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leichte Körperverletzung - soll ich eine Aussage bei der Polizei machen?


| 18.07.2009 14:31 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Tanja Stiller



folgender Sachverhalt besteht:

Seit längerer Zeit habe ich schon diverse Auseinandersetzungen mit einem Ehepaar in unserem Haus. Das Ehepaar tyrannisiert alle Mitbewohner des Hauses unter anderem auch eine 80 jährige Frau und meinen 6 Jährigen Sohn. Dies geschieht duch Beschimpfungen und Drohungen. Außerdem werden ständig Leute auf dem Hof ausgesperrt, indem einfach die Tür abgeschlossen wird, so dass man nicht mehr herein kommt. So auch vor ca. 2 Wochen. Wir feierten den Geburtstag meiner Lebensgefährtin. Ich stand auf dem Hof und habe gegrillt. Der Herr des Ehepaares kam herunter und schloss die Tür des Hofes von innen ab, so dass ich ausgesperrt war. Später des Abends stand er dann auf seinem Balkon und grinste mich an. Ich war darüber natürlich verärgert und es kam zu einer verbalen Auseinandersetzung in der er zu mir sagte, "komm doch hoch du Schwein". Ich ging hoch, klopfte an der Tür. Die Tür öffnete sich und er stürmte mit einem Spatenstiel auf mich los. Ich konnte ihm den Spatenstiel abnehmen, worauf hin er dann gemeinsam mit seiner Frau auf mich los ging. Meine Lebensgefährtin und meine Mutter, welche mir gefolgt sind mussten mir helfen (Sie können auch den Angriff des Mannes bezeugen). Allerdings hat niemand von uns den Mann angefasst.
Wir gingen wieder nach unten, den Spatenstiel nahm ich mit. Das Ehepaar rief die Polizei und erstattete Anzeige gegen mich wegen Körperverletzung. 5 Tage später bekam ich Post von seiner Rechtsanwältin. In dem Schreiben stand, dass ich auf den Mann eingeschlagen hätte, er hätte diverse Verletzungen, die auch ärtztlich bescheinigt sind. Ich darf mich dem Mann nicht mehr weiter als 10m nähern und soll an die Anwältin 315€ Honorar überweisen.

Ich habe den Mann aber gar nicht angefasst, eigendlich war es ja sogar umgekehrt, er hat mich mit einer Waffe angegriffen. Alles kann von meiner Mutter und meiner Lebensgefährtin bezeugt werden. Außerdem kann bezeugt werden, dass der Mann schon seit gut zwei Wochen mit dem Stiel in der Hand herum gelaufen ist. Er hat mich auch mit dem Stiel in der Hand öfters beschimpft um mich zu provozieren. Darauf habe ich aber nie reagiert.

Nun habe ich eine Vorladung von der Polizei erhalten.

Jetzt meine Fragen:
- soll ich ebenfalls einen Anwalt aufsuchen? dies würde ich geren verhindern, da ich nicht rechtsschutzversichert bin.
- soll ich eine Aussage bei der Polizei machen?
- wird das Gericht den Fall eventuell nicht verhandeln, da hier Aussage gegen Aussage steht?
- muss ich die Forderungen der Anwältin erfüllen?

Danke für die Antworten.

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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für die Einstellung Ihrer Frage.

Zuerst möchte ich Sie daraufhin weisen, dass dieses Forum lediglich eine erste rechtliche Orientierung bieten soll, die in keinem Fall die Beratung durch eine Kollegin/ einen Kollegen vor Ort ersetzen kann.
Durch Hinzufügen oder Weglassen von Sachverhaltsangaben kann die rechtliche Beurteilung komplett anders ausfallen und somit zu einem anderen Ergebnis führen.

Ihre Frage beantworte ich aufgrund, der von Ihnen erhaltenen Angaben und dem eingesetzten Betrag wie folgt:

Meines Erachtens sollten Sie einen Anwalt vor Ort aufsuchen.

Der Anwalt vor Ort sollte die Ansprüche, die gegen Sie von der Anwältin im Namen Ihres Nachbars erhoben werden, vollumfänglich abweisen.
Der Anwalt vor Ort sollte den Sachverhalt, so wie er aus Ihrer Sicht geschehen ist, schildern und die Zeugen (ihre Mutter und Lebensgefährtin) benennen.
Sofern Sie den Nachbarn nicht verletzt bzw. angefasst haben, müssen Sie auch nicht die Kosten der Beauftragung seiner Anwältin zahlen.
Diese sollten also auch zurückgewiesen werden.

Sie sollten vorerst keine Aussage bei der Polizei machen.
Ihr Anwalt sollte zuerst einmal Akteneinsicht nehmen und dann für Sie eine schriftliche Einlassung machen und die weiteren Zeugen benennen, damit diese zur Vernehmung geladen werden können.

Ob gegen Sie tatsächlich Anklage wegen Körperverletzung durch die Staatsanwaltschaft bei Gericht erhoben wird, hängt davon ab, ob sie hinreichend tatverdächtig sind.

D.h., ob Ihnen tatsächlich die „Tat“ nachgewiesen werden kann.

Denn bieten gemäß § 170 Abs. 1 StPO die Ermittlungen genügenden Anlass zur Erhebung der öffentlichen Klage, so erhebt die Staatsanwaltschaft sie durch Einreichung einer Anklageschrift bei dem zuständigen Gericht.

Andernfalls stellt die Staatsanwaltschaft das Verfahren gemäß § 170 Abs.2 StPO ein.

Ich hoffe, dass ich Ihnen weiterhelfen und eine erste rechtliche Orientierung bieten konnte.

Mit freundlichen Grüßen


Tanja Stiller
Rechtsanwältin





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Bewertung des Fragestellers 18.07.2009 | 15:04


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