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kunde verweigert honorar


17.07.2006 20:05 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht



hallo.

ich bin studentin des faches kommunikationsdesign
und versuche mich gerade mit ein paar rechten für
gestalter auseinanderzusetzen. es wäre super, wenn
sich jemand finden würde, der mir kurz und knapp
weiterhelfen könnte.

folgender fall:

ein unternehmer (U) beauftragt einen gestalter (G)
mit der bearbeitung der geschäftsausstattung seines unternehmens. e
eine bestimmte vorgabe, wie die neugestaltung aussehen soll gibt der
U dem G nicht. auf die frage des honorars angesprochen, erklärte der U,
G solle sich keine sorgen machen; er - U - sei schließlich ein ehrbarer
kaufmann, der bisher immer noch stets gute Arbeit mit "gutem geld" zu
honorieren gewusst habe. als G zum vereinbarten zeitpunkt die entwürfe
präsentiert, zeigt sich U enttäuscht, da er "solch modernes zeug" nicht
erwartet habe. an einer weiteren zusammenarbeit, so erklärt U, sei er
nicht interessiert. auf die bemerkung des G, dann werde er nunmehr seine
rechnung übersenden, erklärt U, er werde "keinen pfennig" zahlen, da er
mit den entwürfen nichts anfangen könne und er diese ja schließlich auch
nicht verwenden werde.

1. kann G von U ein honorar für seine tätigkeit verlangen,
obwohl über die höhe des honorars nicht gesprochen wurde?

2. greift der einwand von U durch, er müsse nichts zahlen, weil ihm
a) die entwürfe nicht gefallen
b) er diese ja auch nicht nutzen werde?

3. unterstellt, U hätte dem G beim briefing bestimmte Vorgaben
hinsichtlich der gestaltung des CI mitgeteilt und G hätte diese nicht
beachtet. kann G in diesem fall ein honorar verlangen?

grundsätzlich habe ich zu allem eine antwort; möchte diese aber
doch kompetent bestätigt bekommen ;-)

viel geld kann ich leider nicht bieten; aber vielleicht möchte
mich ja trotzdem jemand unterstützen!?

viele grüße

rosalie

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich im Rahmen dieser Erstberatung wie folgt beantworten:

Bitte haben Sie zunächst Verständnis dafür, dass aufgrund der Höhe des Einsatzes die rechtliche Beantwortung nur kurz und knapp ausfallen kann.

I. Ich würde den Vertragstyp hier als Werkvertrag einordnen.

Dies hat zur Folge, dass der G nach § 632 Abs. 2 BGB die übliche Vergütung verlangen kann, da eine Höhe der Vergütung ansonsten nicht bestimmt worden ist.

II. Der Einwand des U greift nur dann, wenn das Werk mangelhaft ist. Dann hat U zunächst einen Anspruch auf Nacherfüllung (neue Vorlagen). Sofort zurücktreten kann er grds. nicht.

Da eine Beschaffenheit konkret nicht vereinbart worden ist, ist das Werk nach § 633 Abs. 2 BGB frei von Sachmängeln,

1. wenn es sich für die nach dem Vertrag vorausgesetzte, sonst
2. für die gewöhnliche Verwendung eignet und eine Beschaffenheit aufweist,
die bei Werken der gleichen Art üblich ist und die der Besteller nach der
Art des Werks erwarten kann.

Sie sehen, an dieser Stelle fängt nun die „Diskussion“ an. Das Ergebnis ist insoweit offen; allerdings sei an dieser Stelle angemerkt, dass viele andere Gestalter in Ihren AGB bestimmen, dass aus Gründen des Geschmacks keine Nachbesserungs- oder Gewährleistungsrechte entstehen.
Hier kommt es darauf an, ob die Gestaltungsvorlagen des G sich im Rahmen halten, sich überhaupt eignen und nicht etwas abbilden/vorschlagen, womit ein durchschnittlicher Geschäftsmann aus dem Metier des U überhaupt nichts anfangen kann.

Ansonsten sind die Einwände des U so rechtlich nicht relevant. U kann zunächst nur Nacherfüllung von G verlangen, wenn das Werk mangelhaft gewesen ist.

III. Wenn eine bestimmte Beschaffenheit vorher vereinbart worden ist und G diese Vorgaben nicht einhält, dann ist das Werk mangelhaft. G kann dann zunächst kein Geld verlangen, sondern muss nachbessern.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort geholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen
Stephan André Schmidt, LL.M.
Rechtsanwalt
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