Ich hoffe, Ihnen mit meinen Ausführungen weitergeholfen haben zu können.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Grübnau-Rieken LL.M., M.A.
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 20.10.2012 | 08:54

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