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leihwagen bei gewährleistungsfall eines gebrauchten kfz 7 tage nach kauf


09.12.2013 16:20 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht



hallo, ich habe vor 1,5 wochen ein gebraucht-kfz über einen offiziellen händler erworben. dieser hat vor dem verkauf noch eine durchsicht durch eine freie werkstatt und ein dekra-gebrauchtwagen-zustandsbericht veranlaßt, der wagen ist also in einem mängelfreien zustand an mich übergeben worden. dann bin ich 7 tage nach dem kauf unterwegs liegen geblieben. der verkäufer hat anstandslos die reparatur übernommen, will mir aber die kosten für einen vergleichbaren leihwagen und ggf. verdienstausfall nicht erstatten. im kaufvertrag wurde dies auch nicht explizit vermerkt.
zu welchen leistungen ist der verkäufer verpflichtet?

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Zunächst sollten Sie dem Verkäufer gegenüber keinesfalls bestätigen, dass sich das Fahrzeug bei Übergabe in einem mangelfreien Zustand befand. Genau darauf kommt es nämlich für die Gewährleistungspflicht des Verkäufers an.

Ich gehe davon aus, dass Sie das Fahrzeug als Verbraucher gekauft haben. Zugunsten von Verbrauchern geht das Gesetz innerhalb der ersten sechs Monate nach dem Kauf davon aus, dass die Sache bereits bei Gefahrübergang mangelhaft war. Das Gegenteil wäre vom Verkäufer zu beweisen. Auch bereits "im Keim angelegte Mängel" sind hiervon erfasst.
Nur wenn dem Verkäufer dieser Gegenbeweis nicht gelingt ist er in der Gewährleistungspflicht.

Diese umfasst auf der ersten Stufe die Nacherfüllung. Dieser ist der Verkäufer in Ihrem Fall auch im Rahmen der Nachbesserung nachgekommen (Reparatur).

Überdies ist Ihnen -wie ich Sie verstanden habe- jedoch weiterer Schaden in Form von Mietwagenkosten und Verdienstausfall entstanden.
Was diese Schadenspositionen angeht, ist der Verkäufer grundsätzlich auch zum Ersatz des hieraus entstanden Schadens verpflichtet. Allerdings ist die konkrete Schadenshöhe von Ihnen zu beweisen. Außerdem sind Sie dazu angehalten, diesen weiteren Schaden so gering wie möglich zu halten (Schadensminderungspflicht). Sollten Sie dies nicht tun, haben Sie für den überschießenden Teil eventuell keinen Schadensersatzanspruch.

Anders sieht die Sache aus, wenn es dem Verkäufer durch die Gutachten gelingt zu beweisen, dass das Fahrzeug bei Übergabe tatsächlich mangelfrei war. Dann ist die Gefahr des zufälligen Untergangs oder der zufälligen Verschlechterung der Sache mit Übergabe auf Sie übergegangen und den Verkäufer trifft keine Gewährleistungs-/Schadensersatzpflicht. In diesem Fall würde es sich auch bei der "gratis Reparatur" um eine reine Kulanzleistung handeln, auf die Sie keinen gesetzlichen Anspruch hätten.

Ich hoffe, meine Antwort hat Ihnen geholfen einen Überblick über die Sie betreffende Rechtslage zu erhalten und bedanke mich für das mir entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen
Jan Philipp Bergmann
-Rechtsanwalt-
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