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kündigung in ausbilb.probezeit

18.05.2006 15:51 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Sehr geehrte Damen und Herren,
meiner Tochter wurde mündlich Ende Sept.05 dass Ausb.VBerh. gekündigt.
Ihr wurde nach eigenen Aussagen mündlich, die nicht Weiterausbildung "ohne einen Grund" zu nennen, mitgeteilt.

Habe ich / die Tochter ?? das Recht hierzu mal wen zu befragen, denn es ist verdammt schwer eine neue Ausbildung zu bekommen.
nur bevor ich mich weiter bewege möchte ichg die rechtl. Klärung haben.
Das Mädchen ist 18,5 hat einen Sek I und die 11 Klasse WIrtschSchule mit 2,95 Note verlassen.

18.05.2006 | 16:09

Antwort

von


(2279)
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26135 Oldenburg
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Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),


da Ihre Tochter volljährig ist, können Sie in Bezug auf die Kündigung nicht tätig werden; diese Rechte stehen allein Ihrer Tochter zu.

Nach dem doch recht knappen Sachverhalt habe ich aber erhebliche Bedenken, dass Ihre Tochter nach so langer Zeit noch erfolgreich Ansprüche durchsetzen könnte.


Der Vorfall ist im September 2005, also vor rund ACHT Monaten geschehen, so dass allein aus vertraglichen oder tarifvertraglichen Ausschlussfristen hier schon wegen des sehr langen Zeitraumes Ihre Tochter mit möglichen Ansprüchen ausgeschlossen wäre.

Grundsätzlich kann in der Probezeit das Ausbildungsverhältnis OHNE Angaben von Gründen gekündigt werden.

Allerdings hätte die Kündigung nach § 22 BBiG der Schriftform bedurft, so dass die nur mündlich ausgesprochene Kündigung wegen dieses Formmangels ansich unwirksam gewesen wäre.

Nun unterstelle ich aber, dass gegen die Kündigung nicht vorgegangen worden ist und Ihre Tochter seit September 2005 im Ausbildungbetrieb auch nicht weiter tätig geworden ist.

Dann jedoch wird sie nun die Rechte wegen des Zeitablaufes nicht geltend machen.


Etwas anderes kann sich eventuell ( ohne dass ich aber zu große Hoffnungen wecken möchte ) aus dem Tarif- oder Ausbildungsvertrag ergeben, der dann eingesehen werden müsste.

Hierzu sollte Ihre Tochter beim Amtsgericht Beratungshilfe beantragen und dann einen Rechtsanwalt mit der Prüfung der Unterlagen und ggfs. weitergehnden Ansprüche - die ich aber derzeit nicht sehe - beauftragen. Der Rechtsanwalt rechnet dann direkt mit dem Amtsgericht ab.

Ich bedauere, Ihnen derzeit keine bessere Auskunft erteilen zu können; die Zeitspanne zwischen Aufgabe der Ausbildung und Geltendmachung von Rechten ist hier aber (vermutlich) und vorbehaltlich der Vertragsprüfung zu groß.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle


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