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kranker welpe - ersatz oder geld

11.07.2007 01:11 |
Preis: ***,00 € |

Tierrecht, Tierkaufrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Peter Trettin


Ich habe am 18.05.2007 einen kleinen Malteser-Welpen gekauft. Am 20.06.2007 stellte der Tierarzt eine Pulmonalstenose (angeborener Herzfehler) fest. Die Züchterin bot mit daraufhin einen Tausch an, den ich ablehnte, da ich den kleinen Kerl schon sehr liebgewonnen hatte. Dann versicherte sie mir, daß sie mir im Todesfall einen Ersatz geben würde. Nun ist leider dieser Fall eingetroffen: mein Welpe ist am Freitag, 06.07.2007 verstorben (mußte ihn einschläfern lassen). Kann ich nun den Kaufpreis zurückfordern (ich möchte nur den Kaufpreis, nicht die Tierarztkosten!) oder muß ich ausschließlich einen Ersatz akzeptieren und darauf (nächster zu erwartender Wurf lt. Züchterin ca. Ende Juli - Abgabe eines Welpen dann ca. Mitte/Ende Oktober 2007) warten?
Vielen Dank für Ihre Hilfe.
Mit freundlichem Gruß,

Sehr geehrte Fragestellerin,

ich bedanke mich für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage Ihrer Schilderung und Ihres Einsatzes gerne wie folgt beantworte:

I. Auch auf Tiere finden mangels spezieller Vorschriften die §§ 434 ff. BGB Anwendung. Deshalb kann und muß der Käufer eines Tieres, das schon im Zeitpunkt der Übergabe mit einem gesundheitlichen Mangel behaftet war, in erster Linie Nacherfüllung (= Heilung oder Nachlieferung eines gesunden Tieres) verlangen. Ein Recht zum sofortigen Rücktritt vom Kaufvertrag bzw. zur sofortigen Mínderung des Kaufpreises besteht dagegen nur in Ausnahmefällen. Ein solcher Ausnahmefall ist u. a. gegeben, wenn eine Nacherfüllung unmöglich ist.

II. Eine Unmöglichkeit der Nacherfüllung vermag ich hier jedoch nicht zu erkennen. Zwar scheidet eine Heilung des von Ihnen erworbenen Hundes offenkundig aus. Aus meiner Sicht kann die Züchterin Ihr Leistungsinteresse aber dadurch zufriedenstellen, daß Sie Ihnen "Ersatz" liefert. Dies scheitert insbesondere nicht (mehr) an einer emotionalen Bindung, nachdem der ursprünglich erworbene Hund ja leider verstorben ist.

Vor diesem Hintergrund gehe ich davon aus, daß Sie (noch) nicht vom Kaufvertrag zurücktreten können, sondern die Züchterin zunächst Gelegenheit zur Nacherfüllung geben müssen. Hierfür sollten Sie der Züchterin eine Frist bis Ende Oktober setzen. Sollte die Züchterin Ihnen bis dahin keinen "Ersatz" verschaffen können oder wollen, können Sie nach Fristablauf grdsl. vom Kaufvertrag zurücktreten.

Ich hoffe, Ihnen damit einen ersten Überblick vermittelt zu haben. Gerne stehe ich Ihnen weiter zur Verfügung, insbesondere im Rahmen einer kostenlosen Nachfrage.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Trettin
Rechtsanwalt

fea@trettin-rechtsanwaelte.de
www.trettin-rechtsanwaelte.de

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